Folge 34 - Gerd Reinhardt
Shownotes
Er war 1990 der erste frei gewählte Bürgermeister von Leinefelde und hat eine Stadt durch ihre schwerste Zeit geführt: Gerd Reinhardt, Jahrgang 1945, ist zu Gast bei Grimms Brüder. In dieser Folge erzählt der gebürtige Leinefelder von seinem Weg vom Lehrer ins Rathaus und davon, was es heißt, eine Stadt neu zu denken.
Wir sprechen über den Eichsfeldplan und den Aufstieg Leinefeldes zu Europas jüngster Stadt, aufgebaut rund um eine gigantische Baumwollspinnerei. Über den tiefen Einbruch nach der Wende, als die Arbeitsplätze wegbrachen und Tausende die Stadt verließen. Und über die mutige Antwort darauf: den Stadtumbau, für den Leinefelde mit dem Deutschen und dem Europäischen Städtebaupreis ausgezeichnet wurde und der international, bis nach Japan, Schule machte.
Dazu geht es um die Ringau-Kirmes und ihre Wurzeln bei den Hundeshagener Wandermusikanten, um drei Glocken für die alte Kirche, um die Fusion zu Leinefelde-Worbis und um die Frage, warum kleine Orte von starken Städten profitieren. Eine Folge über Heimat, Mut und darüber, etwas zu tun, ohne Dank zu erwarten.
Transkript anzeigen
00:00:00: Heiko, es ist wieder soweit.
00:00:02: Die Sonne hat den ganzen Tag geschehen.
00:00:05: Wir freuen uns jedes Mal dass wir hier Podcast machen können und hatten ja schon viele viele Gäste das muss man sagen.
00:00:11: Wir hatten schon Ministerpräsidenten AD, wir hatten Radium Moderatoren, wir haben ein Bürgermeister von Heiligenstadt schon Und jetzt haben auch wieder wen Besonderes?
00:00:20: Wir hatten einen Radium-Moderator Fernsehmoderator!
00:00:24: Fernsehmoderator genau aber im Radio Studio war genau in Brutfunkstudio.
00:00:29: Und heute haben wir wieder was Besonderes.
00:00:32: Ja und das war seinerzeit keine Eintagsfliege, das war ein Mann mit Ausdauer!
00:00:37: Wir begrüßen heute den ehemaligen Bürgermeister der Stadt Leinefeldeworbes Gerd Reinhardt.
00:00:44: Herzlich Willkommen lieber Gerd!
00:00:46: Gleichhaben als er.
00:00:48: Er hat uns gestanden, er hat noch nie einen Podcast gehört.
00:00:51: Richtig.
00:00:51: Noch nie gehört.
00:00:52: Das ist ja wirklich... also das wird sich jetzt ändern und wir haben schon viele Leute gehabt die noch nie ein Podcast gehört haben, sind aber jetzt gnadenlos begeistert.
00:01:01: Nicht nur von unserem sondern vom Podcast insgesamt!
00:01:08: Lieber Gott, so unsere Modalitäten, die vielen wir schon ganz leicht.
00:01:11: Wir haben schon einen Likörchen getrunken und das ist eine Tradition bei uns.
00:01:19: auch die Fragen.
00:01:19: Die Einstiegsfrage ist immer folgende... Und wie ging es seinerzeit mit dem kleinen Gerd
00:01:28: los?
00:01:41: Ich habe zwar meine Eltern nie gefragt, aber ich hab mal zu dem Nachgericht.
00:01:47: Ah das kenne ich bei mir in der Familie auch da...
00:01:51: Allerdings ist mein Vater beim Anergebot dann nicht mehr dabei gewesen weil er in Gefangenschaft geraten ist und erst deutliche Zeit später.
00:02:02: Da konnte er mich schon auf den Arm nehmen und hatte aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft bei nahen Zuckerstücke und so etwas mitgebracht.
00:02:10: Butter!
00:02:12: Und wo bist du geboren?
00:02:13: Ich bin Leinefelder, gebürtiger Leinefelder.
00:02:15: Zu Hause wie das üblich war.
00:02:18: Ja, typischer.
00:02:19: Lemonschwanz.
00:02:19: Ein typischer Lemonschwanz richtig zumal die mütteliche Schiene Leinefeldern sind und mein Großvater ein Fell-und-Darm-Geschäft aufgebaut oder am Aufbauen war allerdings in den letzten Monaten des Ersten Weltkrieges dann im Frankreich gefallen ist.
00:02:46: Ich habe übrigens an seinem einhundertsten Todesdach seine Krabstätte, in diesem Fall nicht so ganz richtig, aber sein Kreuz auf dem Soldatenfriedhof Steenwerk besucht und preizierten April, also im Jahr zwei tausendeundachtzehn.
00:03:06: Das war ein ganz besonderes Erlebnis für mich.
00:03:09: schon tiefer gegangen Wunderbare kleine Anekdote.
00:03:14: Am Eingang des Friedhofs stand ein Kranz.
00:03:19: relativ neu und im Vorbeilaufen habe ich gesehen, Moment mal da ist ja Schwarz-Rot-Gold.
00:03:28: Ich bin wieder zurück etwas genauer drauf geguckt Sekundarschule-Wickele also Deutschland.
00:03:38: Da kam mir sofort der Gedanke Gucke an Wenn die jetzt wüssten, dass ich mich über diesen Kranz in besonderer Weise gefreut habe.
00:03:46: Denn diese Sekundarschüler und Lehrer und wer auch immer da mit dabei gewesen ist... ...die haben meinen Großvater geerdet.
00:03:55: Das haben sie wahrscheinlich gar nicht vermutet.
00:03:57: Um nicht zu sagen, es wird bestimmt doch einige gehen machen, wo man das überhaupt sieht sowieso keiner.
00:04:02: Ganz im Gegenteil!
00:04:03: Ja
00:04:04: aber aufgewachsen bist du natürlich auch in Leinefelde?
00:04:06: Ich bin aufgewachsene Leinefeld Die übliche Grundschule von zweiundfünfzig bis neunzehntzig.
00:04:14: Besuch bin dann zur erwarteten Oberschule, muss erst noch meine Eltern überredet werden, dass ich auch dahin gehe.
00:04:22: Damals war es ja etwas anderes als heute.
00:04:24: War ein finanzielles Thema?
00:04:25: Ja und zwar eine Leistungsauslese nicht wie heute manchmal.
00:04:29: Ich bin ja nach späterer Lehrer gewesen, so dass ich weiß wovon ich rede.
00:04:34: Wir erhöhen, naja lass uns mal dabei jetzt im Moment... Und habe dann einen Sechzigabitur gemacht.
00:04:43: Wollte Geografie studieren, das war aber so einfach in der DDR nicht möglich, sondern im Ausland und hatte mich beworben und wurde aber nicht angenommen.
00:04:56: Dann hab ich dann umgeschwenkt auf Lehrer, Mathematik, Physik, na gut es war ein Erfurt, war nicht soweit weg.
00:05:03: An meinem fünftigsten Geburtstag übergab mir der damalige Schulleiter In einer Mappe ein Geburtstagsgeschenk und sagt er, aber gleich zu mir es war Eifersgruse.
00:05:13: Und sagt der, aber gleichzeitig guck sie später an.
00:05:16: Damit hat ja natürlich mein Interesse der besonderen Art geweckt.
00:05:19: Ich puh wäre aufgerissen.
00:05:22: was sage ich?
00:05:23: die Beurteilung?
00:05:24: Und unter anderem gab es einen Satz, der sich in etwa so lautete engagiert gesellschaftlich und FJ-Sekretär wie das damals alles so war mit diesen Funktionen die man dann so hatte für die Gemeinschaft, aber kein gefestigter Klassenstandpunkt.
00:05:43: Damit wusste ich...
00:05:44: Das war's!
00:05:45: ...wusste ich dreißig Jahre später, worum ich nicht angenommen war.
00:05:48: Da kann man mal sehen was eine solche Leute so bewirkt, ob ich deswegen ein schlechter Geograph geworden bin oder so, ne?
00:05:59: Aber das weiß ich mal offen.
00:06:01: Bis heute habe ich mich darüber.
00:06:03: Bin ich ganz ernst.
00:06:04: Aber letztendlich ärzt dich doch auch so ein bisschen, dass du nicht klassenkonform warst?
00:06:08: Ja natürlich schon.
00:06:10: Aber es hatte eben auch seine Konsequenz und so ist es ja nicht wenigen anderen auch gegangen.
00:06:18: Ich habe zumindestens dann gewusst worum und weil wir über die Geburt geredet haben.
00:06:23: da fällt mir noch eine sehr schöne kleine Begebenheit ein, die auch in die Diskussion heute mit Erwärmung und mit allem passt meine Mutter.
00:06:35: Meine Mutter hat immer gesagt, Junge als du geboren wurdest da war eine Hitze.
00:06:41: Wohlgemerk, September, Septemper, Vierzig.
00:06:46: Der dieser Fünfzigste Geburtstag brachte noch ein Geschenk der Leiter, der damals die Leiter der Wetterwarte in Leine Felde.
00:06:56: Stimmt das gab es auch?
00:06:57: Ja ja sehr verständlich!
00:06:59: an zwei verschiedenen Standorten.
00:07:00: Am Anfang in Richtung Kamerode raus, also die Büro-Holzer Schussee, das letzte Haus und später nachher am Hölzberg, also etwas Bödersberg, ja sagen noch Holzberg.
00:07:11: dazu der neu gebautes Standort, der heute auch noch da ist.
00:07:15: Und Herr Kurz war leider gratuliert zum Geburtstag und hatte als Geschenk die Wetterannachdruck der Wetterkarte.
00:07:24: vom.
00:07:28: Was lese ich?
00:07:29: Dreißig Grad.
00:07:30: Meine Mutter war schon verstorben, dann hab' ich gesagt, Mutti, recht hast du gehabt!
00:07:36: Das bestätigt dir.
00:07:37: War also damals warm und wenn ich mir vorstelle... Wenn's heute am neunzehnten September dreißig grad sind, dann waren wir in der Zeit schon die Katastrophe.
00:07:47: Ach du lieber was alles jetzt kommt um.
00:07:50: War damals schon.
00:07:51: Und
00:07:52: es ist
00:07:52: belegt, dass das nicht durch gefühlte Temperatur durch die einsetzenden Behen war...
00:07:57: Die haben gemessen!
00:07:59: Nicht bei meiner Mutter.
00:08:02: Logisch.
00:08:04: Und du hast gesagt, du bist ein Lehrer geworden und an welcher Schule hast du dann gelehrt?
00:08:10: Ich habe angefangen in Hündeshahn wo die Technischen Oberschule wie das da üblich war.
00:08:19: Das war eine tolle Erfahrung, muss ich übrigens sagen.
00:08:21: Ein wunderbar angenehmes Arbeiten, engagierten Schulleiter der sich aus immer mal selber gefragt hat wenn es eine Vertretungsstunde zu halten galt ob er so machen könnte und sich vorgespannt hat.
00:08:34: Er war treu aber muss ich so oft dran denken und auch einen guten Umgang.
00:08:41: Es ist nicht selten vorgekommen dass eben Veranstaltungen etwas länger dauerten bis in die Nacht hinein Nicht mit alkoholfreien Schnaps wie hier.
00:08:51: Und da wurde auch schon mal der Träger angespannt und der Lehrer nach übern Zehnsberg nach Hause gefahren, das gab's auch.
00:08:59: Also so lange her die Protagonisten sind alle schon verstorben aber ich habe eine tolle Erinnerung und hier und dort trifft man natürlich auch noch den einen oder anderen seiner ehemaligen Schüler.
00:09:12: Das ist nicht anders!
00:09:13: Wie lange warst du in Hünnessagen?
00:09:14: Ich war fünf Jahre in Hünessagen also bis drei bis drei und äh, siebzig.
00:09:21: Und dann bin ich nach Leinefelde, äh an der Schule zwei damals, Karol Liebknecht-Schule von siebenundsiebzig da war die Oberschule, die ja dann vom Worbis, sieben und siebzig vom Wurbis nach Leinenfelde verlegt wurde.
00:09:34: Wenn du fünf Jahre lang in Hundeshagen gelebt hast, ähm, geleert hast hat man dich da auch was gelehrt?
00:09:41: Diese Geheimsprache der Hunde seltener Kochen...
00:09:43: Du meinst Kochum?
00:09:44: Ähm es war so, gelehrte nicht Und so schnell dann kann man sie auch nicht lernen.
00:09:50: Aber sie war insofern präsent, wenn wir Wandertage hatten, waren ja die Wandertagen nicht wie heute bis bei mit Bus und Flugzeugen und ähnlichen, sondern mit einem Zug.
00:10:02: Mit dem Zug von da eine Felde... ...und das war natürlich insofern spannend weil einige Schüler könnten natürlich so, naja sagen wir mal so einige Gesetze, einige Redewendungen Und die übrieren Mitfahrenden, die haben die Ohren gespitzt und gesagt, Mensch, aus welchem Land komm ich dir her?
00:10:25: Das war schon immer schön.
00:10:26: Hast du sich die Sprache verstanden?
00:10:28: oder konnten nicht die Schüler dann auch unter den
00:10:30: Fisch gefirmen?
00:10:31: Naja, die konnten mich auch nicht für wem.
00:10:33: Ein paar Begriffe kannte es denn natürlich aber nicht wirklich.
00:10:37: Aber ich habe immer bis heute noch Verbindung über einen Verein, über ein Geflügelverein der ja zwischen Leine Feldhundesagen besteht Und in diesen Verbindungen habe ich manchmal so aufmerksam gemacht, gerne auch die Bürgermeisterkollegen oder ehemalige Bürgermasterkollegende.
00:10:55: Ich habe gesagt ihr müsstet das viel mehr, wie soll ich sagen, Aufnehmen und euch damit auseinandersetzen wo sie kannten durften.
00:11:05: Das können nicht viele sagen!
