Folge 31 - Landesgartenschau
Shownotes
Erstmals nicht aus der Kemenate, sondern live und unter freiem Himmel: Die Grimms Brüder haben diese Folge mitten auf der Landesgartenschau 2026 in Leinefelde-Worbis aufgezeichnet, vor echtem Publikum und mit regionalem Eierlikör aus dem Eichsfeld-Pavillon.
Zu Gast ist Daniela Preiß, Assistenz der Geschäftsführung. Sie erzählt, was hinter dem Motto „Aussöhnung zwischen Stadt und Landschaft" steckt und welche Herausforderungen zu stemmen waren: der Rückbau von 856 Garagen, der Grunderwerb, ein halbes Jahr Zeitverlust durch archäologische Funde und gleich zwei Hochwasser während der laufenden Schau. Dazu über eine Million Blumenzwiebeln, 146 Obstbäume und die schöne Entscheidung, die Pflanzen am Ende nicht unterzupflügen, sondern weiterzugeben.
Im zweiten Teil ist der Künstler Christoph Haupt zu Gast, in der Region bekannt für die Regentrude in Heiligenstadt. Er spricht über seinen Weg zur Kunst, über den Unterschied zwischen Skulptur und Plastik, über den Bronzeguss und über sein Projekt „Transorte", für das er mit einer alten DDR-Straßenlaterne an die Orte seiner Kindheit reist. Auf der Landesgartenschau zeigt er im Blumenblock seine Ausstellung „Provinz".
Transkript anzeigen
00:00:00: Folger, die meisten Sendungen nehmen wir in der Kaminate auf.
00:00:03: Aber heute nicht!
00:00:04: Heute stehen wir mitten im Eichsfeld auf der Landeskartenschau-Zwanzi-Sächsenzwanzig in Leinefeldevor bis unter freiem Himmel besten Wetter mit echten Publikum und ehrlich gesagt mit leichtem Gribbeln und Lampenfieber.
00:00:20: Ja genau so geht es mir auch Heiko.
00:00:21: Hundertseinundseitig Tage Landeskartenschau über Tausend Siebenhundert Veranstaltungen Dreihundertfünfundzwanzigtausend erwartete Besucher und das alles unter dem Motto Aussöhnung zwischen Stadt- und Landschaft.
00:00:38: Was das konkret bedeutet, wie man so ein Großereignis stemmt – und was Kunst damit zu tun hat?
00:00:45: Das wollen wir heute.
00:00:46: zwei Menschen mit zwei Menschen herausfinden lassen!
00:00:49: Die mitten drinstecken in diesem ganzen Prozess.
00:00:52: Herzlich willkommen zur Livefolge von Grims Brüder.
00:00:56: Ja, Volker.
00:00:56: Ich würde sagen wir fangen mit einer Dame an die ja kaum jemand kann so viel über die Landesgartenschau berichten wie Daniela.
00:01:05: Herzlich Willkommen!
00:01:06: Daniela Preis.
00:01:08: Ich sage auch herzlichen Dank für die Einladung.
00:01:11: Wir freuen uns dass wir auch hier aufnehmen dürfen und das das auch im Vorfeld super geklappt hat.
00:01:16: Wir haben uns kurz verständigt waren sofort per du und es hat unkomplizierte... Kann es eigentlich nicht funktionieren?
00:01:22: Ja, wir brauchten gar nicht die Frage stellen sie oder du.
00:01:24: Das hat einfach so ein Plopp.
00:01:25: fertig war die Sache!
00:01:29: Jetzt stell' Du Dich einfach mal kurz vor und was hast Du mit der Landesgartenschau zu
00:01:34: tun?!
00:01:35: Ja, also wie gesagt mein Name ist Daniela Preis und ich bin seit Jahrzehnteinundzwanzig im Team der Landesgartenschau.
00:01:41: Also nicht so ziemlich vom Beginn an eigentlich.
00:01:44: wir haben die meisten Projekte hier miteinander gestemmt.
00:01:47: erst mal war es das Kernteam aus den städtischen Mitarbeitern dann kamen noch andere Mitarbeiter hinzu und so gestellten und ja führen wir die Landesgartenschau jetzt durch.
00:01:58: Welches ist jetzt genau deine Aufgabe?
00:02:01: Hier auf der Landesskottenschau.
00:02:02: Oder dein Aufgabenbereich?
00:02:04: Mein Aufgaben-Bereich ist zum einen die Assistenz der Geschäftsführung, also ich koordiniere sozusagen unsere Chefs!
00:02:12: Ich koordinäre die Termine unseres Teams und natürlich... Organisiere ich auch zahlreiche Veranstaltungen, die so ringsum diese ganze Landesgartenschau noch zu tätigen sind.
00:02:22: Sprich die Öffnungsveranstaltung das Bergfest an der Abschlussveranstaltung den Abschluss Gottesdienst gemeinsam natürlich mit der Kirche und natürlich auch zahlerliche andere Veranstaltung wie Besuche von Firmen von Institutionen, die hier auf dem Landesgartenschaugelände jetzt noch zahlreich stattfinden.
00:02:39: also wir haben jetzt noch circa fünfzig bis siebzig sage ich mal Aufträge zu erfüllen, wenn uns Institutionen und Firmen besuchen wollen hier auf dem Gelände.
00:02:48: Daniela du bist die Assistenz der Geschäftsleitung.
00:02:51: das ist ein wahnsinnig wichtiger Job denn eine gute Assistenze erhöht die Produktivität eines Geschäftsführers um das Vierfache.
00:03:00: Hey, du hast ja jetzt aber schön gesagt!
00:03:02: Ja, ist ja Wahnsinn!
00:03:03: Du hast ja glaube auch in der Firma ein guter Assistenz, die wirklich... Die schafft sogar das Sechsfache!
00:03:09: Das erzählen Sie bitte mal meinen Geschäftsführer?
00:03:14: Ja, Daniela was ist denn das Besondere an der Landesgartenschau hier in Deine
00:03:21: Feldevoros?!
00:03:22: Also das ganz Besondere, was ich so sehe ist wirklich die Herausforderung, die wir zu stemmen hatten.
00:03:29: Dass wir halt nicht auf ein breites bestehendes Gelände zurückgreifen konnten.
00:03:33: also Wir hatten hier wirklich Aage-Herausforderungen denn Auf der Fläche wo wir jetzt hier gerade stehen im Bereich der Künftigen Gartenstand standen früher und der Bereich des Auggartens, der hinter uns liegt.
00:03:49: Der war praktisch gar nicht begehbar weil er zum Teil auch noch im Privatbesitz bedeutet.
00:03:53: also zum einen wir mussten erstmal Grunderwerb tätigen Wir mussten hier die eighthundertsechsemfünfzig Garagen zurück bauen was eine Argeherausforderung war Und wir musten natürlich im Anschluss daran Natürlich auch Die ganze Medienerschließungen tätigen Was bei anderen Landesgartenschauen bereits schon der Fall gewesen ist.
00:04:10: Daniela zu einer Landesgartenschau beginnt ja nicht erst mit der Eröffnung, ganz logisch.
00:04:15: Man kann ja nicht sagen man machts Tor auf und alle freuen sich es wachsen schöne Blümchen.
00:04:20: Wann ging's denn genau mit den ersten Planungen für diese Landesgartenschau los?
00:04:25: Eigentlich schon im Zuge der sage ich mal Bewerbung.
00:04:28: dann wurden ja sozusagen die Pläne erstellt Es wurden Ausstellungskonzepte entwickelt Und natürlich ging es dann weiter.
00:04:36: wie führt man dieses Projekt durch?
00:04:38: nach sag' ich mal dem Sieg?
00:04:40: Wir haben hier gegen vier Städte, sind wir ja angetreten.
00:04:42: Wir haben den Sieg davon getragen und waren dann eben Ausrichter der Landesgartenschau unter der Federführung damals noch von Gerd Reinhardt.
00:04:49: Marco Großer hat das dann fortgeführt und letztendlich Christian Zwingmann sozusagen mit uns zum Erfolg geführt.
00:04:55: und wie gesagt also eigentlich seit zwei tausendsechzehn und zweitausendachzehn haben wir dann so zu sagen gewonnen und seitdem ging es schön los.
00:05:04: Planung
00:05:04: etc.,
00:05:05: alles was dazu gehört.
00:05:07: Also je nebenbei, ich bin etwas abgelenkt.
00:05:13: Wir sind eingeladen worden von der Stadt Hypertheilingsstadt heute hier den Podcast vorzuführen oder aufzuzeichnen.
00:05:22: und jetzt weiß natürlich der Rüdiger Eckhardt dass wir eine Tradition verbinden bei unserem Podcast nämlich den Genuss von Likör.
00:05:36: Da gibt's auch nicht nur Wurst, sondern auch regionalen Eierlikör.
00:05:41: Der aber heute etwas schwergängig aus der Flasche zu bekommen ist!
