Folge 27 - Thomas Schubert
Shownotes
Wer im Eichsfeld aufgewachsen ist, kennt den Namen. Pater Thomas – das war der Franziskaner auf dem Kerbschen Berg, der mit Gitarre und Band Kirchen zum Bersten brachte, der runter von der Kanzel ging und mitten unter die Leute, der eigene Songs schrieb und auf Jugendwallfahrten durch die DDR tourte.
Hinter Pater Thomas steckt Thomas Schubert, geboren 1946 in Erfurt, aufgewachsen in Leipzig in einer Theaterfamilie, und eigentlich auf dem Weg zur Bühne – bis ihn die Franziskaner eines Nachts mit auf den Kerbschen Berg nahmen.
In dieser Folge erzählt er, wie aus dem Schauspielersohn ein Ordenspriester wurde, was den Klosteralltag in der DDR ausgemacht hat, warum er 1989 die Kutte an den Nagel hängte und was ihn trotzdem bis heute als Franziskaner im Inneren beschreibt.
Dazu: sein Abgang aus dem Orden, seine Ehe, drei Söhne – davon einer Doktor der Physik, einer Doktor der Molekularbiologie und einer Manager des spanischen Popsängers Alvaro Soler – und die Frage, ob er es heute anders machen würde.
Die Antwort kennt ihr nach dieser Folge.
Als Bonus gibt es noch zwei Songs zu hören, die Tommy seinerzeit geschrieben hat.
Transkript anzeigen
00:00:00: Bevor es losgeht, noch ein kurzer Hinweis.
00:00:02: Wir sprechen mit Tommy auch über seine musikalischen Talente und wenn ihr Lust habt bleibt nach dem Abspann dran denn dann gibt's noch zwei Songs von ihm.
00:00:09: aber jetzt erst mal viel Spaß mit der Folge!
00:00:12: Ja lieber Heiko da sitzt man wieder hier in der Kaminate.
00:00:15: heute haben wir jemanden hier bei uns.
00:00:19: das ist wirklich ein Gast der Superlative Ein Gast der superlative.
00:00:24: Die weiteste Anreise.
00:00:25: wir haben geschaut Es sind fourhundertsechzig Kilometer Und noch ein kleiner Umweg, hundert Meter hier in der Lessingsstraße.
00:00:35: Die längste Überredungszeit die ich benötigt hatte um unser Gast hierher zu bekommen und der Gast mit den meisten Telefonaten vorweg.
00:00:46: Ich freue mich ganz ganz besonders dich begrüßen zu können Thomas Schubert.
00:00:54: Herzlich willkommen lieber Thomas.
00:00:57: Danke euch
00:00:59: Lieber Tommy, ich muss ehrlich zugeben bei der Planung wenn wir mal so auf neue Gäste uns verständigen kam irgendwann mal der Volker zu mir und sag wir müssen unbedingt den Thomas hier herholen.
00:01:17: Tomas Schubert?
00:01:18: Wer ist denn das?
00:01:19: Und jetzt kannst du vielleicht mal kurz zusammenfassen Volker Was du mir dann erzählt hast.
00:01:26: Ja, ich mache es
00:01:26: mal ganz kurz bevor wir dann nachdem wir dann wirklich auch dich richtig offiziell begrüßen und dir natürlich das Wort erteilen.
00:01:35: Thomas Schubert.
00:01:36: Hä?
00:01:37: Wer ist denn das?
00:01:38: Kennt kein Mensch hier im Eichsfeld!
00:01:39: Und so hast du es ja auch gesagt.
00:01:42: Tommy Schuvert weiß auch noch keine so ganz genau aber unter einem ganz anderen Namen habe ich Reaktionen erlebt hier im eichs Feld.
00:01:51: dass hältst du gar nicht für möglich nämlich Parter Thomas, der ehemalige Franziskane Mönch vom Kerbschen Berg.
00:02:00: Von zerschmelzender Freude von Leuten die gesagt haben gibt's den noch?
00:02:07: Ist es wirklich wahr?
00:02:08: habt ihr den im Podcast?
00:02:10: ja wir haben ihn hier sitzen himself in gelben Sessel.
00:02:17: Ja lieber Tommy Wir haben so eine tradition und es geht immer mit einer Frage los.
00:02:24: Wann, wo und wie ging's seinerzeit los mit dem kleinen Tormi?
00:02:32: Schon lange her!
00:02:35: Wenn du bald achtzig wirst dann schaust öfters mal rückwärts.
00:02:42: Ja am siebten November nineteenhundertsechsundvierzig was war denn das in Erfurt?
00:02:54: Meine Mutter war Opensängerin in Erfurt und meinen Vater Schauspieler.
00:03:02: Und hab noch einen Bruder, der dann auch Schauspieler wurde... ...und den Erfort toll angekommen ist,... die Haupttrollen gespielt hat von Hamlet usw.
00:03:22: Und eine Schwester!
00:03:24: die heute noch in Leipzig wohnt.
00:03:26: Wir sind dann, ich war glaube vier oder fünf Jahre, sind wir nach Leipzig.
00:03:33: Meine Eltern wurden dort engagiert an den Bühnen Open House Schauspielhaus.
00:03:43: Ich bin zur Schule gegangen, Abitur gemacht, KMH Achsoberschule Leip sich mein Gott normal.
00:03:53: Aber interessant war, dass ich C-Zug war, kriege ich nach Teilen.
00:04:01: Ja, wozu brauche du das?
00:04:02: Würste kein Arzt oder Archäolog oder so was ... Nee!
00:04:06: Ich wollte ja Schauspieler werden.
00:04:08: Sänger und Schauspieler wie meine Eltern.
00:04:14: Meine Eltern sind nie in die Kirche gegangen aber beide katholisch.
00:04:20: mein Vater Schweizer Maria Einsiedeln Ein Weihfahrtsort bekannt, meine Mutter Frankfurt Amar mit Handkiss und Musik groß geworden.
00:04:36: Aber wir haben kirchisches Leben überhaupt nicht so mitgemacht.
00:04:43: Und da war ... Ich bin dann auch gar nicht mehr zur Kirche, ich war Ministerant, Kommunion gefeiert und Ministerant usw.
00:04:52: Und dann so mit zwölf Jahren war da Schluss und mit sechzehn, siebzehn kam jemand auf mich zu und sagt du wir haben jetzt einen neuen Kaplan.
00:05:07: der macht so ein Leinspiel.
00:05:10: Das
00:05:10: war deine Abteilung?
00:05:12: Da war ich gefragt, ja.
00:05:15: Und da habe ich gern mitgemacht und zwar war die erste Rolle Hochwürden im Dreimädelnhaus!
00:05:26: Ich durfte natürlich den Kaplan den Hochwürdenspielen und irgendwie ist da was hängen geblieben Die ganze Beschäftigung mit der Gemeinde, alten Tage und so.
00:05:39: Das Gemeindetage hat mir irgendwie was gegeben.
00:05:44: Und da kam der Wunsch auf auch Schauspieler... Würste Priester!
00:05:54: Da kanste das alles, was der gute Kaplan mir vorgelebt hat, auch machen.
00:05:59: Also das war so eine kleine Begeisterung.
00:06:03: Kein
00:06:03: ja schauspielerisches Talent, vielleicht auch nicht Schaden?
00:06:06: Immer!
00:06:09: Die Kürze ist ja aus religiösen Mysterien spielen entstanden, also die Liturgie und so weiter... Und mit achtzehn Jahren bin ich dann nach dem Abitur nach Erfurt Priesterseminar.
00:06:29: Dann waren da Franziskarner.
00:06:33: Ich hatte ein Buch gelesen von Jürgensen, das ist in Skandinavien.
00:06:39: Das hat mir also imponiert.
00:06:42: und plötzlich siehst du solche Gestalten Franziskraner vor dir und warst also weg!
00:06:50: Und die haben mich einmal bei Nacht oder Nebel mitgenommen auf den Kerbischen Berg.
00:06:58: Vorher war Eichsfeld nie bekannt.
00:07:01: Schwarzer
00:07:02: Fleck auf der Kaffeekarte?
00:07:03: Ich wusste gar nicht, wo das ist.
00:07:07: Ja und dann bin ich ... Philosophikum war dann, die zwei Jahre vier Semester Und dann habe ich das Noviziat dort auf dem Kerbschenberg gemacht.
00:07:27: und bin dann wieder als Franziskaner nach Erfur zum Studium zurück.
00:07:34: Geweiht bin ich, äh, zweiundseinzig davor war ich aber noch Diakon in Nieder-Orschel.
00:07:44: Bei dem berühmten, ähh früher war er dann danach stand der Schand in Worbis Bertolt Richard Der rote Richard der also gefürchtet war, bei so Fabulanten und ein Mier hat er den Namen gefressen.
00:08:08: Mit Gitarre als Diakon in Orschel schon gesungen usw.
00:08:13: Und da war ich schon der Tommi ja und habe da eine Singlegruppe gehabt.
00:08:21: auch sieben Mädchen haben auf Gitarren so ein bisschen gelernt.
00:08:27: Und dann war ich zwanziebzig, junger Vater auf dem Kärpchenberg.