00:11:06: In der Art ,wie das im Hundeshagen praktiziert worden ist und wie es stattgefunden hat... Seit einigen Jahren sagen Hundes, dass er von Deiner Fälle Wurbes ist.
00:11:20: Bietet sich geradezu an!
00:11:23: Und eine Verbindung gibt es natürlich da auch.
00:11:25: Einer der größten Straßenfeste im Eichsfeld ist die Ringaukirmis in Deine Felder und die Ringgaukirmes, die im nächsten Jahr ihr Achtzigjähriges hat geht zurück.
00:11:37: Im Grunde auch auf die Hunde-Hare genau.
00:11:41: Denn... Die Wambermusikanten Stiegen alleine Fälle aus dem Zug, schleppten natürlich ihre Instrumente nicht mit nach Hündeshagen.
00:11:49: Sondern ließen sie im Ringau nach hinterm Ortor entsprechend zurück um sie dann nach einer gewissen Zeit wenn Sie eben Ihren Aufenthalter in Hündeshagen beendet hätten wieder mitzunehmen.
00:12:02: und eines Tages kamen sie so wird es berichtet, kamen die wie.
00:12:06: das war ein Dienstag und da hat irgendeiner gesagt Spielt doch mal einen Naja, und da wurde der Zawanz.
00:12:14: Und da ging es los.
00:12:17: Da wurde dann eine Runde gedreht bei Fettbrot und selbst gebrannten... ...und schon sagen wir heute das war die Geburtsstunde der Ringaukirmes von Deine Felde.
00:12:29: Die ist schwer hatte sich zu etablieren zur DDR-Zeiten weil da der Kulturbund dahin versteckt und naja wie das immer so war aber die alteingesessenen also die Stampevölkerung hat es doch Irgendwo immer hingekriegt, wenn die offizielle Zeit vorbei war, dann öffneten sich die Dohre und da strömte man auf der Straße.
00:12:47: Und da war die Sache im Gange!
00:12:51: Es ist doch schön dass so was über so viele Jahre Tradition hat und fortgeführt werden kann eine Kirmes wo im Grunde jeder hingehen kann.
00:13:01: Ich habe immer auch Spaß, bin ja da Mitglied, ich hab immer auch Spass gesagt, da kann jeder hingehn, der was sucht, der wen sucht Ja, bestimmte Sachen.
00:13:12: Das ist eben einfach so.
00:13:14: es ist egal das Äußere spielt keine besondere Rolle.
00:13:20: wichtig ist dass man seine Freude hat wenn man dabei ist.
00:13:23: Es ist eine Angelegenheit da wo auch mal der Mitarbeiter in irgendeinem Unternehmen seinem Chef einen ausgeben kann Und umgekehrt, wo alles locker ist und wo man auch als verantwortlicher anderen früh mal ... Oder im Laufe des vormittags auch mal angerufen wird und gesagt, Mensch weiß denn noch mit wem ich da nach Hause zusammengestanden habe.
00:13:47: Das ist eben auf.
00:13:48: Ja das
00:13:48: war ja auch Heiratsmerk.
00:13:50: Wir
00:13:50: sind alles Menschen.
00:13:53: Heute muss man das Internet
00:13:54: bemühen
00:13:54: um irgendwem zu finden.
00:13:56: Und heute früher ist man auf die Kirmes gegangen und hat dann ein Mädchen
00:13:59: mitgenommen.
00:14:00: Hat er kennengelernt?
00:14:00: Das
00:14:02: war einfach...und dass tut den Leuten auch gut!
00:14:06: Und das fehlt heute, das spürt meinen.
00:14:09: Wenn wir immer dabei, auch nicht nur die Tradition der Durchführung aufrecht zu erhalten.
00:14:17: Auch auf so ein paar Besonderheiten zu achten.
00:14:19: Wir sind in einer Straße das heißt also dort wo denn Leute?
00:14:24: Ergo muss man natürlich auch Rücksicht nehmen damit nicht einer da irgendeine einsweilige Verfügung macht und dann findet es gar nicht mehr statt aus Verärgerung.
00:14:32: Es geht um acht Uhr fünfzehn los Und endet um halb zwei und eine Stunde mal noch dran.
00:14:41: Das gehört im Ex-Welt ja auch dazu, aber diese acht Uhr fünfzehn da hat es ein besonderer Bewandten ist Wie man wie man nachweisen kann in seinen ist es in deiner Felde so dass wir Ja auf der politischen Ebene auch ne sehr guten sehr gute Zusammenarbeit mit den beiden Kirchen gemeinden damit meine ich jetzt Mal die katholischen und die evangelischen Die auch immer zusammen agiert haben.
00:15:06: Wir haben uns um die Kirchen gekümmert, um das Umfeld und um die Klocken.
00:15:11: Und als wir im Jahre zwei Tausendundeins uns um den Klockenden alten Kirche, die keine mehr hatten nach dem Krieg bemüht haben war Bischof Wange mal zu einer Veranstaltung in Breitenholz.
00:15:28: Ich wurde zugeladen und habe einfach ein Bischoff geraucht.
00:15:31: Da haben sie nicht noch irgendwo eine Glocke rumstehen!
00:15:35: Das war die Zeit, wo ab und zu schon mal geredet wurden.
00:15:40: Da drüber missen.
00:15:41: Gott ist auch so zumachen.
00:15:43: Alles sowas ist ja dem Eichsfelder unvorstellbar.
00:15:46: Aber woanders schon Gang und Gebe.
00:15:49: Naja ich hatte gesagt das nicht.
00:15:50: aber was wollen Sie denn machen?
00:15:51: Ich habe gesagt wir suchen.
00:15:53: Wir wollen eigentlich eine Spenden als Ringerfreunde für die alte Kirche.
00:15:59: Der Ringer ist ja der älteste Teil von einer Felde.
00:16:01: Es liegt ja nur hundert Meter entfernt.
00:16:05: Naja, ich das nicht.
00:16:05: Aber schicke ihn mal den Klokkenbeauftragten des Bistums.
00:16:13: Na ja, er rief mich ein paar Tage später im Amt an und sagte aber gleich... Also Herr Pogermasser!
00:16:19: Ich muss ihn natürlich enttäuschen in diesem Klokkenturm.
00:16:23: Da gehören nicht eine, da gehören drei.
00:16:26: Da habe ich ihn gleich am Telefon gesagt, hätte ich meinen Mund gehalten?
00:16:29: Hätte ich meinen Mund
00:16:29: gehalten?!
00:16:31: Ne?
00:16:31: Drei Kloken.
00:16:32: Junge Junge Ja, und dann ist auch kein Klokonstuhl.
00:16:35: Und das und jenes.
00:16:37: Aber es hat uns dann angestachelt.
00:16:38: Dann haben wir gesagt wie macht man denn das?
00:16:40: Drei Klocken los!
00:16:42: Es war ein Jahr nach der Expo.
00:16:44: in Deine Fälle eine Glocke nimmt die Stadt aufschrift muss irgendwo im Zusammenhang stehen mit der Exbo.
00:16:52: Eine Glockel nehmen die Ringerfreunde und jetzt brauche ich noch einen privaten Spender.
00:16:55: und da haben wir einen guten gefunden mit dem Unternehmerhund zu sagen hey du kannst auch nur Glockeln nehmen.
00:17:03: Der hat gesagt, Glocke.
00:17:05: Hör ich in der Mitte mal Glocge?
00:17:07: Naja, hab' ich gesagt du wenn da eines Tages nicht mehr bist... Da sagen deine Kinder und Enkel, hörste?
00:17:13: Opa Stocke!
00:17:15: Nächsten Früh hatte er sich bei mir gemeldet und so wäre Harald Kent immer auch großzügig aber ich nehme die größte.
00:17:23: War das schonmal geregelt.
00:17:26: Und schon hatten wir drei Glocken, wir haben die Handwerker, die Zimmerleute
00:17:29: etc.,
00:17:30: Tischler usw.
00:17:31: mit dazu gebracht mit dem Glockenstuhl gearbeitet haben, wir haben die finanzielle Seite abgesichert als Stadt und haben eine tolle Sache.
00:17:40: Mit einer Sonderheit!
00:17:42: Wir spenden die Glocke der Kirche mit einem Vertrag, dass sie am Dienstag um zwanzig Uhr fünfzehn, am Dienstdag nach dem Patronatsfest, bei uns Maria Magdalena, zwanziger Juli Leuten und damit die Ringaukirmes eröffnen.
00:18:05: Das heißt unsere Ringau Kirmes hat immer auch ihren Bezug zur Kirche.
00:18:10: zum Hintergrund, um zwanzig Uhr fünfzehn hat gefälligst jeder erstens mal schon da zu sein und zweiten still zu sein, ne?
00:18:17: Damit wir die Glocken hören und dann geht's los!
00:18:20: Und das ist doch eine wunderschöne kleine Tradition Und die kann man schön weitergehen, weil immer es also im Juli da um zwanzierfünfzehn Leute kann man loslaufen.
00:18:30: Es findet über statt.
00:18:33: So haben wir das gemacht!
00:18:34: Ja, wir merken jetzt schon Gerb du brennst ja immer noch für deine Stadt Du warst lange lange Bürgermeister.
00:18:42: Wenn du so an deinen ersten Arbeitstag als Bürgermaster zurückdenkst.
00:18:48: Was ging mir in damals durch den Kopf?
00:18:50: Das weiß ich noch wie heute.
00:18:52: Ich bin am Zweihnzwanzigsten, die ist so eine Schicksalswahl bei mir sage ich jetzt mal vorsichtig oder eine besondere Zeit.
00:19:01: Am Zweihntzwanzichsten Mai bin ich im der damaligen Stadtverordnetenversammlung als Bürgermeister gewählt worden man muss ja wissen die unmittelbare Kommunale.
00:19:11: weil war am Sechsten Mai Sonntags Und damals war noch nicht die Urwahl, sondern da wurde man aus der Stadt verordneten Versammlung heraus.
00:19:20: Auch Stadtrat gab es auch später.
00:19:21: Aber Begriffe sagen wir mal ist nicht das Entscheidende.
00:19:25: Da bin ich gewählt worden.
00:19:26: Ich habe aber nicht gleich angefangen weil ich hatte noch Schüler vorzubereiten aufs Abitur.
00:19:33: Das heißt also... ...ich habe noch etwas länger gemacht und mein erster Arbeitssache war der neunzwanzigste.
00:19:42: Dann an den neun zwanzigsten Mai Und wie das damals üblich war, Schule begann um sieben Uhr und natürlich wurde auch im Amte um siebe Uhr beginnen.
00:19:51: Der damalige, ja ich nenne ihn als Bürgermeister eigentlich dieser stellvertretende Bürgermaster der hat mich empfangen.
00:19:59: wir kannten uns ja, er gehört da auch damit mit der CDU an und hat mir offeriert also wir haben hier neunsechzig äh... Ich will mich nicht mehr festlegen, neunzehntig Markum fuchtsich Fanje Noch da im Tresor und noch ein paar Unterlagen.
00:20:16: Na ja, los geht's!
00:20:19: halbe Stunde später mal alle bei allen Bediensteten zusammengerufen mich vor mir vorgestellt.
00:20:25: irgendwie kannte man sich ja doch oder viele jedenfalls.
00:20:29: so war das halt.
00:20:31: mein Schüler hatten mich hingebracht in ins abend.
00:20:33: Das war einfach so.
00:20:35: Ja Und ich bin ganz ehrlich sein Irgendwie habe ich schon gedacht menschenskimmers Zumal man ja überraschenderweise in diese Rolle auch hineingeraten war, war doch nicht großer Wahlkampf vorher alles.
00:20:50: Aber als das Thema kam Bürgermeister machen von Leine Felde hast du da sofort gesagt klar mache
00:20:56: ich?
00:20:57: Ich sage mal so, ich habe mich aufstellen lassen für die Liste der CDU.
00:21:04: Ich war Mitglied seit neunzehntauszig und habe mich ausstellen lassen um einfach für meine Heimatstadt mich mit einzubringen.
00:21:12: Einfach mal so, ohne große Vorstellungen was man dort alles machen könne und wie das dann alles so wäre.
00:21:19: Einfache nur, willst du es mitmachen?
00:21:22: Das war der Ausgangspunkt!
00:21:24: Und ein paar Wochen vor der eigentlichen Wahl gab es mal einen Frühschuppen in einer damaligen Stadtheile, da schwert man noch weich zu lassen.
00:21:31: an der damalige Stadtheile Leinefelde Gab es einen Frühshoppen, mit der Dreh und so weiter.
00:21:38: Jeder musste dich vorstellen.
00:21:41: Und irgendwo wo wir zusammen kam, sagte Franz Drössler was noch wie heute hatte gesagt du wir müssen auch ein Bürgermeisterkandidaten da hat man aber zwei dann noch eine Frau noch Petra Strauss und ich ... Du wärst geeignet!
00:21:57: Naja los machen und am Tage der Wahl Also Wahlkampf, sowas hat ja doch nicht so stattgefunden wie man das heute jetzt so nimmt mit Riesenplakaten und allem möglichen.
00:22:10: Jedenfalls am Tage der Wahl abends.
00:22:15: ich hatte schon Telefon ein paar Wochen vorher bekommen und da wurde ich angerufen du musst kommen du musst komm in zum Auszähl oder beim Aussälen Du hast mit Abstand die meisten Stimmen.
00:22:28: Oh!
00:22:30: Das war ja auch so war schon überwältigend.
00:22:34: Für mich auch überraschend hatte ich auch ein bisschen was mit Bekanntheit zu tun, Lehrer, viele Jahre Fußballer, Sport überhaupt, Schwarzarbeiter... Ich habe ja noch Mauer gelangt und gesagt, naja da kanntest du dir die Idee auch so wie sie waren nicht wie sie sein sollte?
00:22:53: Genau,
00:22:54: ja.
00:22:55: Damit konnt's ja auch immer Schule etwas mit anfangen.
00:22:58: Die Schüler haben das ja auch gewusst.
00:23:00: Die hatten ja auch drei Meinungen.