00:05:45: Aber Rüniger du machst das super und es ist schon mal ein Vorteil, da hat so eine Öffnung wie so ne Ketchupflasche also da kommt ordentlich was raus und das ist ihm auch eben tatsächlich gelungen dass da ordentlich etwas abging.
00:05:59: Und ja Daniela Du hast schon einen eingeschränkt bekommen ordentlich abgefüllt.
00:06:05: Danke schön, Rüdiger.
00:06:07: Und natürlich jetzt auf die Landesgratenschule... Ein kleines Snapschen!
00:06:12: Ein Kleines Lieckkirche zum Wohl!
00:06:16: Der geht nicht nur schwer aus der Flasche, er schmeckt sehr lecker.
00:06:21: Sehr sehr leck!
00:06:22: Ja genau.
00:06:22: Also in unserer Jugend war das immer so Mode dass man die gesamten Becher gefüllt in den Mund genommen hat.
00:06:27: Du musst dann das Ganze auseinander drücken.
00:06:30: Das sah manchmal nach einer großen Sauerei her.
00:06:32: Das habe ich aber das letzte Mal zu einer Weihnachtsfeier gesehen auf der wir beide waren.
00:06:37: da hat sich der Geschäftsführer das Ding so im Kopf gestellt und hat es dann weg genossen.
00:06:42: quasi Daniela.
00:06:44: Wie kam man denn auf das Thema Aussöhnung von Stadt und Landschaft?
00:06:50: Ja, ich denke mal, dass sagt ja unser Gelände schon aus.
00:06:52: Wir befinden uns hier auf einer Stelle wo später noch mal Wohnbebauungen stattfinden wird.
00:06:57: Das heißt also diese ganze Themengartenbereich wird zurückgebaut die Wegestrukturen sind schon angelegt, die Medien sind schon vorhanden.
00:07:05: Hier entsteht sozusagen nochmal ein Stück Wohnbebaugung, nochmal ein kleiner Stadtteil, sozusagen die Gartenstadt Und der hintere Bereich ist ja sozusagen nicht zugänglich gewesen, der Augarten und man anschließt sich sozusagen jetzt den Raum in die Natur.
00:07:22: Das ist der Blick im freien Landschaftsraum und deswegen die Aussöhnung zwischen der Stadt- und der Natur oder der Landschaft.
00:07:28: Also es kann sein dass an dieser Stelle wo wir jetzt stehen ein Haus stehen wird?
00:07:32: Definitiv!
00:07:33: Also egal wer hier hinsieht er muss mehr bezahlen weil wir haben hier... Was waren denn eure größten Herausforderungen, so oder die größten Hürden in dieser ganzen Planungsphase?
00:07:47: Da gab es mehrere.
00:07:49: Also Herausforderung ist schon das richtige Wort.
00:07:51: Denn wenn wir das nicht bewältigt hätten, hätten wir die Landesgrautenschau so nicht durchführen können.
00:07:56: oder haben die Herausforderungen natürlich angenommen?
00:07:59: Zum einen war es natürlich der Rückbau.
00:08:00: damit hat es ja begonnen in den Achtund und Sechsten Fünfzig Garagen,
00:08:03: d.h.,
00:08:03: die Besitzer mussten ihre Garagen räumen.
00:08:06: Sie wurden danach abgetragen.
00:08:08: Das hat bei Weitem nicht jeden gefallen.
00:08:11: Ich möchte jetzt die Wurther nicht in den Mund nehmen, weil das war meine Aufgabe was ich da an den Kopf geschmissen bekommen habe für Bezeichnungen.
00:08:18: Also es war mitunter nicht immer ganz fein und auch unser Geschäftsführer Herr Nölte hatte mit Argenwidrigkeiten dazu kämpfen, weil er war zum damaligen Zeitpunkt der Bauamtsleiter der Stadt Leinefeldeworbes und das hat schon einen Riesenschützton hier gegeben.
00:08:32: Wir diese sozusagen dem Erdboden gleich gemacht haben.
00:08:35: aber wir haben ja auch ersetzt geschaffen.
00:08:37: Es ist ja neuer Garagekomplex mit nochmal zweieinhalbundfünfzigneuen Garagen entstanden und das war eine Herausforderung, die zweite Herausforderung natürlich der Grund.
00:08:46: Aber wir haben dann erklären Sie da mal einer Privatperson, dass sie jetzt mal bitte ihr Land ergeben soll für ein Landesgartenschau?
00:08:53: Und dann natürlich die Wiedrigkeiten, sage ich mal mit den ganzen wirtschaftlichen Situationen.
00:08:58: Wir haben hier ja eigentlich schon Investoren geplant, die zur Landesgartenschau Häuser entstehen lassen wollten.
00:09:05: Der Ukrainekrieg, die ganze wirtschaftliche Situation kam dazwischen so dass das halt nicht funktioniert hat.
00:09:11: Das heißt, wir mussten dieses Gelände noch einmal neu anfassen und nochmal neu beplanen.
00:09:15: Es war eine weitere Herausforderung.
00:09:17: Dann haben wir das Thema Archäologie.
00:09:19: Das hat uns dann insgesamt sechs Monate Zeitverlust geköstet und damit die Verschiebung um ein Jahr.
00:09:24: Also das heißt an bestimmten Stellen standen die Bagger dann still, und die Archäologen haben erst mal sich ausgetobt sage ich jetzt mal.
00:09:30: Da gibt
00:09:31: es auch was zu gucken ne?
00:09:32: Da gibt es was zu gucken im Augegarten.
00:09:34: Und das ist nicht unerheblich, sage ich mal, denn die Wüstung Chirode ist mitunter die größte zusammenhängende Wüstungen, die man in Thüringen entdeckt hat und wir haben so ziemlich den zentralen Mittelpunkt hier gefunden auf unserem Gelände.
00:09:45: Das heißt die Kirchenanlagen neben dem Kirchenmauer verschiedene Gubenhäuser und den Mühlenstandort, was uns natürlich im Nachgang darin bestätigt hat dass wir unsere Ohne, die wir wieder in ihr ursprüngliches Bett zurück verlegt haben genau auch an der richtigen Stelle wieder Postiert haben sozusagen.
00:10:00: Okay,
00:10:01: ich denke mal klar wenn es ein bisschen Stress mit Anwohnern und Eigentümern gab oder Mietern dann ist es ja vielleicht, wenn man jetzt hier über das Gelände geht und das wirklich plünende Landschaften haben war hier jetzt wirklich umgesetzt... Was muss man sagen?
00:10:18: Dann ist auch so ein bisschen Aussöhnung vielleicht mit dem einen oder anderen Skeptiker, oder?
00:10:23: Das auf jeden Fall denn wir haben ja Vor der Landesgartenschau schon mehrfach auch Baustellenführungen hier durchgeführt, sodass wir den Anwohnern oder überhaupt den Interessierten immer mal die Möglichkeit gegeben hat sich schon im Vorfeld zu informieren.
00:10:37: Und wir haben dann so ja sage ich mal ab zwei tausend sechsten zwanzig auch enden zweitausend fünfundzwanzig schon festgestellt dass diese Absolute Negativstimmung, die ja teilweise auch vorgeherrscht hat.
00:10:48: Sie schaffen sowieso nicht.
00:10:49: und was dann alles kam und dann so ein bisschen gekippt hat.
00:10:52: So ein bisschen in eine neutrale Stellung halb so, halbso.
00:10:56: Und dann kurz vor Eröffnung der Landesgartenschau war es wirklich dann überwiegend positives Bild.
00:11:01: und spätestens seit der Eröffnungen wo die ersten auch hier drüber gelaufen sind.
00:11:06: War es glaube ich eindeutig denn das Gelände haben wir gestern gehört.
00:11:09: Gestern waren Veranstaltungen von unseren grünen Verbänden Die mitunter gesagt haben, es hat schon Bundesgartenschau-Niveau was die Themengärten und was die Gestaltung hier einbelangt.
00:11:19: Ja, das kompliment!
00:11:19: Und wir mussten vorhin feststellen dass die Landesgartenschauer ja auch Retter von der weißen Flotte geworden ist.
00:11:25: wenn in der Elbe schon kein Wasser mehr ist dann steht das Zelt zwar hier auch im Trocknen aber hier können sie noch wenigstens was verkaufen.
00:11:31: Das stimmt wirklich.
00:11:32: also die haben wirklich da in Dresden sehr zu kämpfen.
00:11:35: Wir haben auch hundertjähriges Bestehen dieses Jahr und ihre wahnsinns geplante Jubiläumsveranstaltungen Ist nicht ins Wasser gefallen, aber es kann halt nicht stattfinden weil kein Wasser da ist.
00:11:47: Also nix elbe in Flammen oder sowas?
00:11:49: Nee leider auch nicht!
00:11:52: Daniela im Wort Landesgartenschau steckt das Wort Garten.
00:11:56: Wer hat denn die Herrschaft über die gärtnerische Planung?
00:12:00: Zum einen waren das natürlich unsere Planer, also ein Planungsbüro, die das hier mit gestaltet haben und zum anderen natürlich unser Gärtnerischer Abteilungen.