00:08:35: Da kamen schon die ersten Jugendlichen zu mir hoch ins Grosste.
00:08:41: Vater Tommy kannte denn nicht unser Band ein bisschen unterstützen und ein bisschen beleben.
00:08:50: So ging das los mit dem Erwin in Nieder-Oschel Gitaristen aus Dingelstedt, also das war eine tolle Sache.
00:09:00: Wir sind
00:09:00: überall
00:09:01: rumgekommen in der ganzen DDR, da sind wir eingeladen Jugendweilfahrten im Meißner Bistum Dresden Rosenthal und so weiter.
00:09:13: Und Erfurt sowieso auf der Beck, der war ganz begeistert.
00:09:18: Wir durften die Abschlussveranstaltung im Dom zu einer Jugendbeifahrt spielen.
00:09:24: Samba Party kam er eingezogen ja mit Mitra und so.
00:09:30: Das war interessant.
00:09:32: Habt
00:09:32: ihr Samba-Party gespielt?
00:09:33: Ja
00:09:35: wirklich war.
00:09:35: und dann auf der Back sagte ich hatte mal ein Song gemacht Das Leben braucht das Lachen, das Weinen und das Beten.
00:09:49: Und er hatte ja immer so drei Punkte, die berühmten drei Punkte in seinem Predigten.
00:09:59: Da höre ich ihn noch in dieser Veranstaltung auf der Dominsel... Der Partner Tommy hat gesungen!
00:10:10: Das Leben braucht das Lachen, das Weinen und das Beten.
00:10:20: Also es war wunderbar!
00:10:22: Ja also du hast auch selber Lieder geschrieben, kompromiert getextet?
00:10:28: Und wie klar durch deine Mutter bist du zur Musik gekommen oder durch deine Eltern
00:10:32: was
00:10:33: hast du für Instrumente dann lernen dürfen?
00:10:36: Viel zu faul um Instrumente, Klavier ein Jahr.
00:10:42: Alles Trompete zwei Jahre und Gitarre selber so gemacht.
00:10:49: Aber das ist das Beste geworden oder?
00:10:51: Ja.
00:10:51: Und Gitarren war's beste!
00:10:55: den Rhythmus ausgemacht.
00:10:57: Also das was ich da wie ein Schlagzeug ging, gar nicht mal Melodie-Gitarre, da hat man ja jemanden aber dieser der Rhythmuss der war drin.
00:11:11: Das war also überall waren wir in Berlin, in St.
00:11:17: Hedwig's Kathetrale und so weiter.
00:11:21: Es war für damals war das wirklich Eine Neuheit, ja.
00:11:26: So im Gottesdienst so eine Band mit diesen ... Ich muss noch sagen dass ich nicht so ein sagen wir Chanson-Sänger war wie aus Frankreich und so war Pader Duvall war das der Jesus Lieder gesungen hat also Jesus liebt dich Und so weiter, das war mir doch ein bisschen zu seicht.
00:11:59: Also ich wollte etwas Herderes haben und da ging es los mit tollen Texten die auch zum Teil auf bekannte Songs, Blues und sowas gesungen habe und das ist natürlich ganz gut angekommen.
00:12:17: Jetzt hab' ich aber eine Frage Ja du sagtest selber, willst eigentlich Sänger Schauspieler werden?
00:12:23: So, jetzt kam das ganz anders.
00:12:25: Was
00:12:25: haben denn deine Eltern, die wie du ja beschrieben hast nicht mehr so eng mit der katholischen Kirche waren?
00:12:32: Was haben die da angegeben?
00:12:34: Die waren skeptisch.
00:12:36: Erstmal war ich also temperamentvoll und verrückter Hund... Ich
00:12:40: glaube man merkt es hier auch.
00:12:43: Und Mädchen waren auch interessant
00:12:46: usw.,
00:12:48: aber letztlich Haben sie das verstanden?
00:12:53: Und ich wollte das ja auch.
00:12:54: Also, ich wollte es wirklich und haben das also dann befürwortet.
00:13:01: Mein Bruder zwei Jahre älter der war so zarter und da haben Sie gesagt, der wird mal prießen.
00:13:14: Der war so... Ja!
00:13:17: Ich war so der Traufgänger und ist anders gekommen.
00:13:21: Es ist manchmal ganz interessant.
00:13:23: Er wurde ein Schauspieler und ein toller Mann gewesen in Erfurt, jetzt eben auch schon in der Rente.
00:13:38: Meine Eltern aber haben das eigentlich unterstützt und waren dann eben auch ganz froh, waren immer dabei bei Gottesdiensten wo wir gesungen und gespielt haben.
00:13:52: Ja, wir hatten ja vor kurzem hier ein Pfarrer sitzen mit dem du ja auch gut bekannt bist.
00:13:58: Der hat gesagt er wollte Trompete lernen weil das ihm so einfach erschien.
00:14:02: Ein Trompeter hat nur drei Knöpfe und sagt dann kommt der schon auf die Birze.
00:14:07: Aber er hat es nach einem Jahr sein lassen und hat seine Trompeteklaube verschenkt.
00:14:11: aber du hast ja auf der Gitarre wirklich wie du gesagt hast den Rhythmus und deine auf die bekannten Songs neue Texte geschrieben.
00:14:22: Ich kann mich an ein Lied erinnern, wo du über den Sonnengesang von Franziskus geschrieben oder gesungen hast, das auch auf der CD drauf, die du damals veröffentlicht hast... Also ganz toll!
00:14:36: Jetzt mal zu dem Leben als Pater.
00:14:40: Da haben wir im Vorfeld ja wie ist denn jetzt der richtige Begriff?
00:14:44: Ist es nun Pater Bruder oder Mönch, wir hatten das... Mönche
00:14:49: gar nicht.
00:14:51: Also das sagen viele falsch eigentlich.
00:14:56: Im Volksmund ist es noch der Franziskraner-Mönch auf dem Bierseitel oder Franziskaner Hefeweiz und so.
00:15:07: Da gibt's ja auch eine nette Sache in Heiligstadt waren die Jesuiten?
00:15:14: Die Gegenreformation.
00:15:17: Und die werden ja abgekürzt, S-J ... Soziehe saß Jesu.
00:15:24: Also Gesellschaft Jesu und auf Deutsch heißt es schlaue Jungs!
00:15:32: Und die Franziskarne
00:15:34: OFM
00:15:36: genannt, ORDO FRATRUM MINORUM, Orden der Minderen Brüder auf Deutsch.
00:15:45: Orten fetter Männer.
00:15:49: Also viele haben das Bild eines Franziskarners, ja mit dicken Bauch und Bierseite.
00:15:57: Da steckt aber eine Wahrheit dahinter nämlich die Volkstümlichkeit.
00:16:02: Ja dem Folgen nahe ... Das waren Tippelbrüder.
00:16:06: Das war im Mittelalter also dreizehntes Jahrhundert, zwölfhundertzechsundzwanzig.
00:16:14: Das waren wie Gammler Gottes, sozusagen mit Barfuß abgerissenen Kuten und so weiter.
00:16:20: Und in die Jesuitten waren sie intelligent und sauberer usw.
00:16:28: Deshalb auch Franziskarinen Erfurt-Barfüserkirche immer in der Stadt drin während Benediktiner auf dem Berg sind mehr oder Zisterzänzer im Tal wohnen Wald und See waren, usw.
00:16:44: Also Mönch nicht sondern mehr.
00:16:48: Orden der minderen Brüder.
00:16:51: aber leider die Geschichte hat vieles klärikalisiert das heißt also die gewalten Priester im Orten waren die Patres ein Pater also war ich der Pater Thomas.
00:17:08: Und dann gab es die Brüde.
00:17:10: Das waren die Leinbrüder, Viertner, Koch, Gärtner und so weiter.
00:17:15: Achso?
00:17:15: Ja das waren die Brüder aber...
00:17:18: Die hatten also nicht studiert?
00:17:19: Nein, die haben nicht studieren.
00:17:21: Die kamen mit ihrem Beruf her und wollten eben auch im Kloster leben.
00:17:27: Und wir hatten also auch einige Brüde bei uns.
00:17:34: Aber Wir nannten uns dann doch in den letzten Jahren so ab siebziger Jahre alle Brüder, haben wir gesagt.
00:17:47: Und wie muss man sich so den typischen Tagesablauf in so einem Kloster vorstellen?
00:17:53: Das ist schon lange her, muss ich sagen.
00:17:55: Also da muss ich ja selber... Na gut!
00:18:01: Wir sind keine Kontemplativen Mönche gewesen, wie die Benektiner-Trapistenzisterzänzer.
00:18:08: Die Intramurros innerhalb der Mauernklostermauer gelebt haben.
00:18:13: Sondern wir sind rausgegangen und deshalb war das Frühmorgengebiet also ab sechs Uhr Und dann gab es die sechste in der sechsten Stunde.
00:18:28: Dann gab es Mittagsgebet angelust zwölf Uhr Gemeinsames Essen im Refektorium, im Speiseraum und dann abends noch mal die Fesper und die Komplett.