00:23:01: Die der Schule und die der Älfer und noch eine eigene, so war das.
00:23:06: Also es war dann schon überraschend und hin und her im Gespräch noch dazu.
00:23:12: Und dann bin ich angetreten zu dieser Wahl in der Stadtverordnetenversammlung.
00:23:18: Ich glaube, ich hatte vorhin den Vierzigstimmen achtundzwanzig oder so ähnlich.
00:23:21: achtunddreißig Wochen dauern wir nur da so ein etwa.
00:23:28: um auf den ersten Tag dann zugehind zu kommen, da habe ich die Mitarbeiter kennengelernt und zumindest jetzt mal so auf die Schnelle.
00:23:42: Ich weiß noch dass man für mich eine neue Sekretärin ausgesucht hatte weil mir die bisherige nicht ... wie soll ich ihn sagen?
00:23:55: Nein,
00:23:57: ganz im Gegenteil.
00:23:58: Weil man der Meinung war ne ja neu und die vorherige Sekretärin war ja Sekretären des Vorgängers nicht also damit aus der Richtung der führende Partei aber ich habe mir die Sekretären bestellt, also bestellt sie uns einfach gebeten Zu mir zu kommen, wir haben ein paar Worte gewechselt.
00:24:21: Wie das so üblich war in der damaligen Zeit.
00:24:23: Haben Sie denn irgendwie da mit dem System was zu tun gab?
00:24:26: Ich kannte sie ja weil ihr Sohn so alt war wie meine Tochter und wie auch immer die beste Entscheidung, die ich treffen konnte.
00:24:34: Ich habe sie einfach behalten.
00:24:35: Die hat Bescheid gewusst
00:24:37: Ja
00:24:37: Und sie konnte etwas was mich immer fasziniert hat.
00:24:40: Sie konnte sich dennoch.
00:24:42: Weil immer ich mal irgendwas gegutzt habe.
00:24:43: Da hatte ich gleich mal bisschen mit und so.
00:24:45: Es war einmal alles festgehalten.
00:24:48: Mit Sprechgeräten, Änlien.
00:24:49: Wir waren da mit der Technik noch arg hinterwälterisch zu dem Zeitpunkt, ne?
00:24:54: Irgendwie hat mir ja den Geruch des Ormigpapiers und alles so was immer noch innen.
00:24:58: Wenn man so zurückdenkt!
00:24:59: Also quasi ganz pragmatisch gemößt, warum soll ich die Frau ausgauschen...
00:25:04: Ja, ganz schön nur weil es geht um die Leistung und nicht um das
00:25:06: System, indem sie vorher
00:25:08: gearbeitet wird.
00:25:10: Das war wirklich hervorragend, muss ich ehrlich sagen eine tolle Zusammenarbeit über all die Jahre, Die von die Möglichkeit hatten.
00:25:16: Ja, da hast
00:25:17: du da eingefangen und dann kam's der Knöppel-Dicke in Leinefeld.
00:25:21: Richtig!
00:25:22: Das war natürlich was Besonderes... ...und ich kann mich erinnern dass ich am ersten Sonntag nach der Wahl, ne nicht am ersten und zweiten, schon mal eine Runde gedreht habe zu Fuß.
00:25:37: Sonntags wird ein Vormittag einfach mal so wie ein Schleinhell jetzt.
00:25:41: Was wird denn?
00:25:45: Wie sieht denn das alles aus?
00:25:47: Hast du denn eigene Vorstellungen schon, natürlich hatte ich auch welche.
00:25:53: Keine Frage.
00:25:53: und natürlich kannte ich als Geburtjahre eine Felder und eben auch schon in einem bestimmten Alter war ich ja als die Entwicklung zur ersten sozialistischen Stadt des Eichsfeldes begann.
00:26:09: so war Meinungs- und Äußerung von Partei und Regierung.
00:26:17: Das war der Achselplan vor den Neunen Fünfzig, und einsichtig war ja die Grundschallegung am Zehnten April.
00:26:22: Da musste es natürlich hin, ich war Schüler der neunten Klasse oder kam dann in die zehn Jahre.
00:26:30: Und das weißt du alles noch.
00:26:33: Irgendwo hatte sich das entsprechend festgesetzt...
00:26:38: Wir müssen vielleicht für die Hörer, die wir hier auch haben.
00:26:42: Die nicht aus dem Eichsfeld sind dazu sagen es gab in Leinefelde eigentlich korrigier mich einen großen Betrieb
00:26:51: und
00:26:51: das waren die Baumwollspinnerei.
00:26:53: Und die war extra dorthin gebaut worden nach Leinefelde.
00:26:56: vielleicht kannst du da nochmal ganz kurz darauf eingehen?
00:26:58: Es gab neun zu neun fünfzig.
00:27:00: den sogenannten eichs.
00:27:02: Feldplan der vom Partei und Regierung aufgestellt wurden ist zur wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung des ganz nahen Bereiches Eichsfeld.
00:27:12: Und er legte fest, dass natürlich die wirtschaftliche Basis geschaffen werden muss um die gesellschaftliche Entwicklung dieses Gebietes voranzubringen was immer man darunter verstand.
00:27:26: Wir wissen ja auch bisschen ideologische Durchsetzung und so weiter bei Einflussung
00:27:31: etc.,
00:27:32: denn im Eichswelt – wie haben wir immer gesagt – gehen die Uhren anders, aber nicht falsch.
00:27:39: Das ist ja einfach so.
00:27:42: Manche konnte gar nicht verstehen was im Eichfeld möglich war, was woanders unvorstellbar gewesen ist.
00:27:49: Kann ein einfaches Beispiel sagen also man stelle sich in der E-Mail den DDR vor an einem Gebiet einen Lehrer-Kind geht nicht zur Jugendreihe.
00:27:59: Umvorstellbaue gewesen, woanders Das haben wir auch gar nicht geklaut, aber das ging eh mal.
00:28:03: Manchmal hat er noch einmal gesagt ein guter Sozialist oder ein gutter Christ ist eigentlich auch irgendwie ein gutcher Sozialist.
00:28:09: und wenn man die Gebote der Kirche mal vergleicht mit denen der sozialistischen Moral wie sie da hießen, Neuerparagraf, nehmen wir mal Paragraf oder Geburt Nummer fünf du sollst es nicht stehlen.
00:28:24: Da heißt es dazu Du solltest als Volkseigentum schützen und mehren.
00:28:29: Kann
00:28:30: man unterstehen?
00:28:30: Ja, nicht wollte ich nicht stehen.
00:28:32: Mehrern und Schützen vor allem!
00:28:33: Also nicht hier vom Wegen aus im Betrieb müssen wir viel rausschulen.
00:28:36: Das war da auch gar nicht mit gemacht.
00:28:40: Die müssten ja eigentlich beichten.
00:28:43: Wenn sie natürlich vorbildlich auch gemacht haben...
00:28:45: Also das sind so Besonderheiten.
00:28:49: Und um jetzt zurückzukommen Dann setzt er beginnend mit der Grundscheinlegung Übriens Der Spatenstich erfolgte mit der Planieraube, da haben wir die Bezirkssekretär Alois Breutigam.
00:29:05: Mit der Planterape auf einem unserer Fußballplätze hat das ganze Stadt gefunden.
00:29:10: Das müssen wir euch heute mal vorstellen.
00:29:12: Wir hatten aber zwei.
00:29:13: Gott sei Dank, wenn man noch ein bisschen weiter spielt!
00:29:16: Aber das gesamte Betriebsgelände war ja auf diesem Sportgelände nachher etabliert und wurden dann eben neue Plätze gebaut bis hin dann später zum Stadion.
00:29:28: Und dann begann eine beispiellose Entwicklung im ländlichen Raum.
00:29:34: Wie schon festgestellt, Europas größtes Dexilkombinat wurde quasi aus dem Boden gestammt.
00:29:42: Auf die
00:29:43: Grüne wie?
00:29:44: Richtig!
00:29:45: Bezeichnenderweise in der Gemarkung Amerika.
00:29:49: Das war Amerika Für die Leute haben das auch so gesehen.
00:29:52: Das war unheimlich weit weg vom Dorf.
00:29:54: Für da mal die Verhältnisse musst du einen Frühstück mitnehmen, wenn du dahin wolltest.
00:29:57: Ja, du hattest auch kein Auto und kein Motorrad in Spanisch bestenfalls im Fahrrad!
00:30:02: So war das.
00:30:04: Und auf der grünen Wiese aber ... Aber, dass sagt verwende ich manchmal, wenn ich so Entwicklungen von Gewerbegebieten, die dann in den Neunzigern und zweitausender gewesen sind... Die haben damals keine Berge- und Däler versetzt wie später.
00:30:20: Ich will jetzt mal nicht heilen statt erwähnen Aber ja, das ist doch so.
00:30:24: Die haben die natürlichen Gegebenheiten genutzt.
00:30:26: Deine Felder war Verkehrsklotenpunkt auf zu DDR-Zeiten und da der Antransportero-Wahre und natürlich auch der Fertigwahre im Wesentlichen über die Bahn erfolgte, war das Gelände um den Bahnhof herum im weitesten Sinne das geeignete Gelände für diese Barmüllspinnerei.
00:30:46: Da wurde die Osterhelle gebaut, die dann dreiundsechzig fertig wurde und dann begann parallel dazu, der Bau des großen Halswerks für das Unternehmen.
00:30:57: Aber sofort ab drei neunzig im Herbst in dem Bereich der Rosa Luxemburgstraße, also das alten Lehrlingswohnheim ist was da gebaut wurde.
00:31:08: Und dieses Halswerk versorgte auch die zunehmend wachsende.
00:31:18: Ich sage, nennen Sie mal jetzt Südstadt, weil sie im Süden der Allstadt Leinefelde errichtet worden ist.
00:31:26: Und zur Halle I kam eine Halle II und III dazu.
00:31:31: Dazu kam dann später noch eine Halle IV die aber im Rohbau noch verblieb.
00:31:36: Da ist dann die Wende dazwischen gekommen, ist dann später fertiggestellt worden... ...und alle diese Hallen bekamen wie selbstverständlich Klassanschluss!
00:31:46: Wir haben einen.
00:31:47: Wir haben ein Gewerbegebiet, ein altes, ich nenn's mal bewusst altes Gewerbegebieto geschichtlich mit Gleisanschluss.
00:31:55: Und später, dreiundneunzig, haben wir den Antrag gestellt als Stadt zur Übernahme des Heizwerkes und aller dazugehörigen Einrichtungen.
00:32:10: damit meine ich Gleisanlagen Brunnen Lokbahnhof Anschlussfleise, Brunnen gehören dazu.
00:32:19: Also es war und... ...einhundertundelf Mitarbeiter der Heizwerke.
00:32:25: Plötzlich waren wir kleine Unternehmen.
00:32:28: Das war gar nicht so Naja!
00:32:32: Und das haben wir fast wie im Handstreich übernurben.
00:32:36: Nämlich gegen die Zahlung eines entsprechenden Betrags.
00:32:43: an eins kommen wir, ich weiß nie mehr ganz genau dreimal drei Millionen für getätigte Wertehaltungen, nicht für Investitionen.
00:32:54: Und damit waren wir Eigentümer dieses Komplexes.
00:33:01: und inzwischen waren ja über die Jahre die Stadt gewachsen auf sechzehntausend vierhundertrund Einwohner.
00:33:10: von wie viel?
00:33:11: Von zweitausend und, naja, sagen wir mal zweieinhalb Als Ausgangspunkt, neun Jahrzehnte.
00:33:18: Die Dörfer des Eichsfeldes haben ja einwohnermäßig auch davon, was heißt providiert sind, deswegen auch größer geworden durch die ganzen Umsiedler nach dem Zweiten Weltkrieg
00:33:32: etc.,
00:33:32: viele sind dann da geblieben und deshalb geworden hierhin.
00:33:36: Und von zweieinhalb auf als Sechzehntausend das war eine beispiellose Entwicklung so ähnlich wie eures Werder... Wie heißt denn?
00:33:46: Diese typischen Industrie, sozialistische Industriestädte.
00:33:51: Und wir hatten damit letztlich ganz sukzessive drei besondere Rekorde.
00:34:07: Die gesamte Wohnsubstanz in einer Felde bestand zu neunzig Prozent aus Plattenbäuden.
00:34:15: Ich drehe es mal rum, das ist immer bewusster.
00:34:19: Weniger als zehn Prozent waren Privateigentum am Wohnenobjekt und Volkseigentum hat natürlich im Eichfeld auch so seine Späßchen da, wie man sich ja ganz gut vorstellen kann.
00:34:36: Ja, Volkseeigentum gehört allen um Keim nach dem.
00:34:41: Super!
00:34:42: So war das halt.
00:34:43: Und das Nächste?
00:34:45: Das nächste, wir waren mit twenty-fünf Komma ein Jahr durch eine Zeit an der Bevölkerung Europas jüngste Stadt.
00:34:55: und da kann man sich ja vorstellen bei so einer jungen Stadt brauchst du überproportional viele Kinderkrippen, Kindergärten, Schulen, sportliche Einrichtungen, kulturelle Einrichtung.
00:35:08: Es war in Leine Felde im Grunde alles Da.
00:35:13: Und alles neu gebaut und wir, ich sage heute immer noch auch voller Stolz auf das was damals auch geschaffen worden ist.
00:35:22: Das waren ganz tolle Ausgangssituationen.
00:35:25: Was wurde Bärer gebaut?
00:35:26: Es wurden Hallen gebaut und es war wirklich oder Verkaufseinrichtungen in Größenordnungen.
00:35:35: die typische Aussage, was es in der Fälle nicht gab, gab's nur noch im Publikum.
00:35:39: Die Erfurter schmunzeln immer, wenn ich ihn sage.
00:35:43: Meistens staubt sich ja auch gar nicht... Ihr Erfurther seid nach Leinefelde gekommen und in einer Jugendmode eine Jeans zu kaufen!
00:35:49: Und dann mal gefragt, weil wisst ihr noch wie die hieß?
00:35:52: Wie sind ... Oh!