00:12:11: Gartenleiter, der Andreas Känzler.
00:12:13: Der Maaske ihm dazu beigetragen hat, dass alles noch an Ort und Stelle kamen und er sich wirklich auch sehr gut auskennt und der hier wirklich alles im Griff hat, würde ich sagen.
00:12:24: Ja als Assistenz der Geschäftsführung müsstest du eigentlich wissen wie viel Pflanzen und wie viele Bäume auf dem Areal gepflanzt wurden?
00:12:32: Ja super!
00:12:32: Jetzt habt ihr mich natürlich auf den
00:12:34: Fuß erwischt.
00:12:34: In der Vorbereitung diese Woche sagt Daniela fragt mich... Nicht nachzahlen, jetzt kommt ein Volker um die Ecke und fragt gleich natürlich
00:12:41: wie viel.
00:12:41: Die Frage, die ich euch beantworten kann dass sie auf dem Areal einschließlich aller Nebengelände über eine Million Blumenzwiebel in der Erde versunken sind sage ich mal zum Teil auch im Januar April wo hier Schnee lag ohne Ende wo es kalt war standen die Kollegen hier draußen haben den Schnee an die Seite geschoben haben die Blumen zwiebeln versengend Schnee wieder drüber denn das ist ja auch so.
00:13:02: ne Schutzschicht also das weiß ich.
00:13:04: aber Bitte fragt mich jetzt nicht, wie viele staunen Rosenpflanzen dalien etc.
00:13:08: hier pp auf den
00:13:11: Gelände
00:13:11: stehen?
00:13:12: Selbst da bin ich etwas überfragt weil alleine im Augegarten haben wir hundertsechsenvierzig Obstbäume gepflanzt eine nagelneu angelegte Streuobstwiese Hier auf dem Gelände stehend zum Teil verankerte Bäume die hier verbleiben und andere die entnommen werden und in unseren Ortsteile wandern.
00:13:28: Ja also bitte machte mich nicht mehr Zeit Es tut mir leid
00:13:33: Du sagst es schon, die Bäume wandern dann in die Ortsteile, werden umgesetzt.
00:13:38: Du hast uns das auch schon erklärt.
00:13:39: Die haben so eine Schutzschicht und einen weißen Anzug über ihre Stämme.
00:13:45: Und sind auch anders angepflanzt, sodass man sie umsetzen kann.
00:13:50: Was passiert denn mit dem Rest?
00:13:52: Fährt dann der Hexler vor oder...
00:13:54: Nein, definitiv bei uns nicht.
00:13:55: Das haben wir diese Woche erst beschlossen und zwar beginnen wir jetzt natürlich schon mit der Strukturierung des Rückbaus nach dem Elftenzehnten, nach der Abschlussveranstaltung und nach dem Abschlusstag natürlich.
00:14:06: Und das was ihr hier jetzt ringsrum seht also in unserer sogenannten Gartenstadt wurde ja zum Teil von Firmen angelegt.
00:14:13: die bauen ihre Gärten natürlich wieder zurück Denn es ist ja ihr Eigentum.
00:14:17: Der Rest, der uns gehört haben wir jetzt beschlossen.
00:14:19: Das machen wir nicht.
00:14:20: Also nicht hier Baggerschauffel oder Schröder und dann verschwindet ihr alles?
00:14:24: Nein!
00:14:25: Wir nehmen die Pflanzen.
00:14:27: dank unserer zahlreichen Ehrenamtler, die uns dabei auch unterstützen werden.
00:14:31: Werden dann Kisten gepackt?
00:14:33: also es kann sich keiner aussuchen welche Pflanzen kommen dann eben ein bestimmtes Sortiment an Pflanzen hinein und gegen eine Spende kann man sie sozusagen dann haben.
00:14:41: Es geht halt nicht um das wirtschaftliche halt um das Herzblut was da
00:14:46: dran hängt.
00:14:46: Ja genau, das ist uns ganz wichtig weil das ist eigentlich so haben wir jetzt gehört von anderen Skottenschau natürlich auch von unserem Gärtner Schnalter dass es eigentlich üblich ist das hier sozusagen die Bagger durchfahren und dann war's das einfach und das möchten wir einfach nicht.
00:14:59: Das ist schön!
00:15:00: Ich sehe aber im Hintergrund hier auch weiße Stämme ohne Blätter oben dran.
00:15:05: Genau, das ist leider passiert aufgrund der Witterungslagen.
00:15:09: Dass die Bäume abgängig waren und dass sie jetzt erst mal sozusagen gekappt haben.
00:15:13: Denn braune Bäume machen auch kein gutes Bild.
00:15:17: Sieht ein bisschen doof aus!
00:15:18: Und es tut uns auch leid, also es ist leider passiert.
00:15:22: Also das Wetter hat uns eh ein bisschen mitgespielt.
00:15:25: Volker hat einen super Auge!
00:15:27: Ich hätte's als Gestalter im Element gesehen.
00:15:29: Wir sehen das jetzt auch so.
00:15:30: ja tatsächlich.
00:15:32: Ja da drängt sich natürlich sofort der nächste Punkt auf... Gärtner sind denn hier eigentlich zuständig, um das alles in dem jetzigen Zustand so zu erhalten.
00:15:43: Ich denke nur an die vergangenen Wochen wo es knalle Hitze war da muss doch hier Kubikmeterweise des Wasser drauf geflossen sein?
00:15:50: Ist es!
00:15:51: ist es.
00:15:51: Und da sage ich ein riesengroßes Dankeschön an unseren städtischen Bauhof, weil die sind täglich ab fünf Uhr früh hier im Einsatz, weil um zehn öffnet das Gelände.
00:15:59: Da müssen ja alle Fahrzeuge von Bord.
00:16:02: bei der ganz großen Hitze hat man das natürlich gar nicht geschafft, na Frühst um Fünf dann die Sprenger eins zu schließen.
00:16:08: Die sind dann immer weitergewandert aber trotzdem wurde dann im Laufe des Tages auch mit Gießwagen noch gegossen und wir haben neben unserem Städtische Bauhof die Firma LGM aus Mühlehausen hier am Bord, die Pflege mit zuständig sind und das sind ganz, ganz tolle Mitarbeiter.
00:16:23: Und natürlich auch in den Themengärten sozusagen die eigenen Firmen, die dann eben auch für ihre Pflegedammt verantwortlich sind.
00:16:30: Daniela was waren denn die schönsten Momente bis jetzt?
00:16:36: Also mein schönster Moment, muss ich ganz ehrlich sagen.
00:16:38: Und da musste sich auch die ein oder andere Träne vergießen und der Bürgermeister hat mich dann auch in den Arm genommen und hat gesagt Ich kann nicht verstehen war natürlich als Zitore hier aufging.
00:16:46: Ja nach so langer Zeit Nach dem Verschiebungen nach all diesen Herausforderungen Die dann letztendlich bewältigt wurden und fünf vor zehn der letzte Wagen Hier von vom Gelände runter vor War das Natürlich Ein ehrfürchtiger moment und wir waren so dankbar es waren So viele Besucher vor dem Tor Als Es Aufgemacht wurde.
00:17:02: Das war einfach überwältigend und dass ist Natürlich Demütig für mich und auch, sag ich mal eine gewisse Art von Ehrfurcht.
00:17:09: Ja also es war schon ganz ganz was Besonderes.
00:17:12: Und gab's so auch nochmal ein paar?
00:17:15: Natürlich!
00:17:18: Zu einer Veranstaltung wenn man hier so die Gäste beobachtet hat und wenn man gesehen hat wie viel, sage ich mal positives uns entgegen geschlagen ist.
00:17:28: ihr seid so freundlich ihr seid zu nett läuft alles hier und das ist alles so unkompliziert.
00:17:34: Die kleinen Vivächen, ja okay die hat sicherlich jeder.
00:17:37: Das ist halt einfach so.
00:17:39: aber das sind wirklich ganz wunderbare Momente.
00:17:41: gestern auch wieder so viele, sage ich mal zahlreiche Leute hier auf dem Gelände und jeder sagt dann ihr habt tolle Ehrenamtler, ihr seid toll als Team und ihr Funktioniertheit und das finde man natürlich richtig schön.
00:17:55: Ja du hast eben von den Highlights gesprochen?
00:17:57: Sicherlich gab es doch auch die eine oder andere Katastrophe hier Schon während der Durchführung.
00:18:03: Ja, gab es und zwar hat uns das Wetter wirklich übelst mitgespielt an zwei Ereignissen.
00:18:07: Das war einmal am fünften Mai und am siebzehnten Juli wo hier wirklich Land unter war.
00:18:13: also wer das Gelände kennt unten an der Ohne.
00:18:16: wir haben Wirklich die Flächen ringsrum nicht mehr gesehen, die waren total überflutet.
00:18:20: Am siebzehnten Juni stand unsere Blumenblock unter Wasser, unser Gärtnermarktstand unter Wasser und unser Büro was sich hier befindet Stand unter Wasser.