00:18:44: Also es war schon auch geistlich geregelt.
00:18:48: der Tagesablauf mit Klausur damals, siebensechzig noch ganz schön hart durfte keine Frau in den Garten muss man sich vorstellen.
00:19:01: heute ja Da rennen sie da rum und in den Familienzentrum, die Kinder und die Frauen usw.
00:19:09: Wenn man dann ... wenn die Patres das wüssten ja was da los ist heutzutage auf dem Campschmach, die würden glaub ich lebendig werden oder nicht im Grabe rumkehren aber die würden also... Das kann man sich gar nicht vorstellen.
00:19:24: Aber ich finde es toll weil was da entsteht zurzeit jetzt da.
00:19:30: Ich glaube dass auch der Oder.
00:19:32: das ist eine positive Entwicklung, dass das zusammenwächst und nicht irgendwo hinter Kloster mauern.
00:19:40: Sondern da was für die Gemeinschaft entsteht quasi?
00:19:46: Ja
00:19:48: zum Beispiel war ganz neu als ich dein Quartian wurde.
00:19:53: Ich kam von Halle.
00:19:55: in Halle gibt es auch im Franziskaner Kloster ... verbunden mit einer großen Stadtgemeinde.
00:20:02: Ganz toll damals!
00:20:05: Und ich kam dann, also in Neun-Siebzig bin ich vom Kärbschen Berg nach Halle... ...wurde da Vikaar mit dem Eusebius zusammen und bin aber in Sechsen Achtzig dann berufen worden... ...Nowizenmeister zu werden und da kenne ich den Chisto.
00:20:23: Also ja!
00:20:25: Und fünf Novietsen?
00:20:28: hatte ich, das war also in der heutigen Zeit ja viel gewesen als Nachwuchs wie man so schön sagte.
00:20:37: Und ich habe versucht wirklich nicht nur innerhalb des Klosters ein geistliches Leben aufzubauen und einzüben mit denen sondern die mussten arbeiten gehen im Altenheim in Dingelstedt.
00:20:56: Das war was ganz Neues!
00:20:58: dass die Kutten zu sehen waren auf den Straßen dieser Welt.
00:21:06: Und verbunden mit den Menschen und den Ärmsten eigentlich heutzutage, zum Teil Aussätzigen.
00:21:17: Da fällt mir doch schlachartig wieder Cister-Echt ein.
00:21:20: Cister Echt der Film, der genau das auch zeigt?
00:21:23: Ja
00:21:23: ja.
00:21:24: Die Schwestern hatten da den meisten Erfolg mit bei dem Menschen zu sein.
00:21:29: Wir können uns die schlausten Fragen ausdenken, aber die absolute Krönung ist wenn der Gast das schon beantwortet.
00:21:39: Wir stehen hier, Franziskana sind bekannt für ihre Nähe zu den Menschen und zur Schöpfung.
00:21:43: wie hast du das gelebt?
00:21:44: Und wenn ich jetzt höre dass ihr in die Krankenhäuser und auf die... Also das ist super!
00:21:49: Völker, ich mache einen Haken hinter.
00:21:50: Die Frage ist brauchen wir nicht so stellen, es ist beantworted.
00:21:54: Aber wenn du jetzt mal so rettrospektiv auf diese klösterliche Zeit zurückblickst, ich habe es heute das erste Mal richtig rausgekriegt.
00:22:08: Was hat dir am meisten Spaß gemacht im Kloster?
00:22:12: Die Gemeinschaft war manchmal schwierig zu leben.
00:22:19: da gab's eben viele viele Charaktere Das Wiener-Familie, wo es kracht und zischt.
00:22:29: Also ich hatte natürlich auch zu kämpfen mit Neid, weil ich irgendwie durch meine Art und durch die Musik das Singen begehrt war.
00:22:43: bei Kirmes Gottesdiensten feiern Wallfahrten Aus dem Kloster raus mit meinem Wagen, da stand hinten ein Plakat.
00:22:55: Freude ist unser Ziel!
00:22:57: Da bin ich auf der Autobahn auch von Stasi an die Polizei ange... Was soll das?
00:23:03: Und da war gerade die Mai-Losungen und so weiter.
00:23:09: Da haben sie mich dann rausgebunken und das musste ich wegmachen.
00:23:13: Und da hatte es natürlich auch ein Predigthema wieder, Freude wurde auf mir genommen ja und weggesteckt usw.
00:23:23: Jedenfalls waren aber einige ältere Patres eben auch die... Zu einem Franziskus-Treff ging oben das Oratoriumsfenster, wo gebetet worden ist.
00:23:40: Das war vom Kloster zu erreichen.
00:23:43: Ging das auf und dann sah ich jemanden darunter gucken und hinterher hat der Pater mir gesagt, muss denn das sein?
00:23:55: ein Quark da und sowas, auf einem Franziskus-Treff ja mit Musik.
00:24:00: Und eine volle Kirche, gerammelte Vollwahl.
00:24:04: Happening!
00:24:04: Das war happening?
00:24:05: Ja
00:24:06: das waren die, die kamen ja von überall geweilfadet sozusagen.
00:24:11: also es gab eben auch schwierige Zeiten für mich wie ich durchstehen musste um nicht so zu sagen Ich hau da Macht
00:24:22: doch noch mal das Geräusch, was du vorhin gemacht hast als der eine Part ... oder so.
00:24:30: Muss es denn sein?
00:24:33: Ja, ist es musste sein!
00:24:35: Da haben ja auch viele... Auch von Heiligenstadt kamen da Jugendliche die haben bei mir übernachtet in so einem Konferenzraum und so Und haben zum Teil eben auch diese Treffs, die Gottesdienste mit Vorbereiten, mit Führer bitten gebaut und so weiter.
00:24:56: Aber wie gesagt es war alles gut aber es gab eben auch wie in jeder Familie sowohl das gesagt hast, also muss nicht sein.
00:25:13: weil du es eben angenehm anders gemacht hast, erinnern sich die Leute an dich.
00:25:18: Wir haben jetzt auch so ein bisschen die Reisetätigkeit aufgenommen und fahren auch mal zu Gästen und da standen wir am Bahnhof in Heiligenstadt und ja, wir standen mit so'n paar Leuten zusammen und haben dann halt auch gesagt oder wo wollt ihr hin?
00:25:32: Die Staszine ist.
00:25:33: ah wer kommt dann in eine näheren Zukunft?
00:25:36: Dann haben wir deinen Namen erwähnt.
00:25:38: Ja natürlich Thomas Schuber Partha Thomas.
00:25:42: Da weiteten sich bei einem Herrn die Augen und er hat gleich eine Story zu erzählen gewusst, die an dich erinnert haben.
00:25:51: also das ist schon erstaunlich.
00:25:54: wie gesagt mit Null Acht Fünfzehn hättest du das nicht erreicht?
00:25:57: Ja wenn ich nur drin geblieben wäre und vom gewesen wäre.
00:26:04: aber beides war notwendig für mich, ich musste mich auch vorbereiten.
00:26:09: Auch die Songs sind ja nicht nur so entstanden – die Texte und sowas.
00:26:16: Ich muss da mit anknüpfen!
00:26:17: Jetzt sind wir bei einem Musical in Stuttgart gewesen... Und vorher sind wir noch eingekirrt also ...mit Wurstchen und so.
00:26:33: Da waren Da waren Leute neben uns, das war meine Frau da mit und ihre Schwester mit Mann der auch von Dingestädt stammt.
00:26:44: Und dann habe ich gedacht Mensch den Dialekt also hört es daraus die Eichsfelder hörst du aus?
00:26:51: ja wie die Sachsen oder Thüringer und so weiter.
00:26:54: Ich hab ja auch sonst längst sechzig immer noch drin.
00:26:59: krieg ist nicht raus macht auch nichts haben wir die gefragt, wo seid ihr denn her?
00:27:05: Ja von Leinefeld in Stuttgart am Musical.
00:27:10: Und da hat er einfach mal gesagt, kennt ihr den Kerbschen Berg auch?
00:27:17: Natürlich!
00:27:22: Da war ein Paar der Thomas, der hat uns getraut und unser Kind getauft.
00:27:28: Ich war in Birkow war ich da so in der Rimsfahrer und hab viele Menschen dort kennengelernt, kleine Felde Neubaugebiet bin ich von Tür zu Tür gegangen also um Gemeinde zu sammeln.
00:27:44: Das war ja quasi eine Diaspora?
00:27:47: Ja das war vom Auf der Bank richtig unterstützt und jedenfalls hat er dann gesagt Ja, der sitzt hier.
00:27:59: Die wurden nicht mehr!
00:28:01: Die zückten gleich das Fotoding da und klick-klick ging's los.
00:28:07: Aber solche Sachen hat man schon überall erlebt ja?
00:28:12: Ja aber dann kam ja doch alles ein bisschen anders bei dir.
00:28:17: Da gab es ja einen Wendepunkt... wann hast du denn zum ersten Mal gespürt dass sich da für dich auch was ändert?
00:28:26: Ja, das ist ganz schwierig zu sagen.
00:28:31: Das erst mal still!