00:35:54: Boxer!
00:35:54: Naja hier ist sicher super!
00:35:56: Honnecker
00:35:56: Jeans
00:35:57: Ja super das!
00:35:58: Super.
00:35:59: Aber Gerd was hat das so mit dem Charakter von dem alten Leinefeld gemacht?
00:36:05: jetzt kommen da dreizend vierzehn tausend Menschen zusätzlich hin.
00:36:08: Alles fremde Lidde?
00:36:10: Ja, aber ich glaube schon kleine Felder hat etwas ausgezeichnet.
00:36:15: Leine Felder sind aus ihrem Ursprung heraus Händler und Händlers brauchen um erfolgreich zu sein mehr als nur das unmittelbare dörfliche Umland.
00:36:27: die müssen ganz anders denken und auch ganz anders mobil sein und anders aufnehmen.
00:36:35: Wir können das in deine Fälle wunderbar an die Straßennahmen sehen, nicht?
00:36:37: Wir haben eine Berliner Straße.
00:36:39: Alle kasseln sowieso Müllhäuser-Schussee!
00:36:43: Auch wenn da jemand mal geschrieben mir geschrieben hat Mensch lass lieber Müllhauserstraße Die Leute können Schussee nicht schreien.
00:36:50: Da habe ich dann zu der Dame gesagt war noch ne Verwandte.
00:36:53: von mir hab ich gesagt du hast recht Du hast nämlich auch falsch geschrieben.
00:36:57: Um Gottes Willen hat sie gesagt Ja nicht weiter.
00:37:01: Und und das ist so Und die Namen waren ja schon am Ende des vorletzten Jahrhunderts, also des neunzehn Jahrhunders und im zwanzigsten Jahrhunder zu Beginn als der Aufschwung von Leinefelde da war durch die Händler.
00:37:17: Feld- und Darmhandel-, Haarfabrikation
00:37:20: etc.,
00:37:20: Senf... Wir waren eine reiche für damals.
00:37:24: die Verhältnisse einer Reiche Kommune Das muss man einfach sagen!
00:37:31: Und ohne dass wir jetzt Das Ganze, das umgemünscht wurde in Bevölkerungssuwachs.
00:37:37: In der Zeit.
00:37:40: Und von der Worte aus war das schon etwas Besonderes und mit der Baumbüllsprüngerei und dem Bau kamen natürlich sehr viele junge Leute.
00:37:49: Und junge Leute haben es doch an sich dass sie sich sehr schnell auch gut verständigen und miteinander können.
00:37:57: Und das habe ich im Übrigen auch später Ich glaube schon auch ganz gut nutzen können, indem wir immer versucht haben die Gesamtstadt zu sehen.
00:38:07: Alles was an besonderen Bauten auch entstanden ist es in die Südstadt auch zu bringen um deren Infrastruktur zu stärken und Kirmes und solche Sachen alles immer einnicher.
00:38:23: Altstadtgemeinde und Neustadtgemeine und sowas nicht wie eins.
00:38:28: Da muss man natürlich, das hat natürlich seinen Ursprung darin auch, dass vergleichsweise dieser Prozess der Stadtwährung natürlich rasant ablief.
00:38:38: Im Jahre neunsechzig bekamen wir Stadtrecht hat man schon sechstausend neunhundert Einwohnern.
00:38:44: Naja wie soll ich sagen?
00:38:45: Das war schon was ganz außergewöhnlich ist und die Altstadt oder das alte Dorf muss man ja eigentlich genauer sagen korrekterweise.
00:38:53: Das hat natürlich auch profitiert In ihrer Beziehung, auch in der Zwischenmenschlichen.
00:39:00: Das war eben so wo junge Leute kommen ist was los da findet statt die Kneipen und überall und dann so dieses nicht.
00:39:08: wir hatten im Inlangefälle mit Haus Eichsfeld Und nachher mit Stadt L hatten wir zwei Lokale.
00:39:16: Da fand eben auch am Wochenende dann statt fand im Alksfeld auch dann statt am in der Fastenzeit.
00:39:22: Und da wurden auch die gesehen, die noch sonder in eine Kirche gegangen sind und dann trotzdem dazu ... Nein ja, das Wiederschutz... Günter
00:39:28: Helbing hat dort seine Frau kennengelernt!
00:39:30: Ja zum Beispiel.
00:39:31: Zum Beispiel.
00:39:32: Na ja, und so viele andere auch.
00:39:35: Und eines muss ich auch sagen Es wurde ja bisweilen etwas sehr negativ auch über diese großen Quartiere geredet Mit Ghetto und so einigen üblen Begriffen.
00:39:55: Aber jeder im Eichfeld sollte immer mal nachdenken, wie war denn das wirklich?
00:40:03: Eine große Anzahl derer die in diesen Blöcken gewohnt haben, in diesen plattenbar Wohnungen, die waren aus dem Eichsfeld.
00:40:10: Denn als junge Familie bekamste in Lahnefeld eine Wohnung, ein Kind kriegte es sowieso schon in jungen Jahren Das gehörte dazu, manchmal vorher schon.
00:40:19: Das ging's noch schneller mitten.
00:40:20: Ja das war doch so.
00:40:21: Manchmal konnte ich ein Schleier schon tragen und von der Warte aus ... War das ein richtig tolles Miteinander?
00:40:35: Und ich sag mal so... Das hat auch die Stimmungslage eben gutgetan.
00:40:44: Es ist immer mit denen Einschränkungen wie auch immer.
00:40:49: Viele, viele Eichsfelder haben sozusagen die ersten ehrlichen Schnüttehandlungen Zeiträume in der Plattenbauwohnung in Deine Fälle verbracht.
00:41:03: Die waren modern.
00:41:05: Warmes Wasser aus der Wand.
00:41:07: Fernwärme, keine Kohlen schippen.
00:41:12: Bei fünf Personen in einer Familie, die fünf Mal Wanne voll, immer frisches Wasser Zu Hause, da wurde doch ein alten Badeofen natt.
00:41:19: Da gingen die Fünfe in einem Wasser rein.
00:41:22: Auch der Gigeswascher kann mit sich waschen mit.
00:41:26: Zum Schluss kam der Vater rein.
00:41:27: Irgendwie.
00:41:28: Der hat es ja nicht mehr so gemerkt!
00:41:30: Aber das sind doch alles so.
00:41:32: Bedingungen und ... Das war noch ein tolles Wohnen.
00:41:38: Es war überschaubar.
00:41:39: Wir haben jetzt allein im Skartenschau eine Nostalgie-Wohnung.
00:41:43: Wir hatten sie schon zur Expo.
00:41:46: Ja mein Gott, nicht nur der Geruch ist aus dieser Zeit.
00:41:48: Der hatte irgendwo verfestigt!
00:41:51: Es war ein für die damaligen Verhältnisse hochwertiges Wohn- und preiswert noch dazu.
00:42:01: Und du warst guckzuck, warst mit deiner Wohnung durch?
00:42:05: Na klar ich bin in dem Frühjahr reingezogenen Otto Grotemuldstraße.
00:42:10: Heute H-Straße ist der Block wo die Geschäftsteller WVL drin ist.
00:42:14: Deswegen habe ich damals auch Spaß beim Umbau gesagt, ich habe hier schon mitgearbeitet.
00:42:19: Da haben nämlich alle angeguckt und dann hab' ich gesagt, ja, der Dübel da an!
00:42:23: Der ist von mir!
00:42:24: Aber wir hatten keine Schlachbohrmaschine, sondern man hat einen Meister und ein Holzflug rein als Dübel.
00:42:32: So war das
00:42:33: damals?
00:42:34: Ja.
00:42:34: Und aber es war ein tolles Wohnen und die Mehrheit gibt das auch gern zu.
00:42:42: dass er so war.
00:42:43: Ich könnte natürlich auch am Eichfeld sagen, naja der Besuch, der dann kam die waren ja neugierig von den Dörfern.
00:42:50: da ging es ja immer noch überm Hof zur Dolente und so weiter.
00:42:54: oder beim Abendstatt hat man eben mit einem Entopf und so gearbeitet.
00:43:02: Es war hochwertiges Wohnen aber die Verbandschaft musste abends wieder heim Da waren wir wieder für sich.
00:43:12: Die hatten Essen und Trinken abgeliefert, und dies und jenes... Ja!
00:43:16: So war es doch.
00:43:16: Und wenn die Sonne aufs gekommen worden ist, dann hast du dann das Glockengeleut gehofft.
00:43:22: Du hattest natürlich auch Südstadt aus, Glockengeleut gehört.
00:43:24: Na ja, da hatte ich manchmal noch mal rumgedreht und hat gesagt Gott sei Dank, zu Hause hätten sie schon gerufen.
00:43:29: Es was aber zieht, dass du aufstehst in den Kerchen.
00:43:33: Also kann man sagen, Telefon raufst du nicht?
00:43:35: Kannst du dich anrufen?
00:43:38: Ich hatte es vorhin gesagt, du bist Bürgermeister geworden.
00:43:42: Dann kam's ja auch knüppelticke für dich.
00:43:44: das meinte ich natürlich dahingehend dass dieser Riesenbetrieb die Spinne eben einen enormen Aufschwung genommen hat damals
00:43:53: aber
00:43:54: dann eben auch zu einem ganz großen Problem geworden.
00:43:57: Wusste
00:43:57: sich!
00:43:57: Das war wie die Stadt Leinefelde stand mit der Wende vor einem ganz entscheidenden Weg oder vor einer ganz entscheidenden Situation.
00:44:10: Ich mach's hier mal fest mit den Begriffen, also entweder finden wir eine Strategie um diese Arbeitsplatzverlust der ja ganz offensichtlich war, der ja mit dem Weltmarkt was zu tun hatte und die allgemeinen Veränderungen, die es mehr oder weniger in ganz Europa stattfanden in der Sowjetunion zusätzlich noch das waren ja die Hauptabnehmer dass es da eine ganz entscheidende Situation eingetreten war, also weniger Arbeitsplätze.
00:44:45: Gleichzeitig diese ganze junge Bevölkerung die natürlich im herkömmlichen Sinn nicht sesshaft war.
00:44:54: sie hatten Kinder der Schornstein muss rauchen oder es muss Arbeit her.
00:45:01: was hat man gemacht?
00:45:03: Sein neu erworbenes Auto benutzt und hat sich dann auf dem Weg gemacht.
00:45:09: Die meisten haben die Stadt Leinefelde und die Großsiedlung verlassen, der Arbeit wegen.
00:45:15: Ich weiß ihn so schlecht, weil sie so schlecht gewohnt hatten da.
00:45:18: So war es ja nicht.
00:45:20: Dann muss man ja ehrlicherweise und fairerweise auch sagen Und die haben dann natürlich woanders ihre Familien Geschichte fortgesetzt Und die übergroße Mehrheit ist natürlich nicht wieder zurückgekommen.
00:45:34: Das ist ganz, ganz natürlich und deswegen halte ich auch heute nichts davon von vielen Statistiken.
00:45:41: Oh, da sind achtzehn Prozent da wieder irgendwo zurückgekommen und wir hier ansässigen ja, was denn mit den zweiundachtig Prozent?
00:45:51: Die geht's doch eigentlich.
00:45:53: Die müssen wir noch haben.
00:45:55: Und das war ein unheimlicher Allerles.
00:45:58: Und dieser unheimliche Allerless hat zu der Überlegung geführt, sind wir denn in der Lage eine Stadtentwicklung?
00:46:07: Eine erfolgreiche Stadtentwickelung.
00:46:09: Das muss ja unser Ziel sein.
00:46:11: Deswegen sind wir ja angetreten irgendwo.
00:46:15: Ist es möglich, eine solche Entwicklung zu machen unter Schrumpfungsbedingungen also?
00:46:21: die Stadt wird von den Einwohnern und ihrer räumlichen Ausdehnung kleiner aber Sie bekommt einen neuen wirtschaftlichen Hintergrund, also sprich sie bekommt eine neue Struktur und dafür brauchen wir eine Strategie wie das erfolgen könnte.
00:46:47: Und da haben wir uns so zu sagen in das Entwicklungsprogramm mit aufnehmen lassen vom Bund und Land.
00:47:01: Und haben sofort ab drei neunzig im Sommer mit einer Stadtplanung begonnen, mit einem Rahmenplan, haben ein Büro beauftragt weil es gab nur zwei Möglichkeiten entweder es gelingt uns etwas wozu es ja kein Beispiel vorher gab das hat's ja noch nicht gegeben.
00:47:22: Gabs keine Blaupause für?
00:47:23: Weltweit nicht!
00:47:24: Und die auf der anderen Seite hatten schon Warnischt davon naja du warst doch Und, vielleicht haben die sich auch gehölle Zeug gehalten und in anderen Bereichen ja doch etwas reingedrängt.
00:47:35: Aber das lassen wir mal.
00:47:39: Wir mussten das also selber machen – und es gaben zwar möglich – dann entweder wir finden so eine Strategie, dann sehen wir eine Chance für unsere Stadt deutlich verklanert, Struktur anders, Einwohner anders, Wirtschaftsstruktur
00:47:53: etc.,
00:47:53: alles das oder aber ich sage das mal ganz brutal Wir schaffen uns ab.
00:48:00: Und wir haben ja einige Beispiele in der ehemaligen DDR, wo das fast so ist wenn ich mal ein heures Wetter und bestimmte Städte denke die denen das nicht so gelungen ist.
00:48:10: Wir haben offensichtlich eine gute Strategie entwickeln können.
00:48:15: Wir habe eine ehrliche Bestandsaufnahme gemacht.
00:48:21: Nicht hier irgendwie es wird vielleicht noch und da kommt ja noch ne?
00:48:25: Also wenn einmal in einem Eingang, wo zehn Familienwohnen drei Wohnungen leer sind.
00:48:31: Dann kann ich könnte ich zwar sagen vielleicht zieht er mal wieder ein aber im Wirklichkeit sind es ein halbes Jahr später fünf leere Wohnungen und dann sitzen die übrigen fünf am Abendbrotisch und sagen Menschen das können wir den letzten sein hier drin auch was.