00:18:27: Danke danke danke an die vielen fleißigen Helfer in die Freiwillige Feuerwehr.
00:18:31: wir durften am anderen Tag zehn Uhr wieder das Gelände öffnen.
00:18:33: es war alles wieder bereinigt und sauber.
00:18:36: Im viel Einstichwort Blumen Block.
00:18:39: dann der das vielleicht nicht kennt sich nichts vorstellen könnt kann wir strahlen ja oder wir werden ja wurden bis lang in schon seventy-vier Ländern gehört.
00:18:48: Wenn wir sagen Blumenblock, also da wären die Amplock geflanzt gesehen.
00:18:52: oder was ist der Blumenblock?
00:18:54: Der Blumenblok ist wirklich etwas ganz Besonderes und zeichnet es uns einfach aus weil das ist die eine Besonderheit.
00:19:01: dass sage ich jetzt gleich Wir sind haben unsere floristischen Ausstellungen künstlerische Ausstellung nicht in einer Halle wie sonst sondern wir haben sie in einem wirklich heruntergelassenen und auch heruntergekommenen, sage ich jetzt mal manchmal auch schon, Block Wohnblock aus die DR-Zeiten der wirklich dem Abriss eigentlich geweiht war.
00:19:20: Jetzt umstrukturiert wurde da sind unsere floristischen Ausstellungen.
00:19:24: wir konnten ja Christopher Ernst dem deutschen Meister der Floristik und sechsten der Weltmasterschaft für uns gewinnen.
00:19:29: der macht sozusagen elf floristische Schauen und es sind ganz viele künstlerische Schaunen auch zu besichtigen und ganz oben im fünften Stock eine alte Nostalgiewohnung aus DDR-Zeiten, mit allem im Etat was man sich so damals vorstellen kann.
00:19:44: Und das kann man besichtigen wenn man hier Eintritt gezahlt hat?
00:19:47: Genau
00:19:48: genau!
00:19:48: Das kann man Besichtigen wenn man Eintritt bezahlt hat.
00:19:50: da ist auch ein Fahrstuhl dran sodass er auch beeinträchtigt die Menschen da den Block und die Ausstellung besuchen können.
00:19:56: Und der zweite besondere ist unser Gärtnermarkt der sich vor dem Blumenblock befindet.
00:20:00: Das befindet sich sonst auch immer auf dem Gelände also auch in Bezahlbereich.
00:20:03: bei uns ist es nicht so.
00:20:04: also bei uns kann jeder den Gärtnermarkt besogen.
00:20:07: Also ich war mit meiner Frau schon mal hier auf der Landeskarten schauen natürlich und wir haben uns auch besonders auf den Block gefreut.
00:20:15: Weil uns viele Leute gesagt, da müsst ihr unbedingt mal hin!
00:20:19: Wenn ihr so eine alte DDR-Wohnung mal sehen soll wie das damals war... Du hast jemanden im Block gewohnt?
00:20:24: Und ich habe in so einer Wohnung gewohnd und hab genau alles wiedergefunden und hab mir ja gedacht was sind das für kleine Putzen
00:20:31: gewesen?!
00:20:33: Aber es war damals, Gerd Reinhard hat es uns erzählt eine hoch begehrte Wohnung.
00:20:38: Es kam warmes Wasser aus der Wand.
00:20:41: das war was ganz besonderes.
00:20:43: da können wir vielleicht schon mal spoilern genau die folge mit gerd reinhard kommt Ende September raus.
00:20:49: also da kann man ich glaube am achtundzwanzigsten september wenn dass ein montag ist.
00:20:53: er hat auch sehr viel berichten können.
00:20:58: Daniela, was erwartet die Gäste noch in der verbleibenden Zeit bis Mitte Oktober?
00:21:04: Wir sind ja jetzt mittendrin in unseren vierzehntägigen Ballonwochen.
00:21:09: Das ist auch so ein Highlight bei uns.
00:21:11: Also seit letzter Woche lief das schon an und sind fast täglich aufgrund der Wetterlage ein paar Flüge ausgefallen oder Fahrten nicht flüge.
00:21:19: Die starten dann immer entweder hier direkt auf dem Gelände oder in unserem Zweitgelände in der Nähe des Lunaparks bis zehn Ballons in die Luft.
00:21:29: Und heute Abend findet vor der Veranstaltung schon das Ballon Klühen hier auf dem Geländestad und natürlich dann gegen Abend nochmal, und das Ganze verführt sich da morgen noch mal.
00:21:37: Dann haben wir unser Oktoberfest noch was wir hier feiern werden, dann haben wir noch zahlreiche andere Veranstaltungen, die jetzt hier laufen natürlich und dann leider ist es dann schon soweit unsere Abschlussveranstaltung.
00:21:50: Aber da wollen wir doch nicht dran denken?
00:21:51: Nein, na denkt man auch nicht dran!
00:21:52: Der Elfte Oktober ist noch ein Stückchen hin.
00:21:56: Wir freuen es, ich glaube wir werden auch nochmal herkommen.
00:21:59: Zumindest mit meiner Schwiegermutter.
00:22:01: Die musst du auch noch mal hier... Oma muss noch einmal drüber weggejagt werden!
00:22:06: Es ist ja für viele ältere Menschen und Menschen auch mit Beeinträchtigung natürlich auch hier gesorgt worden.
00:22:11: also wir können nur alle einladen hierher zu kommen nach Leinefelde-Worbes auf die Landesgartenschau jedes Mal wenn ich abends Thüringen Journal gucke.
00:22:20: wir werden unterstützt von der Landesgartenschau Leinefeldeworbes im Eichschweld.
00:22:26: Ich habe gut aufgepasst.
00:22:29: Das stimmt wirklich!
00:22:30: Und jetzt wissen wir, wie viel Arbeit in dieser Gartenschau stecken und danke schön Daniela, dass du Einblicke gegeben hast und wir wissen das auf dem Gelände weit mehr passiert als nur Blumen gucken.
00:22:43: also hier ist relativ viel und wir können ja unserem heutigen Sponsor der Stadt Heibat-Heilingsstadt nochmal danken und darauf hinweisen, dass auch der Eichsfeld-Pavillon Ja super ein Lädt, um auch mal vielleicht die eine oder andere Stacke sich hier kaufen
00:23:00: zu können.
00:23:00: Sehr sehr begehrt haben wir gestern erst wieder festgestellt.
00:23:03: ja wir hatten ja wirklich gestern wirklich viele Leute auf dem Gelände.
00:23:06: also wegen Überfüllung geschlossen mussten wir manchmal schon sagen es hat keiner mehr reingepasst
00:23:11: und gibt auch noch andere Dinge die hier passieren.
00:23:14: uns ein weiterer Gast steht schon in den Startlöchern der ja auf seine eigene Art zum Landesgratenschau beiträgt.
00:23:25: Ja, Daniela du hast es ja vorhin schon gesagt im Blumenblock gibt es Künstler die sich hier präsentieren und wir haben einen hier nämlich Christoph Haupt künstler.
00:23:36: so steht es einfach hier christoph hauptkünstler was er genau hier macht.
00:23:41: lassen wir ihn am besten selbst erzählen schön dass du da bist lieber christoph Uns bist du natürlich in Heiligenstadt und Umgebung bekannt, aber stell dich einfach mal ganz kurz selber vor.
00:23:56: Ja also mein Name ist Christoph Haupt und gebürdig komme ich aus Bad Langsalzer und war dann von dort an unterwegs bin aufgewachsen so einem relativ kleinen Kaffen namens Groß Welzbach und mit kaff das will ich gar nicht negativ deuten.
00:24:11: mittlerweile oder inzwischen bin ich doch wieder ganz froh dort mal auch eine kleine Auszeit zu nehmen weil ich eben dort aufgewachsen bin, dementsprechend diese Region auch gut kenne.
00:24:20: Und von dort aus ging es dann einfach weiter und jetzt stehe ich hier bei euch?
00:24:25: Ja, Christoph du bist Holzbildhauer ist das richtig, dass die richtige Bezeichnung...
00:24:30: Das ist richtig!
00:24:31: Ich habe mir angewohnt einfach das Ganze so ein bisschen abzukürzen und sagen wir einfach, ja ich bin einfach Künstler, ich glaube damit kommt man ganz gut klar und wenn ich dann wirklich erzählen soll was ich tue, denn dauert das ganze ein bisschen länger, denn ich bin ja nicht nur Holz- Bildhauer gelernt, sondern hab dann nochmal fünf Jahre Kunst studiert.
00:24:48: Dann war ich mal in der Baues-Uni und ich glaube das ist auch so ein ganz guter Eingang im Thema was ja Blumenblock angeht wenn da stellt ja nicht nur meine Wenigkeit aus, sondern auch ein paar Künstler der Bause Universität und es hat mich ganz besonders gefreut so ein bisschen auf eine andere Art und Weise doch wieder zusammenzukommen.
00:25:05: Da das einen besonderen Grund Holzbildhaber?
00:25:08: Ich mein... Also was die bildenden Kunst anbetrifft, finde ich die totale Blinse.