00:28:34: Also erstmal muss ich sagen... Ich habe nie gebrochen mit der Kirche, nie gebrauchen mit dem Orden.
00:28:43: Ich gehe heute jeden, versuche jeden Sonntag zur Kirche zu gehen und hab Freude daran, das Evangelium zu hören.
00:28:53: Und manchmal ist es so, dass ich sage, ich geh jetzt da nach vorne und sage, Fahrer lass mich mal ran.
00:29:01: Der nur die Messe liest abliest, kein Kontakt hat mit den Menschen.
00:29:08: ganz anderes als ich war im Kerbschen Berg.
00:29:13: Mit lebender Krippe hab' ich da heilig Abend gefeiert mit dem Menschen, die mit Laternen zu uns kamen, mit richtigen Eseln, mit einem richtigen Ochsen und einen richtigen Baby Ja, von Helmstorff der Tischler mit seiner Frau.
00:29:32: Also das waren tolle Sachen die wir gemacht haben im Sinne von Franziskus ja, der auch also um den Altar Tiere gesammelt hat und so weiter.
00:29:48: Ich bin neun achtzig.
00:29:51: dann habe ich gesagt ich muss Schluss machen.
00:29:58: die Leute nicht bedügen, weil ich jemanden ein wunderbares Mädchen kennengelernt habe.
00:30:11: Übrigens sie wollten nicht dass ich gehe.
00:30:17: Viele Soundler ... Die hat den gekarbert, so hat man oft gehört.
00:30:25: Also die hatte sich geangelt oder so.
00:30:27: Überhaupt nicht!
00:30:28: Die hat gesagt, bleib da, geh wieder zurück auf ein Werk, die Menschen brauchen dich.
00:30:36: Das war toll, das fand ich toll.
00:30:38: Aber ich war so verliebt dass ich gesagt habe, ich kann dieses duale Leben einmal so und einmal... Da bin ich da parter und so, das kann ich nicht weitermachen.
00:30:51: Also ich will reinen Tisch machen.
00:30:55: Das habe ich als ich in Gaisleden das Konzert bei Christoph Hase gemacht hab Und in Ferner habe ich auch den Menschen gesagt Leute Ich stehe hier als Sünder also dass ich euch verlassen hab Das hat mir sehr weh getan, dass ich viele vor den Kopf geschlossen habe.
00:31:25: Immer noch das mensches Kind!
00:31:30: Aber hast du da nie den Eindruck gehabt, dass dich dadurch vielleicht durch diese Ehrlichkeit oder die Leute gemerkt haben es ist ja nur ein Mensch, der dich eigentlich noch beliebter gemacht hat?
00:31:44: Also das war interessant.
00:31:47: Die Leute, wo man sagte, die sind ja ... Was sagt man da so?
00:31:54: Die jeden Tag in die Kirche gegangen sind.
00:31:56: Alte Leute also, naja... Als wir mal dann wieder zurückgekommen sind bei Freunden durften wir übernachten und so bei Nacht und Nebel.
00:32:10: Und die kamen und haben gesagt, hey Jo!
00:32:16: Herr Parters, hier ist eine Strecke.
00:32:20: Hier ist ne Wurst und so weiter.
00:32:22: Also da war ich fix und fertig.
00:32:25: Da hab' ich gedacht die verdammen mich!
00:32:29: Die können das nicht verstehen oder verteufeln mich.
00:32:33: Im Gegenteil, die waren also alles superfreundlich bei dem Konzert in Ferner.
00:32:44: Die Haushälterin zu mir, die hat die Ministranten rausgejagt.
00:32:49: Eine ältere Dame und hat mir die Hände aufgelegt und hat gesagt Gott segne dich!
00:32:58: Das war so berührend da.
00:33:01: also ich habe eigentlich nur positive Rückmeldung bekommen.
00:33:08: Also nie irgendwie.
00:33:10: aber ich wusste dass Viele enttäuscht habe.
00:33:14: Viele Jugendliche und so was, die einen mir gehangen haben oder... Das kann ich immer noch nicht so ganz
00:33:25: verkraften.".
00:33:26: Und wie lang hat der innere Kampf bei dir gedauert?
00:33:30: So zwischen Orden und dem Zulassen deines Deiner Gefühle?
00:33:37: Das war in der letzten Zeit dann ... erst, also achtundachtzig so, neunachtzig.
00:33:45: Da war da eine Krise bei mir.
00:33:49: Da hatte ich über vierzig Fieber.
00:33:51: Da musste die Ärztin kommen und ... Also da haben sie gedacht, der macht das letzte so ungefähr.
00:34:00: Und ähm ... Das war dieser Kampf.
00:34:04: Innerer Kampf war das ja.
00:34:08: Aber ich hab gesagt, ich kann so nicht weitermachen.
00:34:11: Ja, dann wäre ich wirklich ein Schauspieler.
00:34:17: Und ich wollte kein schlechter Schauspieler sein!
00:34:23: Wie muss ich mir das vorstellen?
00:34:24: Als du dann das Kund getan hast, dass du aus dem Orden rausge-
00:34:29: Das ist ja eben nicht so gewesen und zwar... Ich war ja Quadian.
00:34:35: also bei den Franziskarnen gibt es nicht einen Abt.
00:34:40: Den gibt's bei den alten Orten wie Benediktiner, Zizzenzer und so weiter.
00:34:48: Und Prior gibt es bei den Dominikanern also der Ordens-Oberer.
00:34:54: Den gibt das auch nicht nur den Kuadianen wie im englischen Cegardien dieser Wächter.
00:34:59: Also er soll ja nur Wächtern sein über die Brüder.
00:35:04: Und da konnte ich mir selber Urlaub nehmen.
00:35:09: Achso?
00:35:09: Ja, und bin dann über den Urlaub abgehauen.
00:35:18: Eigentlich schlecht aber es kam für mich nur so in Frage.
00:35:27: Ich war zu feige den Leuten zu sagen Es gab ja nach mir genug Leute auch Patris oder... Priester in Gemeinden, die gegangen sind.
00:35:39: Die haben sich Sonntags auf die Kanzel gestellt und haben gesagt meine lieben Mitbrüder- und Gemeindemitglieder ich bin heute das letzte Mal hier.
00:35:52: Ich gehe!
00:35:53: Das konnte ich nicht.
00:35:55: Ich konnte das wirklich nicht übers Herz bringen.
00:36:06: In Dingestäd, da war der Bischof Wanker da, den ich also gut kannte.
00:36:12: Wir haben uns auch gedutzt und so.
00:36:15: Er hat auch Pater Tommy gesagt – wieder auf der Begau oder der Kardinal dann von Köln.
00:36:26: Da wurde eine Frage gestellt.
00:36:29: in diesem Abschluss Gottesdienst einer Firmung Was ist denn mit dem Vater Thomas los?
00:36:40: Kommt der noch zurück?
00:36:42: und da sagt der Bischof, der kommt zurück.
00:36:44: Der hat nur Urlaub.
00:36:46: also das war schon ein bisschen ...
00:36:50: In dem Moment hast du es noch mit dir ausgemacht
00:36:53: Aber da war schon der Entschluss gefasst.
00:36:56: Okay Da war schon den Entschluß gefasst.
00:37:00: ich gehe Ich bin, es hat lange gedauert.
00:37:06: Wir waren dann schon im Westen drüben.
00:37:08: weil die Eltern von meiner Frau schon achtundachtzig sich was aufgebaut hatten sind wir erst dort untergekommen in Horb am Neckar.
00:37:20: das ist so Freudenstadt da beginnt der Schwarzwald und davon daraus bin ich nach was sagt das Mutterhaus Werl war das im Westfalen.
00:37:36: Ich bin da hingefahren und habe mich gestellt als das erste Mal so, die waren alle super nett meine Mitbrüder.
00:37:47: Da hat keiner irgendwie so die Nase gerimpft oder was?
00:37:52: Also das muss ich sagen, die haben mich eben auch unterstützt wie der Bischof Wanker manche, die sag mal boshaft weggegangen sind wegen der Theologie, Dogmen und Jungfrau geburt.
00:38:10: Und alle sowas oder gegen die Kirche waren.
00:38:16: Die wurden glaube ich gar nicht so auf finanziell unterstützt ja aber aber der Banker hat mir auch eine Finanzspritze gegeben.
00:38:27: unter Orten hat das Mindeste Von den Soziallasten mir nachgezahlt.
00:38:35: Das war ganz schön, ich hab ja keinen Beruf gehabt, ich habe ja nichts verdient als Franziskarner.
00:38:43: Ich muss mich mal vorstellen... Ich hab' neunzig erst angefangen... Nee!
00:38:50: Ich muss sagen, äh... Neunundachtzig bin ich in Leipzigstur post gegangen.
00:38:56: Also ... Telegram-Ausfahrer war ich da in diesen grauen Trabis.
00:39:02: Das war eine Sache, oh mann Leute vom Kloster weißt auch nach Leipzig gut.
00:39:09: Ich kannte ihm so einigermaßen mich da aus.
00:39:12: aber tausend Telegram es gab ja kein Telefon in der DDR.