00:48:48: wir müssen uns hier auch etwas anfallen lassen statt.
00:48:52: hast du denn eine Perspektive auf die Verlass ist.
00:48:56: Und das ist uns gelungen, wir haben eine Umbaustrategie also eine sogenannte Kernstrategie entwickelt mit einer sogenannten städtebaulichen Achse.
00:49:09: Wir haben in einer schonungslosen Bestandsaufnahme uns klar gemacht Die Hälfte der Plöcke sind im ländlichen Raum langfristig nicht vermiedbar Auch eingedenkt der Tatsache, dass es neue Wohnformen gibt.
00:49:27: Die natürlich auch auf dem Markt drängen was ja auch ganz in Ordnung ist.
00:49:32: um zu einem Ausschleich zu kommen denn diese neunzig Komma fünf das ist ein zweifelhafter Weltrekord.
00:49:38: aber so.
00:49:39: und Und Das Wichtige war Dass Diese Strategie zum Allgemeingut wurde.
00:49:44: wir haben uns damit auseinandergesetzt.
00:49:48: Der Stadtrat hat da sehr gut und sehr toll mitgewirkt.
00:49:53: Es gab klare Vorgaben.
00:49:55: Wann ist denn ein Block zu verändern, wann ich sehr wegzureißen?
00:49:58: Wie erfolgt denn das Ganze?
00:50:00: Da hat es natürlich auch ganz spannende Momente gegeben, da sind Tränen gefloschen.
00:50:05: und wie das so ist.
00:50:08: Reißen Sie mal Wohnungen ab die eigentlich noch gut brauchbar sind.
00:50:14: Das muss man miterlebt haben!
00:50:15: Und wenn man nach drin gewohnt hat dann ist das nochmal was anderes.
00:50:20: Dann wachst du nachts schweißgebadet auf Und du denkst, manches hat ja jetzt hier gerappelt.
00:50:25: Ob wir in der Bauer schon draußen ... Ja das ist ja, muss die älteren Leute auch sehen!
00:50:29: Ein Impfzufsmanagement organisiert große Quartiere.
00:50:33: Wir haben einen internationalen Wettbewerb gemacht weil wir, jetzt kommt was Besonderes im Januar nineteenhundert und sechsneunzig ausgegangen war es ganz aus einem Gespräch Im Herbst fünfe neunzig Die Expo Hannover, also Expo zweitausend Hannover stand im Raum und der Gedanke kam bei mir auf, gesagt Mensch wenn du erfolgreich sein willst dann musst du dich mit deiner Stadt unter Druck setzen.
00:51:04: Also nur wir wollen mal das funktioniert nicht.
00:51:09: Es muss etwas geben dass sich ein bisschen zwingt.
00:51:14: Da haben wir eine Sitzung gemacht da Landrat Dr.
00:51:18: Henning war noch zugegen Und wir wollen da teilnehmen, wir wollen zehn Jahre nach der deutschen Einheit zeigen wie man auf dem Weg sein kann.
00:51:31: Der der Transformation einer soll schwierigen Siedlung hier im ländlichen Raum und er weiß ich noch aus dem Gespräch danach Dr.
00:51:40: Henning wo er dann auch noch sagt, jetzt müssen wir natürlich da aber auch was machen.
00:51:44: Wir haben es jetzt beschlossen.
00:51:46: Wir können das doch nicht blamieren.
00:51:48: Ja, ja.
00:51:51: Womit er ja recht hatte und da haben wir sofort auch dank der Unterstützung des Landes muss man hier sagen, haben wir einen internationalen Wettbewerb im Jahre sixundneinzig aufgerufen im Frühjahr.
00:52:03: Achtendvierzig große Büros europaweit haben sich beteiligt und wir haben zwei große Quartiere ausgewählt zur Umgestaltung dieser Großhiedlung und zwar neu, modern, selbstverständlich zu tragbaren Kosten nach den inzwischen sich entwickelnden architektonischen Vorstellungen.
00:52:28: Das war das Physikerviertel und das Dichtervörtel
00:52:32: von der Namensgebung der Straßen.
00:52:34: Richtig!
00:52:36: Das Dichtervorte, das war es eh mal die Politik und nenne ich mal oder Kommunisten.
00:52:41: Oder wie auch immer Socialisten.
00:52:44: Ja, wie das so war also Willem Beek und naja aber wir haben trotzdem eigentlich keine Bildersturmerei betrieben.
00:52:54: dass wäre auch unangemessen gewesen.
00:52:56: Wir haben die Quartiere möglichso gefasst wie sie mit den Straßenbezeichnungen in der Vergangenheit schon gemacht worden und wir haben auch keinen Unterschied gemacht manchmal bei dem, den Personen als Scholz ist.
00:53:14: Es musste hineinpassen.
00:53:16: Und dieser Wettbewerb hat dann zwei sehr gute Ergebnisse gezeigt.
00:53:24: Wir haben die beiden Büros einmal das Büro Meierskopien-Betset damals, das war München das Büro Forst und Schnur aus Frankfurt beauftragt mit zwei großen Quartieren.
00:53:39: Das war eine unglaubliche Herausforderung in kürzer Zeit bei vollem Betrieb dieser Wohnungen, damit meine ich die Leute sind nicht ausgezogen!
00:53:50: Die haben die Klarschränke zugeschlossen und ein bisschen Folie drüberhin und sind morgens an der Arbeit und abends wiedergekommen und dann macht er Staub ab und dann geht es weiter.
00:53:59: Und so lief das ab?
00:54:00: Das ist unvorstellbar heute.
00:54:03: Also wir waren auch Leidensfähig, aber mit so einer Portion Optimismus.
00:54:10: Und plötzlich hattest du ganz neue Bäher von Armaturen und von allem.
00:54:15: Es war richtig toll, dann schon sehen neue Balkons und dass du etwas anfangen konntest.
00:54:22: Das ging ja weiter in außergewöhnlichen architektonischen Ergebnisse und Leistungen die er dazu geführt haben letztendlich für uns ja überraschend zum Vorreiter im Stadtumbau wurden.
00:54:42: Im Landkreis sowieso, da war ja einzig noch Heiligenstadt mit einem größeren Quartier und die haben natürlich eine andere Altstadtstruktur gehabt.
00:54:48: Die haben die Schwerpunkte anders gesetzt, Lieden
00:54:50: usw.,
00:54:51: das war jetzt ein Mehrern-Anhängsel.
00:54:52: so schlimm dass es klingt wenn ich das so sagen darf, das war bei uns genau umgekehrt bekam, dass die Weltöffentlichkeit auf uns aufmerksam wurde.
00:55:07: Die Japaner, die ein sehr hohes Maß auch an Weitergabe unserer Qualitäten dazu beigetragen haben, das war... ...die haben ihre eigene Strategie.
00:55:20: Es gibt einen Beleg dafür – ich bin ja jetzt im Frühjahr da gewesen zu so einer Gedenkveranstaltung – gibt es einen Beleb dafür, dass bis dahin übliches Modell abreißen und neu bauen, dann eben reduziert und verändert.
00:55:37: Ersetzt haben durch das Leinefelder-Modell – hier haben wir noch eine andere Sprechweise, da gab es reine Feldermodelle, da haben wir geschmutzelt, ne?
00:55:47: Ich sage das nochmal so nicht!
00:55:49: Und und und zwar unser Modell Reduzierung erheilt Ergänzung also Auch nachhaltiger Umgang, auch wenn ich ehrlich bin.
00:56:01: Dieses Wort Nachhaltig, das habe ich in meinem Leben vornahmesundneinzig gar nicht verwendet.
00:56:07: Aber es war dann eben da und dann haben wir das eben auch gemacht und ein tolles Beispiel haben wir ja auch.
00:56:14: Wir haben ja schon seit neunzehntneunzig und eigentlich schon vor neunzentneunzig mit dem Heizwerk im Bürgungen, mit erneuerbaren Brennstoffen gearbeitet, nämlich mit Holz also... Das war nicht besonders, wir haben nur die Begriffe nicht gekannt.
00:56:29: Wir haben aber auch geschmunzelt und die gesamte Stadtlerne Felde mit Ausnahme des vergleichsweise kleinen Dorfes wurde fernbeheizt bis heute, dass da auch mal was kaputt geht und so das wissen wir ja auch.
00:56:44: Aber diese Strategie ist erfolgreich gewesen sie ist international anerkannt worden.
00:56:52: Sie hat uns natürlich auch in die Lage versetzt daran weiterzuarbeiten.
00:56:57: Wir haben also kontinuierlich mit dem gleichen Büro, mit dem Bürokras, mit Herrn Streb und mal super Namen zu nennen die sich hier außerordentlich verdient gemacht haben.
00:57:06: Und plötzlich waren wir ein Favorit oder zumindest eine Stadt die beim deutschen Städtebaupreis ausgezeichnet werden sollte.
00:57:19: manchmal hat man gar nicht ans Bewerben gedacht zu ungefähr, dafür sowas weil man es gar nicht gewusst hat.
00:57:23: Und ja wie das so war, da haben wir in Darmstadt im deutschen Städtebarpreis bekommen, äh ... Im Jahre zwei-tausendvier fast vollgerichtig den europäischen im Prag verliehen und dann bekam er mein'n und ich hab das dann immer festgemacht an so Parnamen und auch ein paar Städten namen also Leinefelde wo liegt denn das?
00:57:48: klingt deutsch, also in Deutschland hier.
00:57:50: In Thüringen, ihr muss sagen das!
00:57:52: Und da noch da oben irgendwo, so ungefähr war das.
00:58:00: und im Ausland erst recht.
00:58:02: Beim deutschen Städtebarpreis haben wir z.B.
00:58:04: die Resienhöhe im München hinter uns gelassen.
00:58:06: Das ist doch was.
00:58:08: Das muss einen aus der
00:58:09: Leiste gelingen.
00:58:10: Ich habe dann als voller Überzeugung gegen Räder, die man auch machen muss, hab ich dann gesagt Das plötzlich im ZDF erwähnt wird, dass die Stadtler eine Felde in deutschen Städtebrauchpreis gewinnen.
00:58:24: Da sind manche Kerzen gerade im Sessel!
00:58:27: Was?
00:58:28: Wir?!
00:58:28: Das Ghetto und das und so... So muss man das doch mal bewerten.
00:58:33: Das macht
00:58:33: ja auch was mit den Menschen.
00:58:34: Ja aber
00:58:35: unheimlich, weil sie das macht.
00:58:37: stolz vor allem wir SITWÄR.
00:58:39: Die sollen beim Mund halten, die mit ihrem Ghetto Begriffen vormal da irgendwo hin.
00:58:44: Oh, wie es da aussieht.
00:58:46: Und dann mit dem europäischen Städteverpreis, wie gesagt.
00:58:49: Ja und beim Europäischen Stedteverbreis konnte ich sagen Naja, wir bauen Amsterdam!
00:58:54: Wir waren Spater und Dritter!
00:58:57: Schöne Städten!
00:58:59: Und die hat jeder auch einzuordnen gewusst?
00:59:01: Die haben natürlich gewusst wo das Licht?
00:59:02: Spanien und in Niederlande.
00:59:04: Bei Deine Feldes klang eben Deutsch.
00:59:06: Also wird er in Deutschland schon gewesen sein.
00:59:09: Und dann ging es ja weiter im Weltkorn.
00:59:12: Beim Weltkongress der Vereinigung Plammer und Architekten, dem ui sogenannten UIA-Kongress in Istanbul.
00:59:22: Da wurden vier Preise ausgelobt zwei von den vier preisen gegen kleine Felde einmal für die Strategie des Stadtumbaus und einmal für Die Umsetzung durch das Büroforster.
00:59:35: Das kriegt man auch richtig so mit und spürt es wenn du dann selber dabei bist.
00:59:40: bis da in so einem riesen Podium wo eben auch viele gehofft haben dass sie selber Gibt's da eine Stadt, so ne kleine?
00:59:49: Mit gerade mal was weiß ich zu dem Zeitpunkt hat mir vielleicht noch vierzehntausend Einwohner oder so.
00:59:54: Und die räumt hier zwei Blätten, die räumen hier zwei Preise ab.
00:59:57: So muss man das sehen und dann warst du plötzlich eingeladen da und solltest deine Erfahrungen da weitergeben und so.
01:00:04: War doch gar nicht drauf vorbereitet.
01:00:06: in dem Sinn aber natürlich waren wir überzeugt dass wir den richtigen Weg haben.
01:00:10: Und im Jahr seven war ja natürlich dann Vorjahr zwei sechs hatten den Preis für Baukultur bekommen, also für die Form des Umgangs.
01:00:22: Die Wiedererkennbarkeit ganz bewusst... Also ich habe immer gesagt wir fangen nicht an und kleben jetzt hier Fachwerk an die Blicke um dann so einen bayerischen Stil oder irgendwas zu machen.
01:00:32: So möchte gern!
01:00:33: Ja sondern wir bedohnen das.
01:00:36: Das hat nämlich Qualität.
01:00:38: und heute wissen wir um die weltweite Frage Der Bewältigung der Wohnungsnot zu lösen, brauchen wir solche Platten.
01:00:48: Und wir haben ein wunderbares Beispiel gerade parallel zwar nicht zum Wohnungsbau aber zum Baulichs Gymnasium des katholischen Gymnasiums.
01:00:56: das ist natürlich im Rohbau natürlich mit Platten und die sind natürlich bisschen pünktlicher angeliefert als es damals üblich war.
01:01:05: Aber das war alles das gleiche Kranwagen hin anhängen montieren Und in guter Qualität anders unvorstellbar, beinordert man sich sofort wie damals fast.
01:01:20: Also
01:01:21: kann man das so sagen ein bisschen vom hässlichen Endlein zum Vorzeigestatt?
01:01:25: Ja unbedingt!
01:01:28: Wir sind wirklich eine Vorzeige-Stadt und ich glaube, man muss sich nur die Mühe machen auch mal durchzugehen.