00:25:14: Ich könnte mir vorstellen also meine Motivation wäre wenn es nicht hinhaut dann habe ich wenigstens abends noch eine warme Bude weil Holz ist ja...
00:25:23: Da gibt's eine lustige Anekdote mein Vater hat mal vor Jahren zu mir gesagt Christoph du machst immer so viel Arbeit und investierst soviel Kraft in deine Arbeiten wärste Bäcker geworden dann könntest du den Scheiß noch fressen denn du machst aber so gehts halt nicht!
00:25:34: Na ja, das sag ich gut.
00:25:35: Aber wie du sagt oder wie ihr sagt?
00:25:37: Ich könnte es immer noch verbrennen und dann habe ich zumindest ein paar warme Stunden.
00:25:41: Ja weil was ist die Grundintention?
00:25:42: Ich glaube man spürt es irgendwo schon immer.
00:25:45: Es hört sich jetzt alles kitschig an wie man auch anfangen kann aber ich mache das schon eine ganze Weile.
00:25:50: Zweitausendfünfe hab' ich denn nur angefangen den Schluss zu fassen einen Bildhauer zu werden und nicht ganz ehrlich bin wusste ich auch nicht was ich vorher machen könnte oder wie ich mich vorher ausdrücken sollte Denn ich war vorher auf einer Schule, die auch nicht ganz so einfach war.
00:26:02: Meine ganze Schulzeit war nicht gerade so brickelnd von der ich da unbedingt schwärmen würden wollen.
00:26:08: Aber das will man dann machen!
00:26:10: Ich habe nicht den Hauptschulabschluss so richtig gepackt und hatte dann einen Abgangszeugnis.
00:26:14: Und dann wollte ich aber mit dem Künstler werden... ...und er stand halt im Raum.
00:26:16: wie wirst du das?
00:26:17: Dann ging das über den Weg in eine Ausbildung angefangen in Bischofsheim... ...dann später den Meister noch gemacht in Emffatzhausen Und dann ein paar Jahre selbstständig gewesen, also immer noch mit kleinen Unterbrechungen.
00:26:30: Ich habe in der Galerie in Fulda noch gearbeitet und da auch gelebt fünf Jahre lang dann noch unterrichtet
00:26:35: usw.,
00:26:36: und da könnte man jetzt Stunden erzählen.
00:26:38: Und dann wie gesagt bin ich dann irgendwann hier gelandet in Heiligenstadt und dort lebe ich und arbeite ich jetzt einer von meinen beiden Arbeitsstätten sozusagen mein Lebensmittelpunkten.
00:26:48: Also lernen wir daraus?
00:26:50: Auch mit einem nicht so ganz prickelnden Hauptschulabschluss kann man studieren Und kann was werden?
00:26:56: Ja, liegt ja erst mal nicht jedem selber.
00:27:00: Da entscheidet man ja nicht glaube ich selber ob man irgendwie damit etwas geworden ist.
00:27:03: also ich fühle mich ganz glücklich und wohl und kann mir auch nichts anderes vorstellen wie das weiß ich nochmal mein Leben lang schon tue und von daher hatte ich ein Ziel im Auge oder irgendwie so eine Empfindung oder Intentionen und das habe ich einfach nicht mehr verloren.
00:27:16: und dann bis hierher.
00:27:18: erstmal
00:27:19: Ich glaub dass berühmteste Werk von dir für alle so im Raum Heiligenstadt ist die Regentrude.
00:27:28: Ja, das glaube ich.
00:27:29: Wir beide sind Stadtführer und ich mache immer die Stadtführung an der Regentroute vorbei und ja... Das ist ja nun ein Auftragswerk gewesen.
00:27:42: Genau!
00:27:42: Was ist schöner?
00:27:45: Einfach drauf loszulegen oder irgendwie eine Vorstellung eines Auftraggebers
00:27:49: umsetzen
00:27:50: zu müssen?
00:27:50: Immer immer kann ich knadenlos sagen, immer schöner frei zu arbeiten.
00:27:55: Und das verfolge ich bis heute.
00:27:57: und natürlich keiner kommt auf die Welt als Künstler und ist gemachter Mann und hat unglaublich viel Geld.
00:28:03: Irgendwo muss es auch herkommen.
00:28:04: für mich war dann eben diese Geschichte okay?
00:28:06: Dann ist es eine Art Kompromiss.
00:28:07: Ich versuche ein bisschen meine künstlerische Sprache mein Ausdrucksmittel dort mit reinzubringen und läuft natürlich wie jetzt manchmal auch noch über Auftragsarbeiten was ich überhaupt nicht schlimm finde.
00:28:18: also absolut absoluter Befürworter, aber für mich selber würde ich sagen es ist immer viel schöner einfach drauf loszulegen.
00:28:25: Denn es gibt zwei Arten, manche kommen zu mir und sagen wie's auch bei der Regentode der Fall war du hast künstlerische Freiheit da legen wir Wert darauf.
00:28:33: das muss ein bisschen gekoppelt sein an diesen Märchen und der Rest bist du frei und das macht natürlich eine viel schönere Arbeit gleich loslegen zu können mit entwirfen was alles dazugehört Als würde man sagen, ich habe eine ganz konkrete Vorstellung.
00:28:46: So soll das werden und dann ist man aber auch zumindest bei mir falsch.
00:28:50: Dann ist man reiner Dienstleister in meinen Augen.
00:28:53: Und es hat dann weniger mit dem eigentlichen kunstschaffenden Prozess als solches zu tun.
00:28:59: Den lebe ich nun mal und von daher mache es eine Auftragsarbeit, aber eben mit einem großen Aber versehen dass ich künstlerische Freiheit hatte.
00:29:06: und jetzt steht sie da!
00:29:08: Also wenn man da eine Kunstwerke sieht was mir besonders auffällt Auch bei der Regentrude sieht man das.
00:29:14: Das Gesicht ist so natürlich und auch ein anderes Kunstwerk fällt mir da sofort ein, wo man denkt gleich bewegt sie sich.
00:29:22: Also es ist so...so natürlich also dem den wirklich ich kann's gar nicht beschreiben und dass es ja eigentlich ein Gottesgeschenk, dass du kein Einzer Abi in der Schule hattest weil sonst wärst du vielleicht auf diese Idee gar nicht gekommen.
00:29:38: Hätte er irgendwie anders versuchten jetzt auf jeden Fall so hart wie möglich zu machen.
00:29:43: Ja, mir fallen da nur zwei Figuren.
00:29:45: Ein Heiko genau wie du es gesagt hast wo man davor steht und sagt gleich gleich gleich fängt sie an zu
00:29:50: lachen
00:29:51: Und das ist die regentrudel in heiligen stadt.
00:29:54: und jetzt kommt's die nofritete.
00:29:57: Hast du schon mal vor der nofri tete gestanden?
00:29:59: Genau diesen eindruck hast du da.
00:30:01: Gleich gehts los.
00:30:04: ich kenne ihren büsten ausdruck zumindest ja.
00:30:08: Woher nimmst du eigentlich die inspiration für deine werke?
00:30:12: entsteht eigentlich so eine komplette Skulptur.
00:30:16: Das ist inzwischen auch sehr spannende Frage, die ich am Anfang gar nicht beantworten konnte und auch jetzt.
00:30:24: Es ist ganz einfach so, dass ich darauf keine Antwort habe.
00:30:28: Die meisten wollen hören – das ist der Künstler im Müllraten ein Stück Käse oder Rotwein – und wartet bis eine inspirierende Muse herläuft, ist bei mir gar nicht so.
00:30:40: Neulich war es, glaube ich morgens um zwei Uhr bin ich aus dem Bett aufgestanden einfach mich in die Küche gesetzt weil ich gerade eine Idee hatte und dann muss sie die aufzeichnen weil ich auch dazu neige die auch wieder zu verlieren.
00:30:48: weil ich viele Ideen habe, verliert man auch viele Dinge.
00:30:51: Und die erste Geschichte ist dass sich eigentlich immer von so einer Empfindung heraus arbeite also irgendein Stimmungsfeld ausgelöst durch alles mögliche Bilder Medien gesellschaftliche Zustände Tradition Alles das was man auf irgendeiner Art und Weise versucht Zu hinterfragen.
00:31:09: Da geht es dann eigentlich los, dass als allererstes eine Empfindung da ist und die puppt sich dann irgendwann vielleicht als Idee.
00:31:16: Das ist schon mal der gute Ausgangspunkt.
00:31:19: Wenn ich die Idee habe, dann regel ich meistens, okay welches Material steuere ich an?
00:31:24: Es sind jetzt große Installationen wie auch mache also lasse ich die dann irgendwie mit der Drohne abfliegen.
00:31:29: gibt's davon nur ein Foto?
00:31:31: möchte ich das Leute dabei sein?
00:31:32: oft will ich das nicht und arbeite für mich da im Stillen hin oder auf großen Feldern, wo ich genau weiß dass da jetzt gerade keine Leute kommen.