00:39:17: die mussten ja alle sagen mal schlechte gute Nachrichten ging über Telegram.
00:39:25: Ich kenne das, wir hatten die Post im Haus im Dorf.
00:39:27: Ja?
00:39:27: Nein wirklich war.
00:39:28: also das war Wahnsinn!
00:39:30: Viele Grüße Stopp.
00:39:34: Und dann habe ich eben auch gesagt jetzt bin ich überbringe ich eben gute Botschaften, ja also die Nachricht.
00:39:45: Die gute Nachricht des Evangelium habe dann so mir das idealisiert und soweit auch hab die Menschen getröstet.
00:39:55: wenn sie das dann vor mir aufgemacht haben und dann liefen die Tränen unser Opa oder jemand ist gestorben da hab ich die in den Arm genommen.
00:40:05: wer welcher Telekranbode macht das?
00:40:08: Also äh Selbst die vom Postamt haben mich gerne genommen.
00:40:17: Ja, so was strahlt man dann auch aus?
00:40:20: Da brauchen wir nicht um Genehmigung bieten oder es anzubieten.
00:40:24: Das ist halt da.
00:40:25: Oder dann in den Neunzig als wir rüber gingen nach Horb, da bin ich zum Fahrer gegangen, zum Ortsfahrer.
00:40:36: Das war schon dunkel der ... Ich machte die Tür auf und guckte da mich an.
00:40:42: Ich sag, ich bin ein Mitbruder von Ihnen!
00:40:45: Da ging die Tür natürlich noch weiter drauf und haben ein tolles Gespräch gehabt.
00:40:52: Und der hat mich vermittelt in Horb... Die Post hat mich nicht genommen in Horrb.
00:41:00: Da war ich auch und habe gefragt also ich bin eigentlich ein Kollege aus Leipzig Brauchen wir nicht.
00:41:08: Und der Facher, der hat mich vermittelt zu einem Altenheim in Horb, spital, katholische Spitalpflege und da bin ich also in die Altenpflege so gekommen.
00:41:25: aber nochmal zu dem Gespräch.
00:41:28: Das war für mich wie eine erste Beichte, ja?
00:41:32: Dem Facher gegenüber das Interessante.
00:41:37: Als dann bin ich noch mal nach Leipzig, da habe ich irgendwelche Sachen noch geregelt mit Umzug und so weiter.
00:41:45: Zoll und das und anders.
00:41:48: Ja!
00:41:49: Habe ich gefragt ja... Und der Pfarrer?
00:41:52: Der ist in die Schweiz gegangen.
00:41:56: Jetzt war ich für den der Letzte Anstoß.
00:42:01: Da ist er auch weggegangen.
00:42:03: Also das Worten haben wir du
00:42:05: Wo hast du der Impuls,
00:42:09: dass er das mutig gemacht hat?
00:42:13: Also das war interessant.
00:42:16: Und im Vorgespräch haben wir ja auch so ein bisschen philosophiert wie das hätte gewesen sein können.
00:42:24: also da waren niemand der dann gesagt wenn ich Tommi hier jetzt reiß ich doch mal zusammen jetzt gehst immer kalt duschen und dann wird das wieder sondern die haben Dich dann wirklich inklusive, der Bischof selbst hat dich da nicht von abhalten sondern...
00:42:42: Die konnte mich nicht abhalten.
00:42:45: Das war ganz sicher!
00:42:51: Du hast ihn auch rein Wein eingeschägen?
00:42:54: Ich habe mich verliebt?
00:42:55: Ja
00:42:58: ich muss gehen.
00:43:00: kann ich nicht weiter so machen.
00:43:03: Und diese Ehrlichkeit wurde auch belohnt,
00:43:06: ja.".
00:43:07: Also du hast jetzt nicht im Nachhinein irgendwelche Restriktionen von der Kirche bekommen?
00:43:11: Du darfst das nicht mehr und das darfst du nicht
00:43:14: mehr?".
00:43:15: Da bin ich ein bisschen enttäuscht von einer Kirche.
00:43:19: Das muss ich sagen!
00:43:20: Ich hätte gedacht die könnten mich da als Religionslehrer oder so wie das oft so dann war gebrauchen.
00:43:30: oder SOS Kinderdorf, irgendwie so mit Jugendarbeit.
00:43:35: Ich bin extra da nach Wiesbaden gefahren zur Caritas und meinen Lebenslauf gesagt.
00:43:47: Für sie können wir nichts tun.
00:43:49: Also bin ich schon abserviert worden.
00:43:53: auf der anderen Seite war diese persönliche Wertschätzung und so, aber auf der anderen Seite war dieses Kirchenrecht.
00:44:05: Wir können nicht anders... Du bist gefallen!
00:44:10: Ein gefallener Priester sozusagen, also suspendiert und exkommuniziert.
00:44:16: Das muss man sich auch mal vorstellen dass es so wie als ob du so einen Strick umhals kriegst ja und kannst nichts mehr machen.
00:44:28: Bei dem Nachfolgefahrer war ich im Altenheim, im Dienst.
00:44:38: Vorher muss ich sagen, da war ich in einem Gottesdienst und da hat eine gesagt Herr Schubert Sie könnten doch die Lesung übernehmen?
00:44:48: Ich sage ja gerne Und nachdem haben sie aber die Lesungen schön Und am nächsten Tag ruft der Pfarrer mich an im Dienstbüro.
00:45:08: Ich war dann auch Stationsleitung geworden, habe ja drei Jahre die Schule noch besucht.
00:45:15: Was war das?
00:45:16: Vorstellung Religion I und alles andere.
00:45:20: Und ich könnte da Sachen erzählen.
00:45:24: Jedenfalls hat er gesagt Herr Schubert Lassen die das sein?
00:45:29: Also hat mir verboten, die Lesung zu lesen.
00:45:33: Musst du mal vorstellen und jeder Ministerin kann die Lesungen machen ohne Weihe oder irgendwelche Missionen.
00:45:43: also da gibt es Sachen ja.
00:45:46: Die habe ich nie verstanden.
00:45:48: aber darüber setze ich mich und sage schade ist wenn du eine Postkarte von Auf der Beck aus Rom gekriegt hast.
00:46:00: Er war in Reifenstein schwer krank und unterschrieben vom Joachim Eisner und Leuten, die da noch im Prise-Seminar Oberer waren.
00:46:18: Wir danken Ihnen für die Arbeit, die sie leisten an der Jugend in der DDR.
00:46:26: Ich überlegte das mal so großartig habe ich heute noch.
00:46:31: Ja, vergesse sich nicht und dann wirst du so...
00:46:34: So abserviert?
00:46:35: Aber wirklich abservierbar war das!
00:46:38: Aber du bist heute noch exkommuniziert?
00:46:41: Ja.
00:46:42: Bin aber durch Gottes Gnade und Gnades der Pfarrer öfters zum zur Kommunion zugelassen worden ist, also die Kommunion von den Kindern oder so.
00:46:57: Also dann wird schon auch Unterschiede gemacht und der eine sagt kann es ruhig zur Kommunionen gehen weil sehr blöd ja.
00:47:09: Ja der liebe Gott den Adress jetzt wahrscheinlich am allernächsten?
00:47:12: Ja das war schon toll!
00:47:14: Und noch so eine Geschichte im Altenheim bin ich.
00:47:20: Dann wird heute noch, ich habe ja, sagen wir ab im Jahr zwei Tausend Neun bin ich weggegangen vor meiner Regerende wegen.
00:47:32: Ich hatte schwer Darmkrebs und bin dann raus gegangen konnte das nicht mehr weitermachen.
00:47:40: Und da wird heute noch gesagt von Mitarbeitern, die damals mit mir auf Station waren.
00:47:47: Mensch das war noch Zeiten wo du da warst.
00:47:51: Da habe ich rumtrumpetet auf den Gängen und gesungen usw.
00:47:57: Also heute... Das ist manchmal katastrophal weil was du da erlebst ja?
00:48:04: Und da war eine alte Dame Die habe ich also schön gepflegt, gewaschen und gesalpt usw.
00:48:13: Und dann hab' ich so wunderbar zierlich... Dann hab' Ich der ins Ohr, die war fast schon die letzte Stufe, ja?
00:48:26: Dann hab´s gesagt... Der Herr sei mit euch frühe Latein!
00:48:35: Und da kamen tatsächlich, weil die Kollegen haben alle gestaunt.
00:48:40: Da kamen... Ah, Schubert sie hin?
00:48:50: Auffahrer werden können!
00:48:53: Hat die gesagt und war schon fast gestorben.
00:48:57: Aber das war so eine Erinnerung alter Zeiten.
00:49:02: Dorminus, wo wir's kommen.
00:49:04: Das
00:49:04: war tief drin.
00:49:05: ja
00:49:06: Das ist tief drin gewesen, auch bei den alten Leuten.
00:49:10: Also wenn das Vater unseren gebetet hat, da haben die mitgebetet ja und vorher haben sie keinen Ton gesagt.
00:49:19: also da habe ich viele Sachen erlebt.
00:49:21: Du hast ja gesagt dann ging's nach Hobb?