01:01:35: Und mein Bewusstes auf dem Wetter ist eine unheimlich grüne Stadt.
01:01:40: Wir haben eine unheimlich geordnete Infrastruktur innerhalb der Stadt.
01:01:46: Jeder Kindergarten, jede Schule, jede Einrichtung, jede soziale Einrichtungen entweder neu gebaut oder umgebaut und immer dem notwendigen Niveau angepasst.
01:02:01: und Parkflächen und wieder Erkennbarkeit von Quartieren.
01:02:06: also nicht hier so ne Durchmischung.
01:02:08: Wir haben sie nur frisch gestrichen so ungefähr, aber es sind ja eigentlich dasselbe wie vorher.
01:02:12: Nein bewusst die Stadt willen das ist ein einmaliges Projekt.
01:02:17: nicht mancher der da vorbeigeformt hat gesagt wir haben neu gebaut.
01:02:21: plötzlich ist er aus einer aus einer langen zeile von vielen wohnungen die keine vollständigen belichtung hatten weil ja die Nachbarwende damals und wir haben jeden zweiten rausgenommen jeden zweiten block.
01:02:35: Plötzlich hatten wir einzelstehende Häuser mit rund Umbelichtung.
01:02:41: Das heißt, mit Balkonen und neuen Fenstermöglichkeiten Küche und Bäder ohne Fenster überhaupt kein Thema mehr.
01:02:52: Reduzierung der Höhe und den durchlaufenden Keller genutzt um die Versorgungsinfrastruktur zusätzlicherweise noch ein paar Räume zu bekommen, die anderen Zwecken noch dienen können.
01:03:09: Vorne Parken und Eingangsgestaltung und hinten wie früher am Hof.
01:03:17: Müllt dann das und jenes eingehaust?
01:03:19: Man kann wunderbar die Pürkner Straße runterfahren und schaut dahin.
01:03:23: Es sieht aus wie eine geschlossene Front wenn man näher kommt.
01:03:27: Dann sieht mein Ha ha!
01:03:28: Die haben ja etwas versetzt so dass man seitlich nochmal reingehen kann.
01:03:32: Also es gibt ganz tolle Modelle und das sind ganz toller Wohnungen.
01:03:39: Und wenn man mal die Kosten beleuchtet, des Umbaus dann wird deutlich dass man hier ein Feld hat wo man unglaublich preiswerte bezahlbaren Wohnraum mit hoher Qualität sichern kann bei den Ausgangs bei den Ausgangsmaximen, warmes Wasser, Heizung der Fernwärme und alles was dazu gehört.
01:04:10: Also ich denke das hat uns natürlich international nach vorne gebracht keine Frage und hat dazu geführt dass wir einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt haben und natürlich sehr viel auch bei uns entsprechend Erfahrungen sammeln wollten und lernen wollten.
01:04:33: Und dann schließe ich dabei, dann mal die Landesgartenschau elegant mit an.
01:04:41: Weil das was am Anfang das Notwendigste war, das war den städtebaulichen Teil zu ordnen ganz bewusst dafür zu sorgen dass wir eine geschlossene Bebauung behalten.
01:04:56: damit meine ich dass keine großen Freiflächen die immer schwierig zu gestalten sind, sich auftun und dass wir mit der grünen Achse, die ja die Ergänzung bedeutet für diese städtebauliche Seite das wir da einen entsprechenden Spielraum haben.
01:05:18: Und so wie wir beim Städtebau die Expo bemüht haben habe ich noch als einer der letzten Amtshandlungen am dreißigsten Mai Früher haben wir zu Leinefelde gesagt, geht ein Sammeltransport die Sachsen ziehen fort.
01:05:32: Aber das war jetzt nicht so gemein.
01:05:33: Das war jetzt auch nur spaßig!
01:05:36: Das haben sie ja selbst mitgesungen.
01:05:39: und es war am dreißigsten mal... ...das war die letzte Stadtratssitzung, die ich in meiner Dienstzeit noch halten durfte oder ich noch durchführen durfte Und da gab es den Beschluss dass wir uns als Städte Leinefeldwurb ist an der Lennes Gartenschau, oder für die.
01:05:59: Zwei dann vierundzwanzig Bewerben gab ja eine Kombination zwischen Thüringen und Hessen in einem gewissen Wechsel.
01:06:08: Und das haben wir auch gemacht hat mein Nachfolger auch gemacht.
01:06:12: Gab ganz unterschiedliche Vorstellungen dazu.
01:06:14: aber das ist jetzt eine andere Frage.
01:06:18: ich hatte noch etwas weiter gefasst.
01:06:20: Sollte mit einer spektakulären Brückenanlage über die Bahnennienchen Also auch mal, um damit noch was so ein bisschen sichtbar bleibt.
01:06:29: Man kann schon erinnern nicht?
01:06:30: Ich könnte ja jetzt sagen, der Eifeldurm in Paris, das ist jeder weiß.
01:06:35: Der sollte ja eigentlich wieder abgebaut werden, ne?
01:06:39: Ja, zwanzig
01:06:41: Jahre sollte er stehen, ja!
01:06:42: Ja, aber heute darf ich gar nicht sein.
01:06:44: und so ähnlich war es da auch mit ihr.
01:06:46: und dann wollte ich noch probieren dass die... Talschberre-Birkungen, also der Stausee aber ist ja eine Talscheberre offiziell.
01:06:56: Dass das zum Naherholungsgebiet unserer Region wird.
01:07:00: Das ist die einzige große Wasserfläche im OberEigstfeld auf jeden Fall und damit natürlich auch sehr gut erreichbar in der Nähe von Autobahnen und Umgehungstraße und und und.
01:07:11: Also bestens geeignet um Nachhältigkeit mal nachzuweisen mit dem kleinen Hintergedanken Wenn du das bei der Landesskottenschau mit unterbringen kannst, dann finanziert dir das Länd-Auchzigprozent eines Neuerholungsgebietes.
01:07:27: Denn nach dem halben Jahr steht es ja noch da.
01:07:30: Das ist
01:07:31: ja auch wieder Nachhalt.
01:07:33: Ja!
01:07:35: So muss man das sehen.
01:07:37: Zumindest sag ich mal so wenn's jetzt nicht dazu gekommen ist, dann ist es aufgeschoben.
01:07:44: Es kann ja noch nachträglich ein Angriff genommen werden gehört ja zum Wohlfühlen in unserer Region dazu und wir liegen nun mal mittendrin.
01:07:56: Ich denke, das macht auch optimistisch dass die Entwicklung ganz gut weitergeht diesen und jenen Diskussionen mal zum Trotz wo was sinnvoller Weise so sein kann häufig.
01:08:12: Häufig ergibt es sich aus neuen Strategien von selber und wichtig ist, dass der Region dient.
01:08:19: Gerd Ein Wichtiger Punkt, so Meilenstein von Leinefelde war ja dann die Fusion unter anderem mit Worbes.
01:08:29: Dass dann eben die Stadt Leinefeldeworbes entstand?
01:08:34: Das Problem
01:08:34: das Problem dass sich in unserer Region Auftat war wir hatten einen gemeinsamen Planungsverband nennte sich Mittelzentrum der Begriff herrührend aus der ja doch Mittellage von Leine Felde und Worbes, nämlich mal mit dazu, immer halb unseres Landkreises.
01:08:53: Und wir beobachten natürlich die zunehmende Verringerung auch der Einwohnerzahlen und damit die Gefahr dass du mit den geringeren Einnahmen und den garingeren Möglichkeiten, finanziellen Möglichkeiten nicht mehr in der Lage bist eine wadereichen Strategie zu entwickeln.
01:09:16: Das heißt, wir brauchten eigentlich eine Stadtgröße die in Richtung der Zwanzigtausend so will ich jetzt mal formulieren.
01:09:25: So eine magische Grenze.
01:09:29: Da zählst du zu den Städten, die anders gefördert werden und die andere Schüttelzuweisung bekommen.
01:09:36: Du hast ja auch andere Aufgaben!
01:09:38: Das ist ja nicht so dass du das geschenkt kriegst, sondern du musst ja auch was dafür tun.
01:09:42: Und da bot es sich an mit Worbes zusammen Und in Dörfern drumherum, diese neue Stadt im Sinne der Strategie Einheitstadt, das tauchte dann dieser Begriff mal so ein bisschen auf.
01:09:56: Über Begriffe kann man sich ja streiten oder wie ich, jeder weiß ja, Nahrungsentscheidung raucht und wie auch immer.
01:10:04: Und da sind wir mit Worbes ins Gespräch gekommen.
01:10:07: Das hat natürlich innerhalb des Eichsfeldes nicht jedem gefallen.
01:10:11: Da verreute ich hier auch kein Geheimnis.
01:10:13: als Dr.
01:10:13: Henning-Borkan begeistert er Vertreter davon habe ich mir noch vorsichtig ausgedrückt jetzt.
01:10:21: Aber wir haben uns durchgesetzt, wir haben es getan wohl wissend dass natürlich jede einzelne Stadt und auch jedes einzelne Dorf seine eigene Identität behalten muss das ist ganz wichtig aber sich dem Großen unterzuordnen hat.
01:10:40: Deswegen haben uns ja eigentlich alle aufgelöst und dann gemeinsam die neue Stadt gebildet.
01:10:46: Logisch, dass in diesem alten Stadtteil eine Felde mehr Einwohner sind als im Stadtteil Worbes und in den Dörfern – das ist alles richtig!
01:10:52: Aber ich bin auch stolz darauf festzustellen, ach dazu haben wir ne Strategie gemacht, was wird wo gemacht?
01:11:00: Und welchen Beitragsstellen diese einzelnen Ortsteile für die Gesamtstadt?
01:11:08: Ich denke, das ist ein ganz wichtiger Hinweis.
01:11:12: Und immer abrechenbar was wird gemacht?
01:11:17: Wie wird es gemacht?
01:11:18: Welchen Nutzen und welchen Zweck hat es?
01:11:20: Das ist eigentlich ganz gut gelungen.
01:11:24: Und glaube schon, ich verrate Ihnen auch kein Geheimnis wenn ich sage, ich wünschte mir eine noch viel größere Struktur und Kompaktheit.
01:11:37: Ich mache das manchmal so ein bisschen fest in alt vergangenen Zeiten.
01:11:43: Nicht das alte Amtschorfenstein mit drei Zählenorten von Steinbach bis darüber in Richtung Völln-Born, das hat man doch auch nicht gemacht weil man da irgendwas verhindern wollte sondern weil man diese ganze Fläche brauchte und diese Einwohner braucht die natürlich nicht so viel geworden wie jetzt.
01:12:02: aber um eben was durchzusetzen... Um
01:12:04: mehr zu bewegen?
01:12:05: Ja natürlich!
01:12:06: Und deswegen sind doch bestimmte Entscheidungen leider auch falsch gewesen, wenn in falsch verstandenem Abgrenzungs waren.
01:12:17: Da die Kleinsten da immer noch meinten sie könnten und aber die können ja eigentlich doch nicht richtig.
01:12:22: trotzdem ist es doch schönes Wunder und den Kalt oben fällt als unseren kleinsten Ort Ortsteil.
01:12:27: Da kommt doch nicht einer auf den Gedanken zu sagen, das hat mir jetzt geschadet dass ich jetzt Teil der Stadt Lahnewelde-Wurbe, die sind stolzt drauf dass das möglich war, bringen sich ein und haben ihre eigene Identität ist.
01:12:41: Jetzt wieder Bilder wie der Johannisdach
01:12:43: usw.,
01:12:43: da kann man das wunderbar nachvollziehen.
01:12:45: Und ich glaube, das muss einfach gelingen.
01:12:48: Wie viele Autos gehören jetzt so dazu insgesamt?
01:12:50: Elf.
01:12:52: Also es sind praktisch schon eine Sahne und keinem Rote dazugekommen in den letzten Jahren.
01:13:00: Eine etwas... Na ja, da haben wir mal Vergrößerung um diese zwanzigtausend herum.
01:13:04: aber Wir wissen es ja selber, wir brauchen nur mal die Landkarte an uns anzuschauen.
01:13:10: Weiß das nicht... viele nicht so gerne hören aber im Grunde brauchen wir Heiligenstadt für den Altgrass-Heiligenstadt vielleicht mittenbar abgehen.
01:13:19: Wir brauchen Dingelstädt hat sich ja wunderbar gezeigt erwartet eigentlich noch das Südeichsfeld mit Lengenfeld unter Steilen und sogar wenn das gehörte ja schon ganz früher in diese Richtung Ja und wir mit Leinefälle und Vorbes den ganzen Morden.
01:13:34: So ist es, so ist es doch im Endeffekt.
01:13:37: Und da hätten wir Strukturen die richtig Spaß machten und mit denen man auch etwas anfangen kann.
01:13:45: Es ist doch zum Vorteil aller Diderer.
01:13:48: Das ist doch einfach so.
01:13:50: Statt
01:13:50: dieses Klein-Klein und alle vier Kilometer ist eine neue Verwaltungseinheit...
01:13:54: Ja das bringt doch nicht!
01:13:56: Es wird niemand was weggenommen.
01:13:58: Wir haben's doch gezeigt.
01:13:59: Wir können jeden Ort vorweisen Wir können jeden Ort vorweisen, gestalterisch und das Eichfeld sowieso.
01:14:06: Denkest du schon?
01:14:07: Bei
01:14:07: der Fusion gab es ja Konflikte, Eiltelkeiten wie du es ja schon gesagt hast.
01:14:12: Gab's denn auch irgendwas?
01:14:13: oder jetzt sagen würdest ... Das hat mich richtig zum Schmunzel gebracht damals.
01:14:18: Oh!
01:14:19: Das sind da so... Also ich würde mal so sagen Es tauchte immer auf Jetzt nimmt uns einer was weg.
01:14:31: Da habe ich dann mal zu einer Bürgermeisterin gesagt, ich kann nur einen das wegnehmen was er hat.
01:14:36: Was soll ich dir denn weg nehmen?