00:31:41: werde ich dann meine Arbeiten durchführen und ein ganz kleines Team nur hat dann wirklich einen Blick in den Schaffensprozess, den ja ansonsten ja nur ich habe.
00:31:49: Genau!
00:31:50: Christoph Rüdiger hat Vorsorge getroffen das wir jetzt anstoßen können.
00:31:54: Das ist
00:31:55: sehr schön.
00:31:55: Auch ein Eierligkirchen für dich zum Wohl.
00:31:58: Vielen Dank, also ich hab gehört es gibt Eierlikördern.
00:32:00: bin ich da?
00:32:02: Auf die Kunst
00:32:03: Dankeschön.
00:32:04: Wir hatten ja gesagt Eines der prägendsten Werke, die du gemacht hast ist die Regentrude.
00:32:11: Hast du in anderen Städten auch irgendwelche Skulpturen gemacht?
00:32:16: Wo die sagen zum Beispiel langen Salzer Mensch!
00:32:19: Das ist unser Ding hier.
00:32:21: Unser Künstler.
00:32:23: Noch nicht.
00:32:25: Kein eigenes Werk.
00:32:26: Es läuft eher über Ausstellungen.
00:32:28: Also da gibt es schon ein paar Städte wo dann arbeiten vermutlich in irgendwelchen Privatwohnungen stehen natürlich aber noch keine Große, wie jetzt.
00:32:36: nehmen wir mal an hier den Stadtplan.
00:32:37: Der relativ bekannt geworden ist in Halbert Heilingstadt.
00:32:39: also keine Bronx-Skulpturen oder Holzfiguren... ...ist das die einzige?
00:32:43: Nein halt ich muss lügen.
00:32:43: Fulda glaube ich noch.
00:32:44: es gibt ein Fulder oder zumindest in Ludwigs Lust mittlerweile eine Arbeit sollte da noch stehen.
00:32:49: aber genau weiß ich das auch nicht und ich verlier dann auch den Überblick zu all den Arbeiten die man sonst so macht.
00:32:54: Aber soweit ich weiß ist Heiling statt bis jetzt So dass das Einzige wo's auch im öffentlichen Raum zu sehen ist Das
00:32:59: Highlight sozusagen.
00:33:01: Also Nicht nur Holz sondern hält auch Bronx.
00:33:05: Das gehört natürlich dazu, dass es so ein Feld ist.
00:33:07: Wenn man jetzt ganz traditionell in der Bildhauerei zu Hause ist dann hat man oder kennt natürlich sowas wie Zeichnungen und mit Tonen zu arbeiten um erst mal einen Würfel zu machen das ganze abformen und da wird's auch interessant.
00:33:18: Da gehts dann auch ganz schnell in die Bronze Plastik Und das hat natürlich mit dem Bildhauer auch zu tun.
00:33:22: viele Arbeiten oder viele Städte die jetzt im Außenbereich gewisse Kunstwerke ansteuern gehen In der erste Linie erstmal entweder in Stein, also das heißt Betongüsse oder Steinbildhauer dann eben andere Steine.
00:33:35: Oder andere Formate und dann eben auch die Bronze aufgrund der langen Liebigkeit ganz einfach.
00:33:39: Eine Holzfigur muss man sagen hält eben nun mal nicht so lange weil es ja Witterung ausgesetzt ist jetzt im Außenbereich wie eine Bronze.
00:33:47: da brauche ich nichts mehr machen, da weiß ich, da kümmere ich mich nicht drum.
00:33:50: Seitens sind natürlich von Vandalismus irgendwo ne?
00:33:52: Befallen so eine Geschichte, dann natürlich muss man sich darum kümmern.
00:33:55: Aber das wäre auch bei allem anderen so im öffentlichen Raum.
00:33:57: Und so eine Holzfigur, die wird dann natürlich doch irgendwann mal... kommt immer natürlich auf ganz auf die Holzart drauf an.
00:34:03: aber nehmen wir jetzt mal ganz klassisch die Eiche und sich da nicht drum kümmert.
00:34:07: Und je nachdem wo sie steht, hat man es schwierig abzuschätzen.
00:34:10: Ich sag mal dreißig, fünfunddreißig Jahre erst mal solide Ruhe wenn man sich ein bisschen drum kümbert.
00:34:14: Natürlich kann das auch ortsabhängig viel länger sein, aber ... Das ist eigentlich auch der Schöne dabei dass so eine Geschichte endlich sein darf und soll.
00:34:23: Die Regentrude hat natürlich auch einen Standort, der wird schon immer mal ganz ordentlich nass um die Nase rum.
00:34:30: Was ist da so für ein Pflegeaufwand mit verbunden?
00:34:35: Im Grunde genommen ist das oder hängt es davon ab von seinem eigenem ästhetischen Empfinden.
00:34:39: Irgendwenn gibt es immer den Stört eben seine Delle im Auto oder sein Kratzer oder dass da irgendwie kein Spiegel dran ist mehr.
00:34:45: persönlich wäre das egal.
00:34:48: Es geht eben auch, es ist bei der Skulptur genauso.
00:34:51: Das kriegt einen grünen Spanier nachdem wie feuchtig das ist.
00:34:53: Da wo viel Feuchtigkeit dauerhaft ist entsteht natürlich auch Mose.
00:34:56: Es gibt so eine kleine Flechte dran und das Holz verfärbt sich.
00:34:58: Das wird irgendwann grau werden.
00:35:00: wie viele Hölzer dagegen ist?
00:35:01: leider oder vielleicht doch zum Glück?
00:35:03: Ich finde zum Glück auch kein Graut gewachsen.
00:35:05: Und das ist ja natürliche Schutz und der Verfall wenn man so möchte den dann auch ansehen kann.
00:35:12: Das find ich ganz gut!
00:35:13: Und ich finde das bei Menschen gut, wenn sie älter werden und was da zu Tage kommt.
00:35:16: Und ich findet es eben auch bei Holzfiguren Skulpturen und noch Plastiken auch toll in dem Außenbereich stehen, was damit passiert.
00:35:23: Von daher finde ich's ganz okay dass es so ist und manche sagen natürlich oh da kommt jetzt ein Ristern muss man sich mal darum kümmern.
00:35:28: und dann sage ich auch her seit zwei Jahren wollte ich das mal in den Angriff nehmen und seit zwei jahren prokrastiniere ich das so wundervoll vor mich hin.
00:35:36: Christoph jetzt ist es ja... Jetzt würde ich wieder Salopp sagen eigentlich relativ einfach, man nimmt ein Holz und nimmt das weg was nicht hingehört.
00:35:48: Und dann hat man so eine wunderschöne Regentrude.
00:35:51: Jetzt ist es ja beim ... bei einer Bronze.
00:35:54: wie wird denn das?
00:35:55: Also wir sind ja... Wir haben jetzt kein Bild wie bei der Sendung mit deinem Maus.
00:35:58: aber kannst du irgendwie erklären sodass unsere Hörer verstehen wie das dann bei einer ... bei ner Bronze funktioniert?
00:36:05: weil da hast du ja nicht einen Bronzeklotz und nimmst die Flex und haust was weg sondern wie funktionierten das?
00:36:12: Es ist schwierig, glaube ich in einem Satz zu beantworten.
00:36:15: Aber ich versuche es mal rein technisch gesehen.
00:36:17: Wer sich so ein bisschen im Guss auskennt oder wie eine Klocke von der Kirche entsteht, das wäre jetzt ganz hilfreich an dieser Stelle.
00:36:24: Ansonsten heißt das ganze Wachsausschmelzverfahren.
00:36:26: Das ist eine Möglichkeit die es gibt.
00:36:28: Man hat am Anfang wieder über Empfindung, wir überspringen das Ganze was der Künstler damit zu tun hat.
00:36:35: Irgendwann gibt's halt ein künstlerisches Werk, das irgendwer haben möchte.
00:36:39: Das ist entweder in irgendeinem festen Material entstanden.
00:36:42: Also das braucht man, man braucht ein Dummy, ein Material, einen haptisch-festen Gegenstand und brauchen Modell.
00:36:48: Das heißt entweder arbeitet man im Ton, baut sich das Modell eben auf dann ist es eine Plastik.
00:36:54: ganz kurz nochmal zur Erklärung also Skulptur nennt man alles.
00:36:56: das wo man Material abträgt um ans Ergebnis zu kommen kann man sich ganz gut merken.
00:37:00: Und Plastikkistas wo man eben Material aufträgt um das Ergebnis zu bekommen.
00:37:03: Also quasi solche Tongeschichten.
00:37:05: wenn ich mit Tonaufbau nehme ich ja immer wieder Tonabbau
00:37:07: aus
00:37:08: Genau, das sind noch nebenbei.
00:37:09: Wusstet
00:37:09: ihr das?
00:37:10: Jetzt wisst ihr es!
00:37:12: Ich erkläre noch ganz schnell zu Ende.
00:37:13: und dann hat man ein Modell entweder in Gips abgeformt weil in Toren ist es schwierig das hinzubringen oder man hat's gleich im Wachs.