00:49:24: Wie ging es allgemein weiter?
00:49:25: du bist aus dem Orden raus, dann habt ihr geheiratet?
00:49:30: Ja in Leipzig haben wir noch Leibt sich schöne Felden im Rathaus, geheiratet.
00:49:37: Konnten ja auch ... dürfen nicht Kirchisch einwarten.
00:49:41: Aber so was macht mir überhaupt nichts aus!
00:49:44: Ich brauch diese Form nicht.
00:49:46: Der Herrgott der sieht uns wie wir leben und wie wir unsere drei Jungs erzogen haben.
00:49:55: Und das war nachher Baugenkabinett da.
00:50:00: Da bin ich auf dem Arsch gefallen sozusagen.
00:50:03: Ich bin in Halle mit achtzig Kindern Straßenbahn gefahren und das ging gut, die haben gehorcht usw.
00:50:13: Und der Profet im eigenen Land ist nichts wert und da bin ich eingebrochen.
00:50:20: Ja
00:50:21: aber Tommy du weißt aber eigene Kinder kommen nicht auf andere Leute.
00:50:28: Nein, das war schwierig!
00:50:31: Das ist ein Baukabinett gewesen in der Schule und auch zu Hause.
00:50:37: aber ich bin stolz auf die Jungs.
00:50:40: Der eine ist Doktor der Physik, der andere Doktor von Molekularbiologie Manager von Alvaro Soleir, also der spanische Sänger.
00:50:56: Also mehr kannst du nicht spielten?
00:50:59: Bei besten Müll nicht!
00:51:00: Das war die Mühlwert
00:51:03: und das weggehen auch ungefähr.
00:51:06: Ja
00:51:07: aber vermisst Du das Eichsfeld noch
00:51:10: immer?
00:51:11: Also total ich bin ja so verrückt.
00:51:18: Ich kann nicht sagen, dass es die Schwaben, also die Württemberger und nicht so ... Das ist das Stuhlgeort.
00:51:25: Das klingt ja auch sechzig fast.
00:51:28: Ja, Stuhlsgeort!
00:51:31: Also das liegt mir aber nicht so.
00:51:33: Aber ich bin trotzdem mit den Leuten... zu Recht gekommen.
00:51:38: und wenn die gesagt haben geben sie mir mal mein Teppich, ich sah wieso.
00:51:44: hier ist da kein Teppisch.
00:51:45: im Altenheim hat hier keinen Teppis zu liegen wegen der Wutschtgefahr.
00:51:50: Teppig ist die Wolldecke.
00:51:53: oder gehen Sie mal auf die Bühne der Boden auf die Bühne oder wenn du mit dem Essenswagen durch die Gänge gezogen bist.
00:52:03: Ich hätte gerne Geselbsbrot, ich sage Salz auf Marmelade.
00:52:09: das kann doch nicht sein.
00:52:10: Gesels ist das eingemachte Marmelad und Kompassur und so.
00:52:15: Also so ging das an.
00:52:18: Bis du dann wusste was sie meinten.
00:52:21: also es war schon ein bisschen kompliziert aber Wir sind trotzdem ganz gut ausgekommen miteinander.
00:52:31: Du hast mir am Telefon gesagt, dass du gerne Antennen-Türingen oder
00:52:36: Landeswellen?
00:52:37: Landeswelle
00:52:38: ist mein Radio in der Küche!
00:52:40: Ich korre jeden Mittag.
00:52:43: meine Frau ist begeistert übrigens.
00:52:46: Hat sie jetzt mal gesagt komm gesund wieder.
00:52:50: ja ich brauche dich.
00:52:53: Und da hab ich gesagt, ja du brauchst meine Rente.
00:52:58: Aber nee, das hatte ... Nicht nur die Rente sondern dein Kochenbrau ist!
00:53:05: Ja und was auch Spaß, gell?
00:53:09: Viel Rente hast Du nicht wenn Du ab.
00:53:11: neunzig Altenpfleger hat damals nicht viel verdient.
00:53:16: Das ist wo jetzt ein bisschen aufgestockt wurden... Also medizinisch-technischer Assistentin und bekommt auch, trotz drei Kindern nicht viel Rente.
00:53:32: Da ist es auch etwas schief gegangen da im Westen.
00:53:37: Tommy wenn du zurückblickst war die Zeit im Orden oder im Nachblick eher ein Umweg?
00:53:44: Oder empfindest Du das als Fundament für deinen
00:53:48: Fundament wirklich?
00:53:50: also ich hänge Ich bin Franziskana.
00:53:56: Wirklich wahr, das kriegt keiner mehr aus mir rausgeprügelt.
00:54:00: Also du hast quasi nur äußerlich die Kutte abgelegt?
00:54:04: Ja.
00:54:04: Innerlich ...
00:54:05: Ich würde sie gerne wieder anziehen und wir verheiratet bleiben!
00:54:13: Nee aber auch des Priester sein.
00:54:17: Da hab ich... Bei den letzten päpsten Gelder habe ich immer gedacht, du vielleicht kommt der neue Papst und sagt alle die gegangen sind aber die Kirche lieben und schätzen und mitarbeiten wollen für das Evangelium.
00:54:38: Die können zurück und werden Diakone oder Gemeinde... Da war ich auch so enttäuscht, dass keiner mal sagt, komm zurück und hilf uns.
00:54:54: Aber
00:54:54: da gibt's wahrscheinlich einen Vatikanen gegenüber den Pepsten.
00:54:58: noch Leute wie du es vorhin gesagt hast?
00:55:03: Ja!
00:55:03: Solche verbissenen Kerle kann man sagen also Richard Haudegne.
00:55:11: Ich kann mich erinnern als Papst Franziskus Das erste Mal auf den Balkon trat und da verband spontan meine Frau mit dem Namen des Papstes eine gewisse Hoffnung.
00:55:24: Ging nicht das genauso?
00:55:25: Ja, es waren Hoffnungen da dass es weitergeht Nicht nur die schuhe ausgeladeten Schuhe, die er tragt oder einen alten Wagen fährt.
00:55:38: Da dachte ich Es geht ein bisschen weiter.
00:55:40: Aber es war oder nicht so?
00:55:43: Was würdest du denn dem jungen Mann sagen, der damals in den Orden eingetreten ist?
00:55:49: Also dir selber.
00:55:51: Mach's wieder!
00:55:52: Ich hab in Ferner zum Beispiel gesagt ganz offiziell Leute wenn ihr jemanden habt schickt die zum Hilfensberg und lasse Francis Kraner werden.
00:56:08: ja also ich... Ich habe nicht gesagt, ob ich das will oder so weiter.
00:56:12: Natürlich hat die Zeitung damals gab es ja Artikel im Tag des Herrn über mich, über den ... Ja, über die Wiederkunft sozusagen und da stand eine Überschrift vom Vater zum Vater Es ist ja ein Vater heißt ja Vater Und das wurde bisschen auch übel genommen.
00:56:39: Aber ich wollte eigentlich mit dieser Veranstaltung nicht mich selber feiern, sondern irgendwie einen Impuls setzen.
00:56:49: Ja jetzt geht los!
00:56:52: Also für alle die damals in Fernern nicht dabei waren... Ich war dabei meine Frau war auch mit.
00:56:56: dabei muss man sagen das ist ja nicht so eine ganz große Kirche aber auch keine ganz kleine Kirche.
00:57:02: Sie hat nicht ausgereicht für die vielen Leute, die da waren.
00:57:07: Es mussten draußen Lautsprecher aufgestellt werden weil draußen jede Menge Menschen da waren, die dich genau hören wollen.
00:57:16: Der Pfarrer der da war, der hat mir leid.
00:57:20: Er hat geweint, weil er so eine Kirche noch nie gesehen hat.
00:57:25: So eine volle.
00:57:26: Selbst bei der Prämitz oder was davor war die nicht so.
00:57:33: Also da habe ich auch gestanden.
00:57:39: Ich muss sagen, ich hab das Leben als Franziskane geliebt und deshalb ist es mir so schwer gefallen, da wegzugehen.
00:57:50: aber auf der anderen Seite war die Liebe zu meiner Frau stärker.
00:57:56: Tommy, machst du heute auch noch Musik?
00:58:00: Meine Jungs, die sagen immer gerade der Manager da in Berlin.
00:58:05: Weil er auch so singt und so ... machte mal was ich sage ja wenn ich später achtzig bin dann fange ich wieder an.
00:58:16: aber es will hier nicht so ganz mehr klappen mit den Griffen usw.
00:58:23: Da ist hier die Hand die spielt da nicht so.
00:58:31: Ich habe zur Silberhochzeit, der Bruder meiner Frau ist dort oben Dombaumeister und Inksanten in dem schönen Dom.
00:58:46: Und da waren wir da und da hab ich das letzte Mal gesungen.
00:58:51: Da war ich so erregt dass die Hand geflattert, an der Gitarre geflattered hat.
00:58:59: Keiner hat es gemerkt und die Stimme war gut da.
00:59:05: Ich habe immer gedacht ich fange mal wieder an.