01:14:39: Kannst du nur profitieren?
01:14:41: Ja genau so und das war eben nicht, wie soll ich sagen, manches wollte man auch nicht hören und in der vermeintlichen Abgrenzung hat man natürlich auch manche Entscheidungen getroffen die einfach auch sinnlos waren.
01:14:59: Wunderbar, also nicht wunderbar.
01:15:00: Wir haben noch Paradebeispiele in unserem Landkreis wo der sagt mein Großkreuz bei allem Respekt vor den Orten fährst von Siem Rode über Eilingestadt zur Verwaltung nach Bonn-Rode.
01:15:18: oder für mich auch ein vartaler Fehler der Vergangenheit die beiden größten Partner in unseren Landkreisen Wirtschaftlich, sozial mit allen Aufgaben ist in Heiligenstadt eine Leinefälle.
01:15:32: Ich nehme mal wo?
01:15:33: was jetzt mit dazu also Leinefeld und Wobeis?
01:15:36: da brauchen wir dazwischen nicht noch irgendwas schon gar nicht ein Gebilde leihen das sich Leineteil nennt um von heute bis nach Glaserhausen geht.
01:15:43: die Glaserhause wissen gar nicht wo heuten liegt und umgekehrt.
01:15:47: Die Glaserhäuser sind füffig sie wissen das schon gut
01:15:50: aber die sind im Gartenteil.
01:15:52: Ja,
01:15:55: ja.
01:15:56: Aber ich will damit nur darauf verweisen es muss mehr sein als eine Abgrenzung und Abkehr zu den beiden Städten wenn davon providierig.
01:16:08: doch da sind die Arbeitsplätze.
01:16:09: das ist doch einfach so Und ist doch schönes Wohnen auf dem Dorf.
01:16:12: Das würde ich doch gerne akzeptieren.
01:16:14: das soll ja auch unterstützt werden.
01:16:15: Die
01:16:15: Dorfgemeinschaft bleibt der Erhaltung
01:16:17: Nimmt
01:16:18: ihn ja keiner weg.
01:16:19: So ist das.
01:16:19: Aufm
01:16:20: Dorf ist natürlich so.
01:16:22: jetzt kommen die.
01:16:24: Aber wenn man es ganz genau nimmt, ich habe vorhin kalt Umfeld erwähnt.
01:16:30: Die Kalt-Umfeld sind mir auch deswegen immer sympathisch gewesen weil sie haben selber überlegt was können wir denn machen?
01:16:36: Wir sind hundertsechzig Einwohner.
01:16:39: Was willst du denn da tun?
01:16:43: Wenn wir etwas vorbereiten egal wie ob nun Karneval oder Schützenverein oder Sportverein
01:16:49: etc.,
01:16:49: die haben sich immer die Frage gestellt Wir wollen was machen.
01:16:58: Und dann kam aus die Frage, Jürgen Maas er kann zu uns denn unterstützen oder statt?
01:17:03: Kannst du uns denn unterstütz'n?
01:17:05: Das ist die richtige Reihenfolge, so rum!
01:17:07: Wie haben wir's denn häufig?
01:17:09: Man müsste mal besser machen.
01:17:11: Ja, wer ist ja mein?
01:17:13: Noch schlimmer ihr müsst und dann ... Moment doch mal... Aber das ist doch einfach so.
01:17:19: Und warum können manche jetzt auch so schön als ich herausreden.
01:17:24: Ich habe die Zeitung gelesen, achtundachtzig Jahre gut, acht uhrfünben siebzig gönnte nicht sein.
01:17:29: und da steht man Günter Ode.
01:17:30: Günter-Ode ist Teil des Teils der Stadt Heiligenstadt.
01:17:34: Unterstelle mal.
01:17:35: das war nicht zum Nachteil bisher bei all dem was abgesichert werden muss.
01:17:41: Die Heiligen Städter mussten sicherlich nichts Frühstück machen für die da.
01:17:45: aber ich will damit nur sagen wenn man mal ehrlich ist und schaut, was ist denn alles entstanden?
01:17:53: Dann profitiert man doch als kleiner Ort von den Großen.
01:17:58: Und weil ich bei Kalt obenfeld war habe ich immer versucht wenn ein Haushalt aufgestellt wurde natürlich ist das mal der Haushalt der Gesamtstadt keine Frage mit den Aufgaben für die Gesamtsstadt aber auch schon gleich beuntersetzt.
01:18:12: Aber ein paar Tage später wurde der Haushal so vorgestellt Für alle Stadt- und Ortsteile Aber auch mit der Berechnung dessen, was in der Vergangenheit gemacht wurde und dann immer ganz bewusst auf den einzelnen Bürger runtergebrochen.
01:18:33: Das heißt also, was haben wir denn investiert pro Kopf der Einwohner?
01:18:38: Bevor hat ich kein Geheimnis.
01:18:39: in Kalt-Umfeld, die einen fünftausend Euro bei Deine Felder waren es vielleicht mal zwölfhundert Habe ich manchmal gesagt, wenn wir in Stille sind, dass sie es nicht merken.
01:18:51: Das hätten die selber gar nicht stemmen.
01:18:53: Richtig!
01:18:55: Und
01:18:56: wenn du das mit hoher Qualität erledigst, baulichfachlich und kommunizierst, dann gewinnst du auch die Einwohnern.
01:19:09: Dann kannst du auch einen Plan machen Der Gestalt, dass es mal ein Jahr gibt wo ich in dem Ort etwas weniger tun kann.
01:19:18: Das gleichmal im nächsten Jahr wieder aus.
01:19:20: oder wir haben es schon mal ausgeglichen.
01:19:23: Denn das ist doch ganz natürlich wenn ich hundert Meter Straße in kalten Umfeld baue da habe ich zwanzig Mann dran.
01:19:30: Wenn ich hundert Meter Straße alleine fälle dann hab' ich ein paar Hundert dran.
01:19:35: Das heißt mit den Beiträgen die finanzieren das an So rum, ich denke das ist so eine Richtung.
01:19:46: Wenn man die bewusst diskutiert und auch sachlich-fachlich gut voran bringt dann kannst du viele Sachen sehr gut überbrücken.
01:19:56: und es ist doch so... Wir haben im Jahr, als wir damals angefangen haben, in den ersten großen demografischen Einbruch gehabt mit in Leinefelde gerade mal so unter dreißig Prozent Der geburten.
01:20:12: Das heißt, wir sind jetzt dreißig fünf Jahre ungefähr.
01:20:15: Dreißig Jahre weiter die damals nicht geboren sind können heute keine Kinder kriegen.
01:20:20: Das heisst der zweite Einbruch ist da und es war damit schmerzhaft von sechs oder sieben großen Kindereinrichtungen drei zu schließen und zwar endgültig das eine wo so ja Solarhaus raus wurde was jetzt für soziale Zwecke genutzt wird Oder das Oberreichs- oder Bildungswerk bei Buradino, Nummer so zwei Beispiele.
01:20:43: Und es kommt auch jetzt wieder zu Veränderungen und wir können nicht alles erhalten.
01:20:50: Wir müssen bereit sein zu akzeptieren und natürlich fachlich inhaltlich uns entsprechend einstellen.
01:20:58: Das ist einfach so!
01:20:59: Mensch Gerd, dann halt ja hier den Eindruck du hättest die Amtskette immer noch um.
01:21:06: Wir wollen nochmal so ein bisschen auf die Privatpersonen Gerd Reinhardt kommen.
01:21:12: Weil du warst sofort in deinem Beruf oder in deiner Berufung angeknipst als Bürgermeister und ehemaliger?
01:21:22: Das war mein Leben!
01:21:24: Komm mal nochmal so'n bisschen auf deine Familie.
01:21:27: Du hast Geschwister.
01:21:29: Ich habe eine Schwester gehabt, die knapp sieben Jahre jünger war.
01:21:32: Dieser war leider mit vierunddreißig Jahren jung verstorben damals als Ehefrau und Mutter von drei kleinen Jungs.
01:21:41: Das war ein ganz schlimmer Einschnitt natürlich für meinen Schwader zuerst Für meine Mutter Und natürlich auch für mich.
01:21:49: das ist einfach so.
01:21:50: das sind solche Momente Mit Vierunddreißig und naja das ist schon sehr Bittereaus waren das, dass ich habe eine Schwester.
01:22:00: Und selber bist du dann auch auf Freie Art gegangen?
01:22:04: Ja wie das so war richtig und da hatte ich zuerst gleich die Arter.
01:22:09: Ich war ein Jahr kein Kalvinsches in der Hand und dann war es so.
01:22:16: Das war ja MAP für die außer-eigstfältischen Kalfinsche heißt also...
01:22:25: Ja, das war ja immerhin neunzehundertsiebzig.
01:22:28: Da wurde noch ein bisschen manches etwas von der älteren Generation anders gedacht.
01:22:33: Kein Weg!
01:22:39: Das gipfelte darin dass der damalige Leinefelder Fahrer uns nicht trauen wollte.
01:22:46: und da habe ich einen Bekannten von mir der Kaplanbar angesprochen Gjörg Weinrich und der hat gesagt, du ich kenne den Fahrer in Efelder gut.
01:23:02: Der würde die Trauung machen.
01:23:03: Naja... Und ich hatte einen Onkel, der da mal den Kraftverkehr arbeitete, der sagt, ich mache den Bus klar, dann steigen wir in Heinenrode, da war meine Frau hier.
01:23:12: Dann steigen mir ein, ihr steigt alleine Felsen dazu.
01:23:15: So eine große Gesellschaft war mir nun doch nicht ne?
01:23:18: Und dann fahren wir nach Efelger Und dann findet die Tragenstadt ein... wie es so ist, weiß man hier noch.
01:23:25: Zweiundzwanzigster Oktober, zweiundzwziger Oktober.
01:23:32: Ähm, neunzehnt-ein-neunzehn-siebzig waren Herbstferien.
01:23:38: Ich war ja Lehrer, musste auch die Zeit da ein bisschen berücksichtigen und dann haben wir geheiratet.
01:23:45: Wie das so halt schon üblich in allem am Büllerin im Bus nach Hanrode und da hat er ihn in Feier stattgefunden Ein Dachvorher.
01:23:52: Du warst ja früher üblich, du warst Landesamtlicher
01:23:55: und der
01:23:56: Polterabend eine.
01:23:57: Ich hab spielte damals noch Fußball bei SC Leinefelde also bei der ersten Mannschaft und da waren natürlich die alle zum Polter-Abend hier und meine Frau war Kindergärtnerin.
01:24:10: Da waren die ganzen jungen Erzieherinnen da, da war was los, hat den Luft gebrannt.
01:24:16: Da könnte ich manche heute noch dran erinnern!
01:24:18: Ja logisch, lauter Fulton.
01:24:20: Das war einfach eine Tolle.
01:24:23: und da ist ja damals die Trainer Helmut Wengel auf mich zugekommen und hat gesagt du am Freitag, also morgen, was dann heißt das?
01:24:32: Morgen wären zwei eingezogen, die müssen hier zur vorne.
01:24:38: Du musst am Sonne am G-Modernort Erfurt bespielen
01:24:42: quasi am
01:24:42: zweiten Tag.
01:24:44: Dann habe ich einmal den Mund gehalten Und irgendwann habe ich am zweiten Tag früh dann doch gesagt, da bin ich.
01:24:49: Da haben wir mich abgeholt.
01:24:51: Ich hab Fußball gespielt.
01:24:54: Ich weiß noch wie heute.
01:24:55: War alles verrückt und dann ... Naja, ich sag mal drei Stunden später war ich wieder da.
01:25:00: So waren es damals.
01:25:01: Würde heute keine mehr machen?
01:25:02: Nein!
01:25:03: Aber ich sage das einfach.
01:25:06: Es war halt so.
01:25:07: Na ja, es war halt schon.
01:25:09: Das hat man einfach damals.
01:25:12: Ah, da gab's schon ein bisschen Theater oder was?
01:25:15: Natürlich, aber irgendwo hat er sich auch.
01:25:19: Aber man war dabei und machte mit.
01:25:23: Und es war einfach eine tolle Zeit.
01:25:30: Wenn solche heute Lachste über solche Angelegenheiten, dass der Fahrrad dich nicht trauen wollte oder so was, dann war man uns einig!
01:25:41: Das war ja im Eichfeld schon üblich... Denn dahin zog, wo die vorherrschende Religion war.
01:25:49: Da wohnen die Kinder so getauft und dann kam der andere Glaube zum Tragen.
01:25:56: Ich habe immer gesagt, liebe Gott ist da selber!
01:25:59: Macht nicht so eine Wirtschaft!
01:26:01: Besten Brot?
01:26:02: Ich ess dessen Lied ich
01:26:04: singt.
01:26:05: Das war ein bisschen das Private wie es im Leben immer so ist.
01:26:09: Es verändert sich natürlich auch vieles.
01:26:11: Man, man ja in immer halb der Familie und so weiter.
01:26:17: Da wird es ehrlich gesagt auch dazu dass man das dann auch zu Trennungen kommt und Bescheidungen.
01:26:24: aber ich sage mal so Es ist nie bösartig irgendwo geworden.
01:26:30: Man hat sich neu geordnet und neu gefunden und versteht sich im Großen und Ganzen in der Angelegenheit der Familie sowieso Mein Gott, meine erste Frau ist die Mutter meiner Kinder.
01:26:46: Das ist auch eine ganz verständige und dann geht man immer mal um.
01:26:51: Ich hätte gerne mit meiner zweiten Frau noch länger zusammen gelebt oder das sind vor vier Jahren relativ jung verstorben.
01:26:58: Irgendwann kommt wieder die Zweiundzwanzig am zweiundzwänzten Januar.
01:27:02: Und das sind so bestimmte Sachen, die natürlich auch bedrücken und im Wissen darum dass nix für immer ist und umso wichtiger eigentlich, für mich zu sehen.
01:27:16: Dass das was man mal auch als eine wichtige Aufgabe angesehen hat wo man dich eingebracht hat mitgemacht hat egal wie ob man als schwarzarbeiter oder ja mir auch alles gemacht hat, mein Bauer gelernt und so.