00:37:20: Das bringt man dann meistens wenn man es nicht alleine macht eine Metallgießerei Eine Kunstgießerei Und die ist dann dafür zuständig von dem Modell was man vielleicht eh schon gemacht hat Oder vielleicht das Original gleich einreicht nochmal eine Abformung zu machen Also einen Silikonabguss nochmal zu machen in dieses Silikon geben, mit einer Materialstärke von zwei bis fünf Millimetern soweit.
00:37:43: Ich das noch weiß.
00:37:44: und etwa kommt auch Wachs drauf an.
00:37:45: dann hat man so wie eine Art Schoko Weihnachtsmann kann man sich das am besten vorstellen.
00:37:49: also das ganze Ding ist hohl wie ein Überraschungsei und hat dann das nochmal in Wax was man ja dort schon abgeben möchte.
00:37:56: Also die Voraussetzung ist man braucht einen Wachsmodell zu dem späteren Wachsaus-Schmelzverfahren wie der Name schon sagt Und das wachsmodell war es jetzt die Gießereihe davon angefertigt hat kommt nochmal an ein Bad, da kommt eine Art Keramikschicht rum bis das Ganze hart wird.
00:38:11: Dann wird es in einem Ofen ausgebrannt,
00:38:12: d.h.,
00:38:13: dass Wach schmilzt aus dieser Form heraus und so hat man dann übrigens diesen harten Mantel der dann übrig bleibt und später dort aufwendig Metall reinzugießen natürlich noch mit Entlastungskanälen, damit der Eisendruck raus kann.
00:38:29: Das wird jetzt auch ein bisschen technisch und viel.
00:38:30: Aber man muss sich vorstellen, man braucht auf jeden Fall einen Wachsmodell was man machen oder was irgendwer haben möchte und dann alles andere Wertegießerei machen.
00:38:41: Ja, als ich mit meiner Frau hier im Blumenblock war und oben auch in deiner Ausstellung war habe ich gesehen du hast auch Fotografie dort ausgestellt.
00:38:51: Ja das richtig.
00:38:51: Fotografien!
00:38:52: Und Du hast ja auch dein Mörderfotoapparat heute mitgebracht da ist er dahinten ja noch mal.
00:39:00: Du arbeitest auch mit dem Medium fotografiert
00:39:04: Genau.
00:39:04: Das ist noch neu dazugekommen als Bildhauerische Erweiterung, als bildhauerisches Ausdrucksmittel.
00:39:09: Ich sage auch ganz bewusst nicht als fotografisches Ausdrucksmittel denn ein Fotograf arbeitet nochmal ein bisschen anders und ich nutze es als Erweitarung also nicht nur meine Arbeiten dann im Endeffekt abzufotografieren weil man die natürlich braucht für Portfolios oder Social Media Geschichten wenn man immer so ungern macht oder ich zumindest ungern mache aber man doch braucht.
00:39:28: nämlich in Weimar ist dazu gekommen dass ich dort zwar als Bildhauer angefangen habe Aber dann irgendwie die analoge Fotografie so interessant für mich war und das so ein Feld für mich, was einfach noch offen war.
00:39:39: Und was ich eigentlich schon immer mal beackern wollte.
00:39:41: Ich habe da an den Gefangenen richtig in die Analoge... Also ich komme aus der analogen Foto-Geschichte.
00:39:46: Das hat dann auch Fotografien gemacht dort.
00:39:48: Alles unter dem Deckmantel Diplom Freie Kunst.
00:39:51: Weil das eben schonmal so schön freihieß, hab' ich gedacht, dann mach' ich doch Fotografies!
00:39:55: Und das hat wunderbar dazu geführt.
00:39:57: Das heißt, die Krisen, die ich hatte in der Bildhauerei oder die ich in einer Zeichnung und an der Plastik öfter mal habe, hat dann die Fotografie wieder ausgemerzt.
00:40:03: Irgendwann hängt mir die Fotographie zum Hals raus und dann hab' ich wieder andere Dinge, die Ich mach'.
00:40:07: Aber ich hab gemerkt dass die Leute immer so ein Ding brauchen, in welchen Schublade stecken wir denen denn jetzt?
00:40:13: Du bist auch Holzbildhauer also machst du mit Holz!
00:40:15: Du bist ein Fotografer, dann machst du doch tolle Fotos!
00:40:18: Das sag ich nur einfach ist nicht, quasi steckt dahinter ein ganzes Leben und natürlich kann ich jetzt keinem... auch in so einem Rahmen von dem Podcast nicht erklären, was ich jetzt mache und brauche das gar nicht.
00:40:28: Aber es ist dann immer schwierig auf den Punkt zu bringen, okay, was macht man?
00:40:33: Das ist dann thematisch schon mal ein bisschen besser.
00:40:35: also wenn man mich fragt, was interessiert dich thematischer sondern an der Kunst, dann fange ich lieber darüber an als dass sich über die Materialien gewählt sind unglaublich vielfältig.
00:40:45: Also ich habe mal gesehen, dass du in dein Atelier eine Laterne reingetragen hast und ein Zelt aufgeschlagen hast im Atelier.
00:40:52: Und das hab' ich hier oben auch in der Ausstellung gesehen als Foto auf einem großen Feld einen Zelt mit einer Laterne nachts.
00:41:01: Klär uns doch mal auf!
00:41:03: Das gehört zu meinem ja fast schon wichtigsten Projekt an meiner Laufbaubahn oder was ich als wichtigstes Projekt betitteln würde.
00:41:10: Das ist ein ganz zentraler Ausgangspunkt meiner Arbeit gewesen – es ist das Projekt Transorte Und es war zugleich auch meine Diplomsarbeit.
00:41:18: Da ging es darum, dass ich mich mit den Orten meiner Kindheit auseinandersetze und das ist bis heute ein Thema geworden was immer größer geworden ist weil da sehr viele Dinge mit eben einfließen.
00:41:29: Tradition verlost Heimat diese ganzen Geschichten sind große Schlagworte die man damit reinpacken kann.
00:41:36: Das richtig eine sieben Meter hohe DDR-Straßenlaterne die.
00:41:39: jetzt muss ich aufpassen was ich sage.
00:41:40: also es gibt einen Ort der keine sieben meter hohe Straßenlaternen mehr hat Und hier habe ich noch umbauen lassen, so ein bisschen dass sie wirklich genauso funktioniert mit dem alten Leuchtmittel.
00:41:53: Mit der Natrium-Dampflampe drin.
00:41:55: So wie man das von früher kennt was jetzt heute ein riesen energetischer Faux-Pas ist wenn man damit noch arbeitet.
00:42:02: Ich tue es und da ist eben noch dieses altorange Leuchtmittel drin auf was sich sehr viel Wert gelegt hat Weil es eben eine Stimmung erzeugt, ne?
00:42:10: Die älteren oder die sogenannten Boomer.
00:42:12: Die wissen jetzt alle von was ich meine.
00:42:14: Heute gibt's noch LED-Lichter aber früher gab es eben doch diese großen alten orangenden Lichter und die habe ich mir transportabel bauen lassen dass sich sie in drei Teilen auseinanderstecken kann und kann sie in einem Koffer packen und hinter mir herziehen quasi Und damit kann ich rumreisen.
00:42:30: und eben auch das Reisen ist ein wichtiger Aspekt bei dieser Arbeit.
00:42:33: Ich bereise die Orte Meine Kindheit, zum Teil nach zwanzig Jahren wieder und guckt was dort passiert ist.
00:42:39: Und baue die Arbeiten auf und somit überschreibe ich meine Erinnerungen an diese Orte mit einer neuen Arbeit.
00:42:46: Die Intention oder das was ich eigentlich wollte war diesen Orten irgendwas zurückgeben also so eine Art aus einem Pflichtgefühl Dankbarkeitsgefühl einfach wieder in diesen Orden zu sein und jetzt diesen Ort oder Raum als solches ganz anders wahrnehmen, wie so ein Theaterstück wo die Bühne gleich bleibt.
00:43:02: Aber es verändert sich permanent etwas und diese Veränderung war mir irgendwie wichtig dann auch in mir selbst zu sehen und habe diese Arbeit an verschiedenen Orten aufgebaut und habe sie dann abportretiert.
00:43:14: Es gibt einen kleinen Film mit einer Drohne abfliegen lassen.
00:43:18: Das Wichtige war, dass da nie Leute dabei waren.
00:43:20: Also es gibt ein ganz kleines Team das kennt die Arbeit wie ich auch bin wenn ich diese Sachen aufbauen und gibt es einen Foto von und zum Teil steckt eine Planung hinter einem Reiseort und dann gibt es am Ende von dieser Geschichte nur ein einziges Foto als Beweis, dass diese Sache eben stattgefunden hat.
00:43:36: Und alle anderen sehen halt quasi nur dieses Foto und ich kenne aber die komplette Arbeit.
00:43:40: Das war der Kontext dahinter.
00:43:42: Also richtig künstler hier.