00:59:08: Ich hatte fünfundneunzig, da war die Schule zu Ende Alpenpflegeschule Und da hab' ich so ein Konzert gegeben in der Kürze Alle Rollstühle
00:59:21: wurden
00:59:22: reingetunut und so.
00:59:24: Da war ich noch voll da, aber wenn du nicht mehr singst dann sind die Stimmbänder nicht mehr trainiert fällt schon ein bisschen schwer.
00:59:38: Ich habe immer gedacht, Mensch ich fange mal wieder... vielleicht fang' ich an!
00:59:42: Vielleicht seid ihr da Impuls?
00:59:44: Ja hier steht eine Gitarre wenn wir die Aufnahme im Kasten haben.
00:59:49: Wir machen einfach ganz so eine kleine Sangesrunde und du guckst mal ob er uns begleiten kann.
00:59:59: Ja gibt es vielleicht einen Lied wo du sagst das hab ich damals geschrieben was deine Geschichte Dein Lebensgeschichte besonders beschreibt.
01:00:08: Oder vielleicht allgemein irgendein Lied wo du sagst,
01:00:11: das
01:00:11: trifft so auf mich zu?
01:00:13: Es gibt viele Lieder-Songs die ich gemacht habe.
01:00:20: Man müsste eins mal ein spielen vielleicht.
01:00:24: Ich hab sowas auf dem Handy drauf, vielleicht gedingt das aber...
01:00:28: War so spontan
01:00:30: für dir.
01:00:30: Wie hat der Song gesagt auf alle Fälle oder diese Dieses Kyrie, das war das Lieblingslieb von Bischof Aufdebeck.
01:00:42: Das trägt mich!
01:00:45: Ist Gott tot?
01:00:46: Nein, er ist nicht tot.
01:00:48: Er lebt.
01:00:49: Das ist eigentlich das was ich ausdrücken wollte auch mit meiner Art zu predigen.
01:00:55: Ich bin ja runtergegangen zwischen den Leuten und hab sie gesagt, ich bin nicht besser als ihr.
01:01:03: Glaubt nicht dass die Kutte irgendwas aussagt über die Heiligkeit der Person sondern ich bin wie ihr.
01:01:13: Das hat denen natürlich gefallen.
01:01:15: Also den Leuten, dass einer da runtergeht von der Kanzel praktisch... Übrigens meine Eltern habe ich dann auch die Sinn nach Bayern in ihrer Heimat und dann hab' ich sie zu mir nach Horb geholt nicht ins Haus aber eine extra Wohnung und war aber immer parat.
01:01:39: Meine Mutter die damals natürlich neun-achtzig sehr enttäuscht waren.
01:01:46: Das waren die, wo ich sagte, denen habe ich bestimmt weh getan mit dem Schritt.
01:01:55: und meine Mutter hat aber dann neunzig als sie mich als Altenpfleger erlebt hat gesagt du jetzt bist du mehr Franziskana als vorher Erst auf der Kanzel und jetzt bist du am Bett.
01:02:13: Genau was Franziskos eigentlich getan hat, den armen und kranken und aussätzigen Geholfen
01:02:21: ja.".
01:02:22: Ich darf mal vielleicht aus einem Danner Lieder zitieren hier und damit zum Ausdruck bringen es ist ja nicht irgendein Lied das Du damals gemacht hast was halt damals war sondern was heute noch hochaktuelles.
01:02:37: Augenblicke Heißt das Lied?
01:02:39: Ja.
01:02:40: Augenblicke entscheiden dein Leben, Augenbliccke bestimmen deinen Tun, Augenblicke fordern deinen Regen, reden.
01:02:49: doch wie oft bleiben wir stumm.
01:02:52: Schöner Text!
01:02:53: Das so geht's nicht.
01:02:55: Wie kommt man auf Sozahlen?
01:02:58: Ganz spontan eigentlich.
01:03:00: Ich hab' wie im Traum eigentlich.
01:03:05: Hinterher habe ich auch gesagt... Ja, der Sonnengesang wurde ja wie oft umgedichtet und nachgedichtet usw.
01:03:16: Und trotzdem was ich da singe... Wie ist das entspannt?
01:03:21: Also du wunderst dich selber auch?
01:03:24: Ich wundere mich über mich selber weil ich das nicht studiert habe oder...
01:03:30: Also mir geht's!
01:03:32: Ich hab' auch einige Lieder geschrieben Während des Schreibens, naja okay du hast jetzt mal was.
01:03:39: Jetzt steht etwas auf dem Papier und zwei Tage später saßte Hut ab zum Gebet.
01:03:45: wie bin ich denn da nur draufgekommen?
01:03:47: Das ist eben die Inspiration das ist diese Begeisterung die plötzlich da ist.
01:03:55: ja...das ist Fingsten eigentlich!
01:04:00: Und wie oft bleiben wir stumm?
01:04:02: Die Frage müssen wir uns heute Ganz aktuell immer wieder stellen.
01:04:06: Sollten wir nicht viel lauter werden?
01:04:07: Ja, ich habe Ostern geschrieben so einigen Leuten Wir sollten doch alle aufstehen und einfach mal sagen was los ist.
01:04:23: ja Alle regen sich auf aber keiner geht mal auf die Straße.
01:04:32: Jetzt habe ich nochmal so eine Frage zu deinem Lebensabschnitt, der dann kam.
01:04:40: Also was bedeutet dein Ehe für jemanden, der jahrelang im Zellibat geliebt hat?
01:04:47: Was bedeutet das?
01:04:50: Du bist natürlich erst verliebt.
01:04:53: Du bist rasend!
01:04:55: Ja du bist jungfreulich in deiner Liebe und beklückt Aber es ist ein Stück harte Arbeit.
01:05:05: Eine Partnerschaft zu leben, ist schon was ganz anderes als nur Weekend in die meistens klappen, weil sie sich nur Samstag und Sonntag sind und dann wieder gehen.
01:05:22: Es ist schon ein hartes Stück Arbeit den anderen... zum Beispiel mich zu ertragen mit meinen Launen oder mit meinen Gedanken und Getuhe.
01:05:42: Aber es ist eigentlich ja wunderbar!
01:05:47: Es ist wunderbar, das ist ein Wunder.
01:05:50: Und deshalb gibt es leider keine Wunder mehr so richtig.
01:05:56: Also viele Ehen gehen kaputt sagen ade, tschüss.
01:06:02: Aber wir haben es vor, durchzuhalten!
01:06:07: Was würdest du einem Menschen sagen der vor der gleichen Situation steht?
01:06:12: Vor so'n Scheideweg?
01:06:16: Bei dir war's ja dann als du gesagt hast jetzt ist es halt so dass du mehr Unterstützung bekamst als du erhofft hast und eigentlich der Gegenwind ausblieb der erste Gegendin, den du befürchtet hast?
01:06:33: Ich würde sagen zunächst erst mal würde ich ihn stärken in seiner Berufung.
01:06:44: Nicht so am Allaschen, ganz okay das ist.
01:06:48: Nein es würde ihn stärkern und wünschen bleib im Boot.
01:06:55: Die brauchen dich.
01:06:57: Und aber... Auf der anderen Seite bleibt ehrlich.
01:07:03: Das heißt, wenn es nicht mehr geht dann entscheidet dich anders.
01:07:09: aber nicht so eine Geschichte wo man was man immer wieder hört auch von Priester und so weiter als uns alle erschüttert hat.
01:07:22: eigentlich also erst bestärken in seiner Berufung und in seinem Lebensweg.
01:07:32: Und sagen, es gibt überall Zeiten wo's nicht so ganz gut geht.
01:07:42: aber nur ehrlich sein.
01:07:45: Tommy du hast mitbekommen dass wir ein paar Traditionen pflegen.
01:07:49: die erste Tradition haben wir flüssig zu uns genommen das ist der berühmte liqueur.
01:07:55: Und wir haben noch eine Tradition, dass unser Gast wenn er den Weg in unsere Keminate findet, eine Schallplatte bekommt.
01:08:06: Ja
01:08:07: und wir haben auch eine Schallsplatte für dich gefunden und das natürlich immer so ein bisschen mit Augenswinkern zu verbinden.
01:08:16: Ich hatte es ja vorhin gesagt ich habe mit vielen Leuten darüber gesprochen.
01:08:20: Thomas Schubert kommt dir her, parterthomas ne?
01:08:23: Mir hast du sein Lied folgen.
01:08:30: Das
01:08:30: klingt wie Frank Schöbel.
01:08:31: Ja?
01:08:33: Wir haben auch Frauen gesagt, der sah aus wie Frank-Schöbel früher.
01:08:36: So ein bisschen!
01:08:39: Deshalb haben wir natürlich eine Platte.
01:08:42: Ich dachte, wir hätten nur mit Frank-Schöbel, aber es sind hier verschiedene drauf.
01:08:46: Aber Frank-schöbel und Christdirk ist auch drauf.
01:08:50: Übrigens hat mein Bruder mit den beiden Film gedreht... Heiser Sommer, in dieser Zeit Hans-Michel Schmidt.
01:09:00: Wahnsinn!
01:09:01: Ja mit den beiden der Kultfilm heiser Sommer mit Frank Schöbel und Hans Michael Schmidt mein Bruder ja.