01:27:29: Jetzt muss
01:27:30: ich noch erwähnen, dass es etwas Gutes bei uns gibt.
01:27:32: Ja,
01:27:33: wenn wir es wirklich sagen, das ist ja heutzutage Schwarzarbeit negativ konnotiert.
01:27:38: Leider!
01:27:39: Ich kenne es von meinen Eltern, die haben gebaut und dann wurde das eben im Dorf Maurer waren.
01:27:44: Die haben als Schwarzarbeiter da geholfen und dann mussten meine Eltern aufschreiben
01:27:51: Der
01:27:51: und der hat so in so vielen Stunden gearbeitet.
01:27:53: Er ist dann zur Bank gegangen, konnte quasi die Schwarzebatterstunden nachweisen und bekam das Geld dafür von der Bank
01:27:59: ausgezahlt.
01:28:00: Wir sind ja auf fünf Mark.
01:28:01: Und ich will nicht zungen behaupten.
01:28:04: Manchmal hat man es selber gemacht.
01:28:05: Da hast du auch für zwanzig Stunden am Dach aufgeschrieben.
01:28:08: Da haben wir einen Frühstück im Mittag durchgearbeitet.
01:28:13: Ich wollte damit sagen, dass war eben eine Forderung.
01:28:16: Naja!
01:28:17: Die musst ihr nachgewiesen werden.
01:28:18: Das hast sie gemacht und da war die Sache erledigt, dann kriegt es das Geld.
01:28:22: Und ich sag mal so... Es ist auf diese Weise doch großartiges auch entstanden.
01:28:29: Das ganze Eichsfeld.
01:28:31: Wenn irgendwo eine Planziffer übrig war im Bezirk des Eichwels hat sich gemeldet, da wurde gebaut.
01:28:37: Und der Eichfall ist nun mal auch so, ne?
01:28:40: Leute sagen muss mir Euro sagen wenn ein paar Euro übersehen, dann bauen wir erst mal mal noch.
01:28:43: Machen wir was anbauen.
01:28:44: Wir bauen meistens viel zu groß.
01:28:46: Eine ganz andere Frage.
01:28:47: Wir haben ja zum Teil Quartiere, wenn man dort durch die Städte unter ist, dann schreckst du dich aus.
01:28:52: Was macht denn ihr?
01:28:53: Wie viele Kinder habt ihr auch noch Rockheiz?
01:28:55: Ach, Juli, Bohemme und so... Ja!
01:28:57: Das ist einfach so.
01:28:58: Ich glaube das steckt auch ein bisschen drin etwas zu schaffen dass ja auch die eigene Person oder die Familie uns ein bisschen stolz machten.
01:29:14: Genau Und der Eichsfäller baut halt auch über Jahre Wie es rundrum aussieht, der Außenputz muss noch nicht dran sein.
01:29:21: Er wurde schon mal eingezogen und da war
01:29:23: das Arbeit.
01:29:24: Und wenn er fertig ist, dann fängt er von vorne wieder an...
01:29:27: ...und jetzt sind immer alle fertig geworden!
01:29:29: Das sind
01:29:30: wir ganz merkwürdig.
01:29:31: Das kommt nie im Material.
01:29:33: Eigentlich gabs ja gar nicht, aber wir sind alle da nicht
01:29:35: geworden.
01:29:37: Wir hatten doch nichts bedungen.
01:29:38: Da waren wir blitzeblau.
01:29:39: Es gab angeblich keinen Zement.
01:29:40: Ja,
01:29:41: das war knippelhart.
01:29:43: Das war auch immer so ein schöner Verweis als Architekten aufmerksam wurden, die vorher mit Plattenbauten nicht zu tun hatten.
01:29:56: Dann war ja manchmal auch so die Äußerungen her, die Feindpalde um und das sind wie die Ausheben
01:30:00: usw.,
01:30:02: Als man dann Rückbau – wir haben ja schon gemacht, wir haben hier auch geordneten Rückbau gemacht also sprich plattenweise rausgenommen und sowas war ja dann die höhere Qualität Und haben dabei ja auch das Land insofern mitgenommen dass wir erreichen konnten eingesparte Geld beim Rückbau eingesetzt werden konnte und das war dann natürlich immer auch erkennbar.
01:30:29: Also Leute, die Häuser, die heute gebaut werden oder viele davon mit Haufen Dämmung innen und den Haufen dämmungsaußen also wo man nicht so richtig weiß was ist denn mit der Entsorgung?
01:30:42: Dann mal eines Tages in fünfzig oder ein hundert Jahren unsere Platten behalten Die waren auf so guten Fundamenten.
01:30:49: Die halten die Zwarzen raus, die stehen noch viel länger als sie das muss man immer wieder gab Qualitätsprobleme was die Flächigkeit und dies und jenes alles richtig.
01:31:02: aber von der Stabilität her und von der Nutzbarkeit haben wir ja dann gezeigt indem man dann diese Pflücke fantastisch verändern könnte.
01:31:12: und dass in einer mit einer finanziellen Größenordnung Das kriegst du mit einem individuell gebauten Haus nicht hin.
01:31:21: Ich habe immer gesagt, ich kenne keine Wohnzubstands die so flexibel veränderbar ist wie der Blättenbau.
01:31:29: Nimm mal einen Einfamilienhaus und willst den Mittel übern draus nehmen.
01:31:32: Muss das
01:31:33: auch zusammen?
01:31:34: Oder musst du was ganz Verrücktes machen?
01:31:36: Nummer als Beispiel!
01:31:37: Und das ist natürlich jetzt doch auch ganz anders.
01:31:41: Man will damit ja eigentlich sagen man kann aus diesem Umbau sprich aus dem, was wir in den letzten fünf, dreißig Jahren gemacht haben sehr vieles auch übernehmen für das, was jetzt kommt.
01:31:56: Das ist wie mit dem Hinweis also Leute erneuerbare Energien es haben ja schon alles gehabt oder Gewinnung.
01:32:06: Wir haben eine Überlegung angestellt ein interessantes Thema Überlegungen Angestellt.
01:32:12: Was können wir denn nicht?
01:32:13: Können wir denn die Wärme die auf diesen Plücken auftrifft, können wir denn das nicht irgendwie nutzbar machen indem man diese Wärme ableiten in der Erde.
01:32:31: Platz genug ist da ins Wasser und wann in denen zum Beispiel Bedunkteile, die ja zusätzlich Wärmer aufnehmen können entsprechend untergebracht sind, um dann in der etwas schlechteren Jahreszeit die Wärme sozusagen wieder zurück gewinnen.
01:32:52: Also eine besondere Form des Umgangs mit der Wärmen und das zu speichern usw.
01:33:01: Der Herr Hecker
01:33:02: hat doch die Idee mit dem Solagebäude genau...
01:33:04: Richtig!
01:33:05: ...habe ich jetzt übrigens mal wieder getroffen und er war seiner Zeit einfach voraus?
01:33:09: Richtig
01:33:10: Und das war schade, ein ganz tolles Gebäude gewesen.
01:33:13: Das war das erste Haus dieser Art.
01:33:21: Das erste Solarhaus Deutschlands!
01:33:23: Ich weiß noch wie heute.
01:33:24: Anfang Mai kam der Minister Töpfer als Baumminister zur Einweihung dieses aus einem Kinderkombination entstandenen Solarhauses mit Erdwärmenutzung, mit Solarpanelen etc.
01:33:45: Das war etwas ganz Tolles richtig er war seinerzeit voraus.
01:33:49: es waren Menschen was die Finanzierung angeht und so weiter.
01:33:52: damals noch nicht so auf dem Weg hätte sicherlich auch noch viel anders sein können.
01:33:56: das war einfach Ein tolles Beispiel.
01:33:59: Also in seine Fälle das erste so wahres Deutschland, wenn ihr das allen erzählt, die klappen das gar nicht.
01:34:04: Und dass aus den Kinder warten!
01:34:06: Aber ich will damit nur sagen es gibt einfach unheimlich viele Möglichkeiten, wenn man sie aufgreift und an denen vor Ort auch weiter arbeitet.
01:34:21: Die Wiederverwendung ist immer wieder möglich.
01:34:23: Gerd dein Herz schlägt quasi für die Platte.
01:34:28: Ja, nicht nur aber auch!
01:34:30: Und wir haben auch so eine Tradition mit einer Platte.
01:34:34: also die Gäste die es zu uns in die Keminate schaffen bekommen immer eine Schallplatte.
01:34:40: und jetzt lese ich nochmal ein bisschen die Preise die ja heilige Leinefelde bekommen hat waren World Habitat Award, deutscher Städtebaupreis.
01:34:53: Du erwähntest es!
01:34:54: Europäischer Städtepaupreise.
01:34:56: Deswegen haben wir auch eine besondere Schallplatte nämlich Wim Tölke und der große Preis.
01:35:02: Schön, schön.
01:35:04: Kein Problem.
01:35:05: Vielleicht hast du noch einen Schallblattenspieler und kannst dir die Hits, die da drauf sind?
01:35:10: Ich
01:35:13: habe noch einen Blattenbauspieler.
01:35:17: Ich habe einen Plattenspieler, ne?
01:35:24: Vor vierzehn Tagen und drei Wochen gab es ein Markt im Außengelände der Lande Skarsenschau in Leinefelde.
01:35:33: Und da hab ich einfach mal so durch und am Tag vorher brachte man im MDR, spiel mir das Lied vom Tod mit die Melodiebegeister von schon immer und ich habe auch schon mehrfach den Film gesehen, aber reingeguckt hin- und näher.
01:35:56: Diesmal etwas intensiver.
01:35:58: Etwas intensiver und siehe da der Schaltblättenverkäufer, wie man sieht von DOS, hab ich gedacht, wenn es gibt's dann eine Blätte für ihn, war keine Ahnung.
01:36:08: Na ja, das sind die Melodien vom Origone in dem Komponisten drin.
01:36:13: Da hab' ich die gekauft.
01:36:14: Und dann fiel mir ein, dass ich einen besonderen Bezug nach Breitungen habe In die Ecke und in der Maradans gefragt, siehe da bei Daljon der Muhr.
01:36:27: Und schon hatte ich drei Blätten.
01:36:30: Auch die Platte lässt sich in dieser Beziehung nicht los?
01:36:34: Nein also ist einfach was Schönes.
01:36:37: und das ist ja immer auch so ein bisschen Rückküpplung mal in eine Zeit.
01:36:41: Manchmal reiht es ja aus, wenn du das hast.
01:36:43: Das muss ja manchmal gar nicht abgespielt werden.
01:36:45: Ja Landesskartenschau ist natürlich die Steilvorlage für uns.
01:36:50: Heiko Wir dürfen darauf hinweisen, Gerd wir laden dich ein Kommt zu uns.
01:36:55: am XXI.
01:36:56: August werden wir auf der Landeskartenschau auch noch mal einen Podcast live
01:37:02: vor Publikum.
01:37:02: Wenn ihr mir eine Hinweis gibt, dann
01:37:04: machen
01:37:05: wir
01:37:05: da aufnehmen.
01:37:05: Kein
01:37:05: Problem!
01:37:05: Ich glaube noch ein Schwanzigste?
01:37:07: Ja, richtig!
01:37:09: Ja, richtig.
01:37:09: Noch
01:37:10: ein bisschen nennen?
01:37:12: Ja!
01:37:13: Lieber Gerd.
01:37:14: Zum Schluss immer noch eine Frage.
01:37:17: Du hast jetzt so viel erzählt... ...du bist so lebensweise... Hast du denn eine Lebensweisheit, einen Lieblingswitz oder ein Gedicht für uns?
01:37:27: Eine Lebensweiszeit vielleicht?
01:37:30: Oh das ist schwierig.
01:37:31: Das ist ne echt schwierige... Ich führe hier Fragen.
01:37:35: Also Lebensweis halt... Tu das was du tust und erwarte keinen Dank.
01:37:43: Ich glaube, das ist so das Motto für alle Bürgermeister oder alle die politisch voran gehen?
01:37:47: Weil das
01:37:48: dann
01:37:48: darf man nicht erwarten.
01:37:50: Nein,
01:37:50: nein!
01:37:51: Und das brauchst du auch nicht.
01:37:52: Das brauchst doch nicht einen Gang durch die Stadt.
01:37:55: Da habe ich so viel, da habe ich das schon voller Dank für mich persönlich.
01:38:02: So würde ich es sagen.
01:38:03: Und ansonsten natürlich hofft mein... auf eine möglichst lange Zeit die Entwicklung seiner eigenen Stadt, seines Eigenortes an der Region.
01:38:14: Ich denke natürlich auch über den Ort hinaus sehr verständlich, dass man die noch mitverfolgen kann.
01:38:21: und ich sage mal sowohl nach Bemeinung gefragt zu werden als eben auch mal zu kritisieren wenn wir mal meinten ob Mensch hätte anders sein können.
01:38:32: das gehört auch dazu.
01:38:34: Kritik im Sinne von Der soll voran bringen, nicht um schlecht zu machen.
01:38:39: Hier macht was.
01:38:41: Genau.
01:38:41: So, das würde ich so beruhigen sagen.
01:38:44: Gerd!
01:38:45: Es war uns ein inneres Lämmerstreicheln mit dir.
01:38:52: Es hat uns sehr viel Spaß gemacht.
01:38:53: Wir wünschen dir alles Gute.
01:38:56: Komm gut nach Hause.
01:38:58: wir starten schon mal unsere Melodien und verabschieden uns Wünschen unseren Hörern.
01:39:13: Es war das erste Mal, dass man auf so eine angenehme Weise mal über ja doch genau genommen ganz wesentliche Entwicklungsschritte gesprochen hat.
01:39:27: Ohne dass da irgendwas vorgegeben und dann mitten
01:39:32: usw.,
01:39:34: ist einfach das Schöne.
01:39:35: Das hätte ich nicht erwartet, muss ich ganz ehrlich zugeben!
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