00:43:44: Bängsie, verdächtig und... Jetzt könnte man ja sagen du hast gesagt du arbeitest deine Kindheitserinnerung auf mit dem Zelt der Arme Junge musst im Zelt wohnen oder?
00:43:56: Christoph wie kam es dazu dass Du hier mit der Landesgartenschau zusammen gearbeitet hast das hier einige Werke von dir ausgestellt sind?
00:44:04: Erstmal had ich Bis heute, mittlerweile jetzt schon natürlich durch die Ausstellung mit der Landesgartenschau was zu tun.
00:44:11: Ansonsten vorher hätte ich ganz einfach und so ehrlich muss ich sein auch nichts mit einer Landesgartenschau am Hut.
00:44:16: das ist schön und man darf es aber für mich relativ erstmal unspannend.
00:44:20: Was dann spannend war dass die Natalie Hünger mich ich glaube im vergangenen Jahr im Oktober darüber informiert hat also mich angerufen hat gesagt hey ich habe den Blumenblock Ein bisschen unter meinen Händen und wir suchen ein paar Künstler.
00:44:33: Und frag dich erst mal Blumenblock, warum Blumen block?
00:44:39: Dann ja das ist eine alte DDR-Block.
00:44:40: und da wurde ich dann schon langsam hellhörig weil ich schon immer in einem Block in so einem alten DDR-Lock eben ausstellen wollte was sich bis dahin einfach nicht ergeben hat weil es zu teuer war... ...und jetzt hat sich denn das eben so ergeben und habe gesagt okay dass toll was gibt's dafür Rahmenbedingungen?
00:44:58: und dann haben wir so ne lange Zeit ein bisschen am Telefon gequatscht.
00:45:01: Ich war gerade auf dem Weg zu einer anderen Arbeit, noch die ich den Tag aufbauen wollte und so hat sich das ja gegeben.
00:45:07: Wir sind dann damit verblieben wie sagt hey dann macht immer Gedanken.
00:45:10: und dann war sofort klar ich möchte die Ausstellung irgendwie Provinzen nennen und hatte da schon alles im Kopf zusammengeschustert und dann musste es ja nur um die Umsetzung gehen.
00:45:18: Die Werke waren auch schon zum größten Teil da.
00:45:20: eine Arbeit ist noch bis kurz vorher natürlich noch in Arbeit gewesen und dann auch dazugekommen.
00:45:25: ansonsten war das dann für mich wandern die Wege Die Wege geleitet sozusagen.
00:45:30: Ja,
00:45:30: Pablo Picasso und Salvatore Dali, die hatten immer eine Muse.
00:45:38: Wie sieht das bei dir aus?
00:45:39: Die Muse inspiriert er den Künstler?
00:45:41: ja!
00:45:42: Und wie sieht es bei dir auch
00:45:45: aus?
00:45:46: Es ist ein gutes Thema auch wieder.
00:45:51: Ganz genau aufpassen muss ich sagen.
00:45:53: Natürlich hab' ich auch meine Musen... Ich habe zwei Musen.
00:45:56: Jetzt fragt man sich, oh ist aber kulturell jetzt ganz schwierig in unserem Land zwei Musen einmal zu haben.
00:46:00: Nein das eine ist natürlich die Kunst, die ich als meine Muße, als solches direkt bezeichne und die andere Beziehung ist das Privatleben mit meiner Frau, meiner Tochter und mit zwei anderen Kindern, mit denen ich zusammenlebe.
00:46:10: Und ich glaube wenn jeder weiß wer der Familie hat und was es auch dann so ein Stück weit bedeutet auch Mit der eigenen Zeit umzugehen und zur haushalten weiß man okay da gibt's harte Zeiten und dann gibt's auch unglaublich wundervolle Zeiten Die ich keinen Tag müssen wollen würde.
00:46:24: und ich glaub daran Kann man auch Ideen oder daraus kann man auch unglaublich viele Ideen ziehen.
00:46:29: Gerade weil die Kinder ja auch gerade in so einer Phase sind, die einfach groß werden.
00:46:33: und jetzt kann ich selber Kinder beim Großwerden beobachten und nicht weiß genau für was für Geschichten sie auch stehen bei welchen Geschichten ich stande?
00:46:42: Und dann entstehen Arbeiten.
00:46:44: und natürlich man hat auch Modelle.
00:46:47: Natürlich mache ich das auch so ein bisschen Kindern ab und an mal sage hier Ein bisschen Geld könnte mir model stehen weil es ist einfach ein bisschen schwierig Kinder als Modelle generell irgendwo zu bekommen, dann kann man mit den eigenen Wunder voll arbeiten.
00:46:59: Und die haben auch eine Geduld sobald es um Geld geht oder Handyzeit, da haben sie eine unglaublich unglaubliche Geduld!
00:47:05: Genau
00:47:06: jetzt geben wir zur anderen Skulpturen.
00:47:08: ist natürlich das wieder der Klassiker Volker denkt sich ne Frage aus und wenn's uns vorlesen geht dann tippt er auf mich.
00:47:15: also Wenn du eine Aktskulptur schaffst musst dann das Modell So lange Modell sitzen, Modell stehen bis du fertig bist oder?
00:47:25: Nein.
00:47:26: Das kommt immer ganz darauf an.
00:47:27: natürlich mein Anspruch zu allererst und dann in der Regel ist es so dass ich sage das mir auffällt dass jemanden eine tolle Hand hat oder sich toll bewegt irgendwie einen tollen Körper hat wie auch immer Oder eben das komplette Gegenteil.
00:47:40: alles was ich interessant finde und was gerade im Kontext zu meiner Zudem steht was ich was ich meinem Kopf habe was ich durchsetzen möchte danach suche ich mir das eigentlich aus.
00:47:49: Also es spielt keine Rolle, ob ich eigentlich ein Modell habe oder nicht.
00:47:52: Inzwischen klappt das auch alles wunderbar ohne Modell aber das liegt einfach nur daran dass sich das fast täglich tue was ich nun mal tue und dann wird man einfach zwangsläufig besser.
00:48:02: also model ja brauche ich manchmal ich arbeite manchmal mit modellen die suche ich mir denn auch wirklich auf lange sicht aus um erst einmal klarzustellen ob es überhaupt klappt ob das zeitlich der rahm da ist und dann gibt's einen ganz normalen vertrag und dann Kommt ein modell wenns nicht die eigene frau ist dann kommt ein anderes modell.
00:48:18: Nimmt man das ab von dem Modell, was man braucht?
00:48:21: Dann entstehen das mal eine ganze Menge Zeichnungen.
00:48:29: Rhein.
00:48:29: praktisch gesehen ist es tatsächlich genauer dass ich betrachte, dass dann eher wie so ein Schrank den man von A nach B schieben kann und gucken muss aber alles andere da auch nicht wirklich in meiner Betrachtungswelt nichts zu suchen.
00:48:40: Ja wir haben noch ne Frage an dich Daniela Was würdest du dir für die restliche Zeit der Landesgartenschau Ganz persönlich wünschen.
00:48:50: Ja, erst mal dass unsere Kollegen alle gesund bleiben.
00:48:53: natürlich das ist immer das Allerwichtigste denn bricht nur ein kleiner Baustein zusammen dann bricht relativ viel zusammen sage ich mal weil wir sind ein sehr sehr kleines Team.
00:49:02: Natürlich optimales Wetter würde ich mir wünscht ganz ganz viele Besucher die die Chancen noch nutzen uns zu besuchen ja und ja weiterhin noch gutes Gelingo dass man gut durchkommen durch die Landesgartenschau bis zum Schluss.
00:49:14: Wir können eigentlich auch nur alle einladen, das muss man mal gesehen haben.
00:49:18: Und bisschen Werbung gehört immer mit dazu.
00:49:21: Logisch!
00:49:22: Also wir freuen uns wenn wir vielleicht den einen oder anderen Hörer hier auf der Landeskartenschau mal begrüßen können und die uns dann auch ansprechen.
00:49:29: Hallo ihr seid doch die von den Grimms Brüdern und habt da so schön Werbung gemacht und das würde uns auch freuen wenn das hier fruchten würde.
00:49:38: Ja es war uns ein inneres Aufblühende durch beiden Und das war unsere erste Live-Folge an der frischen Luft und wenn ich ehrlich bin, es war genauso wie's mir erhofft habe.
00:49:49: Zwei Menschen die für das Brennen was sie tun und Publikum gehören mit dazu.
00:49:54: Danke Daniela, danke Christoph Ja ähm Dankeschön an das Publikums.
00:49:58: Du hättest jetzt einfach nur deinen Text vorlesen müssen.
00:50:07: Herzlich Dank für euch hier, die uns hier ertragen habt.
00:50:11: Die ihr hier zugehört habt!
00:50:13: Danke schön und wir freuen uns dass die Landesgartenschau noch bis zum elften Oktober funktioniert das ihr sie alle begrüßen, dass wir
00:50:21: euch
00:50:21: alle begrüssen können und wir freuen uns auf eine gute Zeit mit den
00:50:27: Grinsbrüdern.
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