01:09:10: Und das Lied was hier drauf ist, was Frank Schölbel komponiert hat auch von Christoph gesungen wurde heißt keinen Tag gebe ich her Und das wollen wir dir gerne schenken, diese Platte.
01:09:21: Das
01:09:21: ist ja schön!
01:09:22: Es sind auch andere Sachen, andere Leute drauf, Interpreten wie Georgie Korn ganz toller...
01:09:29: Ja doch, ja.
01:09:31: Ich stelle die mal hierher und wir haben natürlich noch was für dich Heiko?
01:09:35: Du hattest es jetzt schon erwähnt der Begriff viel schon und du magst ja das Eichsfeld nach wie vor und ich hoffe auch, dass man die Würste Kammer zu bieten hat, deswegen haben wir auch eine Stärke für dich mit dabei.
01:09:52: Ich dachte es wäre so ein Ziel von morgen was dann rauskommt.
01:09:57: Nein!
01:09:58: Wir haben's getarnt damit sie nicht gleich...
01:10:00: Vielen Dank da freue ich mich sehr.
01:10:04: Das ist ja toll
01:10:05: und wir haben noch ne Tradition zum Abschluss.
01:10:07: Wir haben so einen kleinen Fragenkatalog.
01:10:11: Ja
01:10:12: einer dieser berühmt berüchtigten Fragen die bei allen Stellen Was ist momentan dein Lieblingsbuch?
01:10:20: Herr von, zur Zeit von meinem guten Mitbruder muss ich sagen Dr.
01:10:27: Theo Lehmann.
01:10:29: Das ist ein evangelischer Evangelist.
01:10:33: Er hat übrigens auch geschrieben Blues and Trouble In den sechziger Jahren ganz toller Mann.
01:10:40: Er hat, das habe ich gar nicht erwähnt.
01:10:44: Ich wurde ja ökomenisch eingeladen.
01:10:46: Nicht nur im katholischen Eingsfeld sondern in evangelischen Kirchen, in Medudisten, Adventisten.
01:10:57: die haben mich mit Kutter eingelaten und zu singen.
01:11:00: Und der Theo Lehmann war Pfarrer in Kamangstadt Chemnitz.
01:11:09: Und diese Gottesdienste, die er gemacht hat mit so einer Band wurden zweimal gemacht am gleichen Tag und jedes Mal über dreitausend Jugendlichen.
01:11:23: Muss man sich mal vorstellen?
01:11:24: Dreitausende!
01:11:26: Die Stasi wimmelte innen und außen und da hat er mich aufgegabelt als singender Franziskarner und mich eingeladen auch zu singen und das paar mal Jahre hindurch.
01:11:43: Und der hat so Predigbüßungen geschrieben, da bin ich jetzt zur Zeit dran aber ganz teuer man.
01:11:52: Was bist du für ein Typ?
01:11:55: Ehrtyp Körper oder
01:11:57: Typ Arschbombe?
01:12:03: Mit Kopf... Ich sag mal die Arsch-Bombe!
01:12:10: Da hätte ich jetzt auch spontan zu tendiert.
01:12:14: Ja, Lieblingskomponist hast du den auch noch?
01:12:18: Natürlich Johann Sebastian Bach!
01:12:20: Das ist meine Musik.
01:12:24: Die habe ich auch immer trompetet also mit dem Mund nachgemacht und das... dass es so die Basis von allem vom Blues, von allem ja Die Beatles und so weiter, das sind Bach-und-Bitels würde ich sagen.
01:12:43: Was würdest du aus heutiger Sicht zurückblickend auf dein Leben anders machen?
01:12:49: Ich werde es so machen genauso.
01:12:53: also ich wüsste nicht wie es anders geht.
01:12:59: Ich bin kein anderer sondern ich bin ich und ich wird's wiedermachen.
01:13:05: Ich würde es wieder genauso tun, hat Udo Lindenberg übrigens geschrieben.
01:13:09: Ja
01:13:10: jetzt brauchen wir von dir noch eine Lebensweisheit oder einen schönen Witz?
01:13:18: Oh yeah!
01:13:19: Oder
01:13:20: ein Gedicht vielleicht?
01:13:24: Eine Lebensweiszeit ja... Das ist schwer.
01:13:29: Hatte er das nur nicht sich selber gefragt?
01:13:34: So ein Weiser bin ich nicht.
01:13:35: Ich bin mehr so ein spontaner Praktiker und ich denke, das ist meine Weisheit, dass ich lieber Tour als Philosophiere.
01:13:53: Also ich gehe lieber auf die Straße, als nur im Wolken Kurkungsheim leben.
01:14:00: Das
01:14:01: ist aber auch ein schöner Schlusssatz!
01:14:05: Lieber Tommy, es war uns ein inneres Ankommen heute hier mit dir und also für mich ist das ein weiteres Highlight in unserer Podcast-Karriere.
01:14:18: Ich wusste nicht auf was ich mich mit dir einlasse aber allein schon von der Begrüßung an und das Vorgespräch Und ich gehe davon aus dass geht unseren Hörern genauso Das war ein... Ja, das waren Tolle Geschichten, Anekdoten und ein toller Einblick auf dein Leben.
01:14:37: Und auf dich als
01:14:39: Mensch.".
01:14:40: Ja wir danken dir ganz recht herzlich!
01:14:43: Du hast uns gesagt du hättest ein bisschen Bammel vor dem Gespräch gehabt?
01:14:48: Das brauchtest du nicht.
01:14:49: das muss man einfach so konstatieren.
01:14:51: es war uns wirklich eine große Freude dich hier begrüßen zu können und behaltet das Eichsfeld genauso in der Saisonung wie du es uns erzählt hast.
01:15:04: Und ich denke mir, dann können wir auch mit unserem Abspalten hier loslegen!
01:15:09: Jetzt würde ich mal sagen... Es gehen ganz
01:15:10: liebe Grüße
01:15:11: raus an den Initialzündungen für den heutigen Podcast an Günter Christophase, der uns da unterstürzt hat.
01:15:24: Was machte das?
01:15:28: Halt, da war doch noch was!
01:15:30: Wie versprochen kommen jetzt zwei Titel von Tommy.
01:15:42: In Augenblicken stellst du deine Frage, doch für die Antwort bleibt keine Zeit.
01:16:16: Nur ein einziger Augenblick ist eine Ewigkeit!
01:16:24: Doch bis sind's du nicht?
01:16:26: Ist der vergangen?
01:16:29: So viele Augenblicke hat die Zeit Und doch ist jeder nun ein kleines Stück der unendlich bald.
01:16:41: Augenblicke lassen er ahnen,
01:16:46: wie wichtig du für mich
01:16:48: heute bist!
01:16:51: Augenblickel können auch bahnen den Weg, der für dich der richtige ist.
01:17:00: Augenblickel müssen vergehen, doch du denkst an sie immer fort.
01:17:07: Sie geben dir die Kraft zum Leben Ob du hier bist oder schon.
01:17:16: doch Nur ein einziger Augenblick ist eine Hebigkeit.
01:17:27: Doch bis singst du dich, is der Vergabend.
01:17:32: So viele Augenblicke hat die Zeit Und doch
01:17:38: ist jeder nur mein kleines Stück der Unend.
01:17:46: Augenblicke, die endlos
01:17:48: und leer sind.
01:17:49: Augenblickefrauß den Sucht gemacht!
01:17:53: Augenblice verwehren wie der Wind Und im Dunkeln liegst du noch wach!
01:18:03: Augenblicken in denen du blind bist.
01:18:06: Augenblicken
01:18:07: in denen Du schreist Nach
01:18:10: der Liebe, die Du nicht findest Nach der Freiheit, von der nur nichts wahr ist.
01:18:22: Nur ein Einziger auf ist eine Hebigkeit.
01:18:29: Doch bis sind's du dich isst er vergangen.
01:18:35: So viele Augenblicke hat die Zeit Und doch ist jeder nur mein kleines Stück Der Unendlichkeit.
01:18:48: Augenblicke voll Hoffnung und Frieden, Augenblicge voll zärtlich sein.
01:18:56: Augenblice voll Glück und Liebe!
01:19:00: Das Gefühl du bist nicht allein Wenn sich
01:19:06: Himmel-und Erde berühren Und Du schwebst weil die Freude lebt.
01:19:13: Lass von Augenblicken
01:19:15: dich führen Und du spürst, es ist nie zu spät.
01:19:24: Nur ein einziger Augenblick ist deine Ehrigkeit.
01:19:32: Doch bis linst du dich ist
01:19:34: der Vergangen.
01:19:37: So viele Augenblicke hat die Zeit und doch ist jeder nur ein kleines Stück unendlich.
01:19:57: versetzt zu manchen Bergen, die lässt uns manchmal stundenüberstehen.
01:20:09: Die behält und lässt uns durch so manches
01:20:19: Feuer
01:20:25: gehen wie uns helfen um das alte Sinn.
01:20:49: Die gibt den Menschen ein Juni, die befreundet und will um sie uns hoffen nur lang die Welt.
Ecuador
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